Es gibt wohl wenige Marken, die im Internetzeitalter antiquierter erscheinen als „Playboy”. Der 54 Jahre alten Zeitschrift sterben die Leser weg. Konnte das Hefner-Blatt Mitte der 70er-Jahre noch über sechs Millionen Exemplare verkaufen, so ist die Auflage inzwischen auf unter 2,9 Millionen gefallen. Die Konsequenz: In der ersten Jahreshälfte 2007 hat das Unternehmen mit seiner Magazin-Sparte fast fünf Millionen Dollar verloren.
Zwar macht Playboy Enterprises dank Casinos, Clubs, TV-Business und Lizenzgeschäft noch immer leichten Gewinn (im Jahr 2000 hatte das Unternehmen schon einmal fast 50 Millionen Dollar Verlust gemacht), aber die Perspektiven sind natürlich düster. Da greift man nach jedem Strohhalm.
Nun startet man „an exclusive college-only non-nude social network” mit dem Titel „Playboy U”. So will man die Studenten früh an die Marke „Playboy” binden.
PLUS / MINUS
Mitmachen kann nur, wer eine edu-Mailadresse hat. Werbespruch: Sorry, but high schoolers, old dudes and your Mom cant join. Damit orientiert sich Playboy U an den Startjahren von Facebook.
Es gibt wenig Innovatives: Angeboten wird der übliche Mix aus persönlichem Profil, einer Freundesliste und einem Forum. Und besonders abstrus: erotische Fotos sind nicht erlaubt.
UNSERE MEINUNG
Die Marke „Playboy” stehe sowohl für 18- wie 81-Jährige, behauptet Playboy-Manager Scott Stephen. Uns fällt dazu nur ein: Keep dreaming.
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Forum, Community, Social Network, User generated content, Männer
08.03.13 17:52
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