Voice over IP mal anders herum: Wer im Internet seine verbalen Spuren hinterlassen will, kann dies seit Neuestem mit kaum mehr Aufwand als einem Telefonat machen. "MyVox" heißt die Site, die jetzt für Webentwickler ihre Schnittstellen geöffnet hat. Angeboten werden dort derzeit neun Applikationen (davon drei aus eigener Entwicklung), mit denen Sprachaufnahmen auf anderen Websites online gestellt werden können. Dabei ist es nicht mehr erforderlich, seine Stimme aufzunehmen und hochzuladen. Stattdessen ruft man mit einem herkömmlichen Telefon einfach eine vorgegebene Nummer an, folgt den Anweisungen und spricht seinen Text in den Hörer, der dann prompt online gestellt wird.
Finanziert wird das Ganze durch Werbung, wobei die Betreiber ein interessantes Konzept entwickelt haben: Werber platzieren ihre Spots nicht auf den teilnehmenden Webseiten, sondern sie beschallen am Telefon jeden Nutzer, der einen Sprachbeitrag aufnehmen will, mit einem maximal zehnsekündigen Werbespot. Entwickler erhalten für jeden Werbebeitrag, der über ihre Applikation läuft, einen bestimmten Anteil der Werbegelder.
MyVox ist ein Angebot des VoIP-Spezialisten VoodooVox, der sich vor allem durch Audio-Werbung finanziert. Scheinbar ein lukratives Geschäft, denn immerhin schickt sich VoodooVox nach eigenem Bekunden an, zum DoubleClick der Audio-Werbung zu werden.
PLUS / MINUS
Die Anwendung ist extrem simpel und in puncto Werbung fair geregelt.
Die Frage ist, ob die Werbung nicht doch nervt und User davon abhält, die Applikation zu nutzen. Außerdem hängt die Aufnahmequalität von den Telefonverbindungen ab.
Die MyVox-Lösung ist einfach und gut, denn das Telefon wird zum Mikrofon, das unmittelbar mit dem Internet verbunden ist. Das Problem der Monetarisierung scheint bei MyVox mit dem Werbekonzept gut gelöst zu sein.
08.03.13 17:52
jorke kaiven Web-Site
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