Gwyneth Paltrow also. Die Oscar-Preisträgerin, Fitness-Fanatikerin, Rockstar-Ehefrau, die nebenbei als Madonnas beste Freundin gilt, hat eine Website gelauncht: Goop.com. Die Site „nourishes the inner aspect“, was so viel bedeuten soll wie: Hier werden sie geholfen. Nur etwas eleganter eben. In insgesamt sechs Ressorts ( Make, Go, Get, Do, Be, See) stellt der Hollywoodstar – in sehr persönlichem Ton – seine Highlights vor. Tenor: „I wore these on Oprah!“.
Damit ist auch schon ein großer Teil von Goop beschrieben: Hier geht es darum, was „Gwynnie“, wie sie Freunde nennen, gut findet. „I love to travel, to cook, to eat, to take care of my body and mind, to work hard. I love being a mother who has to overcome my bad qualities to be a good mother. I love being in spaces that are clean and nice.”
Und was sollen die Userinnen ihrer Site daraus lernen? Auch da gibt Paltrow klare Vorgaben: „Verbessere Dein Leben. Investiere in die wirklich wichtigen Dinge; koche etwas für jemanden, den Du liebst. Warte kurz ab, bevor Du unüberlegt reagierst. Räum Deine Wohnung auf. Lies ein gutes Buch. Gönn Dir mal etwas. Fahr in eine Stadt, in der Du noch nie warst. Lern etwas Neues. Sei nicht faul. Mach Sport und bleib dabei. Goop. Gib Deinem Leben Bedeutung.“
Puh. Das ist nichts wirklich Neues, und auch nichts Bahnbrechendes – wird von Frau Paltrow aber charmant und im „beste-Freundinnen-Ton“ vorgetragen. Für die verschiedenen Modestrecken steht sie selbst als Model bereit, bei den Reisetipps beschreibt sie ihre Wahlheimat London. Im Ressort „Do“ – eine Anleitung zum Besser-Leben – erzählt Paltrow sehr Persönliches zum Tod ihres Vaters und wie sich ihr Leben dadurch verändert hat.
Das alles ist in Blogform gehalten, auch wenn die einzelnen Postings hier etwas webfremd „Newsletter“ genannt werden. Werbung gibt es keine – sieht man davon ab, dass die Hersteller der Kleidungsstücke, die Paltrow im Moderessort vorführt, genannt werden. Aber man mag gar nicht glauben, dass dafür Gelder fließen.
Wofür also diese Site? Und für wen? Denn auch wenn Gwyneth Paltrow einer der größten Hollywoodstars ist: Wollen die Fans wirklich etwas über ihr Seelenleben wissen? Oder schauen sie sich nicht doch lieber die neuesten Paparazzi-Fotos der Blondine an? Eben. In ihrem Grußwort an die Leser schreibt Paltrow, über die Jahre hätte sie viele Dinge ausprobiert und auch einige Fehler gemacht. Goop dürfte sich in dieser Kategorie einordnen lassen.
PLUS / MINUS
Schlicht und elegant...
... und etwas langweilig.
KONKURRENTEN
Wo soll man anfangen? Es gibt einfach zu viele Frauensites! Bedenkt man den Promiaspekt der Urheberin, steht Paltrow allerdings alleine da. Glückwunsch!
Eine Funktion namens "Discover" bietet Empfehlungen ähnlicher Musik - auch von Künstlern jenseits des EMI-Katalogs. Dazu kommen nutzergenerierte Charts und die Möglichkeit, persönliche Profile zu erstellen
09.06.13 12:17
netcom avis Web-Site
Eine Funktion namens "Discover" bietet Empfehlungen ähnlicher Musik - auch von Künstlern jenseits des EMI-Katalogs. Dazu kommen nutzergenerierte Charts und die Möglichkeit, persönliche Profile zu erstellen