Stylisch und übersichtlich – so mögen’s die User des Münchner Start-ups Stylight. Die können auf der Plattform nach Mode-Artikeln suchen, und zwar übergreifend in sämtlichen angeschlossenen Online-Shops. Auf Basis dieser Meta-Suche lassen sich Suchergebnisse nach persönlichen Vorlieben wie Marke, Farbe und Preis filtern. Anschließend werden sie als Fotowolke oder Artikelliste präsentiert. Das vierköpfige Gründerteam ergänzen Business Angel aus den Bereichen Mode und E-Commerce.
User können wahlweise über eine herkömmliche Textsuche oder mittels visueller Suche nach Artikeln stöbern. „Aufgrund neuester Algorithmen der Bilderkennung kann der Kunde bei Stylight ausgehend von einem Produkt ähnliche Artikel finden, die in Form und Farbe übereinstimmen“, erläuterte Benjamin Günther, einer der vier Gründer, das Konzept gegenüber Deutsche Startups. Bei der Umsetzung – vom Konzept bis zur aktuellen Betaversion dauerte es etwa ein Jahr – habe man besonderen Wert auf einfache und intuitive Benutzerführung gelegt.
Ausgangspunkt für die Suche ist neben den Kategorien „Women“, „Brand“ und „Sales“ auch „Men“. Somit richtet sich Stylight offensichtlich nicht nur an Frauen – auch wenn dies die naheliegendste Zielgruppe ist. Nach Auskunft des Start-ups umfasst die Datenbank schon mehr als 40.000 Artikel, stetig kommen neue hinzu. Kooperationspartner sind Shops wie Stylebop, myTheresa und Marken wie Esprit oder Strellson. Künftig will Stylight seine Plattform weiter ausbauen und nach eigenen Angaben „weitere innovative Features anbieten, die es dem User erlauben, sich seine eigene virtuelle Modewelt aufzubauen“.
Stylight finanziert sich aus Provisionen für vermittelte Verkäufe und wird durch das Förderprogramm EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie unterstützt. Gegründet wurde das Unternehmen 2008 neben Benjamin Günther von Anselm Bauer, Max-Josef Meier und Sebastian Schuon in München. Die vier lernten sich während des Studiums Technology Management am Münchner Center for Digital Technology and Management kennen.
PLUS / MINUS
Die Seite ist sehr übersichtlich gestaltet. Bei der Suche werden Sonderangebote getrennt berücksichtigt, auf den Produktseiten stehen ergänzende Artikelbeschreibungen
Die Filterfunktionen arbeiten in der Beta-Version noch nicht fehlerfrei, teilweise schleichen sich falsche Suchergebnisse ein
Das Shop-System kennt man von Pixta, die Idee mit der Fotowolke wurde auch auf Shopping-Portalen wie Edelight umgesetzt. Dennoch: Wenn Stylight es schafft, die wichtigen (Shop-) Anbieter auf dem Modemarkt abzudecken, könnte sich die Seite vom Geheimtipp für Online-Shopper zum etablierten Such-Portal für Mode-Fans entwickeln.
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