Es klingt paradox: Weil sich Magazine am Kiosk nicht mehr so gut verkaufen, bringt man sie einfach eins zu eins ins Web. Mit zweiwöchiger Erscheinungsweise, dem selben Layout und der gewohnten Heftstruktur eines Print-Titels. Mit InBeauty versucht Ex-Premiere-Chef Markus Tellenbach genau das. Die Idee ist einfach, wunderlich und könnte doch funktionieren. Nur die Entscheidung, noch ein Frauenmagazin auf diesen bereits gesättigten Markt zu drücken, ist ein Hemmschuh.
Produziert wird das Angebot von einer 15-köpfigen Redaktion in Berlin. Alleine die Tatsache, dass sich eine so große Redaktion nur um die Produktion von Online-Content kümmert, ist beachtenswert. Denn die Konkurrenten von Brigitte & Co. leisten sich wesentliche kleiner Online-Stäbe und schieben ansonsten ihre Print-Inhalte auf die Homepages.
Anders InBeauty. Der Newcomer ist im Stile eines Print-Magazins aufgezogen. Alle 14 Tage gibt es eine neue Ausgabe. Dazu können die Leser mit Hilfe der speziellen E-Magazine-Technologie das Heft auf dem Bildschirm blättern. Wem dieser Ansatz zu radikalkonservativ ist oder wem es schwachsinnig erscheint, ein Format am Monitor zu nutzen, das eigentlich für das Lesen in Wartezimmern, U-Bahnen oder Wohnzimmersesseln konzipiert wurde, kann die Inhalte auch über ein klassisches Web-Portal konsumieren. Dann unterscheidet sich InBeauty kaum noch von BeQueen.de, Glamour.de oder Brigitte.de.
In der Portal-Variante ist die Homepage in die klassischen Ressorts „Stars & People“, „Mode & Style“, „Beauty & Body“, „Lifestyle“, „InBeauty TV“, „Astro“, „Kolumne“ und „Gewinnspiel“ unterteilt. In der Rubrik „InBeautyTV“ gibt es sogar eigens produzierten Video-Content. „Wer heute auf hochqualitatives Online-Entertainment setzt, muss neue Wege gehen. Das Internet gewinnt auf Kosten herkömmlicher Medienangebote nachhaltig an Relevanz. Die User wollen auch online passiv hochwertige Unterhaltung konsumieren”, sagt Gründer Markus Tellenbach.
Hinter dem Projekt steht die Schweizer Firma Convers Media. Beteiligt an dem Unternehmen ist neben Tellenbach auch der TV-Manager Christian Anting. Das hochauflösende Frauen-Magazin ist erste der Anfang. Im Oktober soll noch die Reisepostille InTravel.de launchen.
PLUS / MINUS
Optisch opulent: Eine gut gemachte Magazinseite verliert auch auf dem PC-Bildschirm nicht ihren visuellen Reiz.
Info-Panne: Die Webseite erklärt nicht die Idee hinter InBeauty und der für Web-Verhältisse ungewöhnlichen Erscheinungsweise. Selbst das Editorial im virtuellen Heft verliert kein Wort über das eigene Konzept.
Wie gut auch immer die Inhalte sind – ein Onlinemagazin in E-Paper-Optik wirkt altbacken. Außerdem könnte sich der Verkauf von Anzeigen für ein solches Magazin schwierig gestalten.
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Frauen, redaktioneller Inhalt
Autor: Alexander Becker
Geschrieben: September 2008
Eine Funktion namens "Discover" bietet Empfehlungen ähnlicher Musik - auch von Künstlern jenseits des EMI-Katalogs. Dazu kommen nutzergenerierte Charts und die Möglichkeit, persönliche Profile zu erstellen
09.06.13 12:17
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