Katholische Kirche will nun doch nicht einen der größten Medien- und Versandunternehmen in Europa (1,6 Milliarden Euro und 3 Millionen Kunden) verkaufen. Stattdessen streben die Bischöfe für die Weltbild-Gruppe ein Stiftungsmodel an. Die Diözesen wollten den Verlag abstoßen, weil Papst Benedikt XVI. selbst sich gegen den Verkauf von Erotik- und Esoteriktiteln gewettert haben soll.
Die umstrittenen Titel sollen allerdings nicht weiter im Sortiment bleiben. Die Einnahmen der Stiftung sollen ausschließlich in "gemeinnützige, kulturelle und kirchliche Zwecke" fließen.
Zumindest das Top-Managment begrüßt diese Entscheidung und „dankt den Gesellschaftern auch im Namen der Mitarbeiter“. Weltbild-Chef Carel Halff glaubt, dass die Stiftungslösung dem Unternehmen eine „gute Stabilität und Perspektive angesichts der Umbruchsituation im Buchmarkt“ gebe. „Das Unternehmen kann nun mit der nötigen langfristigen Perspektive den Herausforderungen der Digitalisierung begegnen.“
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