Die Nachfolge des scheidenden Chefredakteurs der Süddeutschen Zeitung, Hans-Werner Kilz, ist geregelt: Die Gesellschafter haben sich endgültig auf Kurt Kister als Nachfolger festgelegt. Wolfgang Krach, der ursprünglich gleichberechtigt mit Kister als Co-Chef hatte antreten sollen, wird Vize. Vorgänger Kilz geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Die jetzt getroffene Regelung ist als Erfolg für die Redaktion zu werten, die bei der Wahl des Chefredakteurs ein Mitbestimmungsrecht hat.
Am Mittwoch segnete der Herausgeberrat den Personalwechsel formal ab. Der 52-Jährige Kister war wie sein Vize Wolfgang Krach (47) schon seit Wochen als Favorit für die Nachfolge gehandelt worden. Auch Heribert Prantl (56) rückt in die Chefredaktion auf. Mit dem Ausscheiden von Kilz endet eine Ära: Der 66-Jährige stand der Süddeutschen 14 Jahre lang vor.
Noch länger als Kilz, der damals aus der Spiegel-Chefetage nach München kam, ist Kurt Kister bei der SZ. Er startete bereits 1983 als 25-jähriger Reporter Politressort, übernahm danach Aufgaben als Autor, Reportage-Chef und Korrespondent. Seit 2005 grüßt Kister als stellvertretender Chefredakteur. "Wir freuen uns, mit Kurt Kister aus den eigenen Reihen einen der renommiertesten deutschen Journalisten für die Position des Chefredakteurs der Süddeutschen Zeitung gewonnen zu haben", zitiert der dem Haus nahe stehende Mediendienst WuV Johannes Friedmann, den Vorsitzenden des Herausgeberrates. "Er steht, ebenso wie Wolfgang Krach und Heribert Prantl, beispielhaft für die hohen Qualitätsansprüche, die innere Stärke und die Kontinuität dieser Redaktion."
Letzte Kommentare
01.07.10 10:37
Ulrich Schulze
Wer glaubt eigentlich noch, Titanic sei ein Satire-Magazin? Die Frankfurter machen nichts anderes als schlechte Witze auf Kosten anderer. Eigene Kreativität haben sie nicht vorzuweisen, nur den Mttelfinger gegen Andere; ein Titelbild wie jenes mit Mixa und Christus am Kreuz ist kein Witz, sondern niederste gedankliche Ebene und bei der Bundesversammlung zu twittern zeigt nur dies an: twittern hat mit Journalismus nichts zu tun - das sollten sich vielleicht mal einige Journalisten vor Augen führen.