Die Süddeutsche Zeitung steckt weiter tief in Problemen. Das Hamburger Abendblatt meldete am Samstag, das Blatt habe das vergangene Jahr mit Verlusten abgeschlossen und beruft sich dabei auf die Äußerung von Chefredakteur Hans-Werner Kilz bei einer Podiumsdiskussion. Angesichts der rigiden Sparvorgaben der Mehrheitsgesellschafter von der Südwestdeutschen Medien-Holding (SWMH) ist damit ein weiterer Personalabbau wahrscheinlich. Zudem ist die Nachfolge von Hans-Werner Kilz nach wie vor offen.
Der Vertrag des 66-jährigen früheren Spiegel-Chefredakteurs läuft zum Jahresende aus. Das Hamburger Abendblatt spekuliert, dass die SWMH eine externe Neubesetzung präferiert, von den bereits bei der SZ tätigen Kandidaten würden dem kürzlich mit einem Sonderpreis bei den "Journalisten des Jahres" ausgezeichneten Politikautor Stefan Kornelius die besten Chancen eingeräumt.
Trotz einer positiven Auflagenentwicklung leidet die Süddeutsche wie alle überregionalen Qualitätszeitungen unter der Werbekrise im Allgemeinen und den rezessiven Rubrikenmärkten im Besonderen. Auch für 2010, so das Hamburger Abendblatt, erwarte SZ-Chefredakteur Kilz keine schwarze Bilanz.
Letzte Kommentare
06.02.10 21:03
Carmen Deitz
Schade.
Das hat die SZ sicher nicht verdient, ein sehr gut gemachtes Blatt. Zudem hat es finde ich in den letzten Jahren den Dünkel von früher etwas abgelegt. Die Blatt-Richtung stimmt für mich. Für das Werbeproblem hab ich keine Lösung. Das Gros der Werber richtet sich nun mal auf 16-jährige. Zu Recht der Rest kann lesen ;-)
06.02.10 15:36
Willi Weren Web-Site
Ach rote Zahlen!
06.02.10 15:33
Jan Willen Web-Site
Ich finds schade.......