3D, Videointerviews und Konzertausschnitte: Der Stern setzt in seiner am heutigen Donnerstag erscheinenden Ausgabe auf Augmented Reality. Leser, die ein iPhone oder Android-Handy besitzen, bekommen so Zusatzinhalte, die über das übliche Angebot von Printprodukten hinausgehen. Schon der Titel „Der 11. September" birgt eine zweite Ebene: Auf dem Display legt sich eine dreidimensionale Animation über die Seite und stellt vier der rund 15 Stern-Stücke mit zusätzlichen AR-Inhalten vor.
Um die Zusatzinhalte betrachten zu können, müssen die Nutzer zuerst die „Stern AR“-App herunterladen. Im Heft weist dann ein Smartphone-Icon auf die Artikel mit Augmented-Reality-Content hin. Das „Journal“ der neuen Ausgabe im Vorfeld der IFA liefert außerdem einen Report, wie AR in verschiedene Lebensbereiche integriert werden kann.
Das Symbol oben links zeigt an: Hier schlummert eine Augmented-Reality-Animation.
Die AR-Inhalte reichen von kletternden Grafikbalken im Politikerranking bei den Trends der Woche über eine animierte Videoversion des Tetsche-Cartoons bis zur Leserbrief-Seite, die sich für Smartphone-Nutzer erweitert durch die aktuellsten Facebook-Kommentare zum neuen Stern. Das Porträt „Udos Kern“ birgt zwei digitale Extras zu Udo Lindenberg: Zum einen können Leser in seine am 16. September erscheinende Unplugged-DVD reinsehen, zum anderen kommentiert der Musiker seine Kopfbedeckung und Person. Außerdem gibt es einen Mitschnitt eines Live-Klassikkonzerts.
„Augmented-Reality-Anwendungen machen Spaß, aber wirklich faszinierend werden sie erst, wenn wir es schaffen, durch sie neue Einblicke, eine individuelle Erfahrung oder besondere Momente zu vermitteln“, kommentiert Stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn. „Deshalb wollten wir diese neue Technologie nicht nur beschreiben, sondern sie durch die Geschichten des Stern für den Leser greifbar werden lassen."
Bereits im vergangenen Jahr experimentierten das SZ Magazin sowie die Rhein-Zeitung mit Augmented Reality. Bei der RZ war das Angebot damals noch recht überschaubar, lediglich die Sonderseite "Tagesthema" lieferte AR-Inhalte. Im SZ Magazin gab es eine Animation von Sandra Maischberger und in der Rubrik „Sagen Sie jetzt nichts“ digitale Zusatzinformationen.
Letzte Kommentare
02.09.11 09:35
Karl Ito
@Patrik Henry: Schön, dass Sie lachen konnten. Ich habe nie behauptet, dass diese drei Blätter der Weisheit letzter SAchluss wären, sondern ich habe mir drei Dinge rausgepickt, die ich jeweils besser finde, als im Stern. Die Hausmitteilungen des Spiegel sind definitiv das bessere Editorial, die Dossiers der ZEIT sind meistens qualitativ exzellent und die Kommentare von Heribert Prantl halte ich persönlich für besser als die Jörges-Geschichten. Insofern halte ich einzelne Elemente für qualitativ hochwertig, aber nicht alles.
Aber, wenn wir schon dabei sind. Welche Objekte sind für Sie denn hochwertig, wenn es die drei genannten nicht sind?
02.09.11 09:16
Patrick Henry
Es erheitert mich stets aufs neue, daß es immer noch Leute gibt, die Spiegel, Zeit und Süddeutsche für guten Journalismus halten. Deshalb geht mein Dank an Karl Ito dafür, daß er mich zum Lachen gebracht hat.
01.09.11 19:58
Hans Wurst
Warum jetzt auch noch Zeitschriften mit Bild und Ton? Was wurde aus der schönen Beschäftigung, die da mal hieß "in Ruhe Zeitung lesen" - und sich dazu vielleicht sogar eigene Gedanken machen? Muss alles quasseln und blinken? Dazu gibt es doch schon genügend andere Gerätschaften! Aber das ist wohl nicht mehr meine Welt. Und ich bin erst 47, traurig, ich dachte, das kommt erst später. Gute Nacht
01.09.11 15:20
Karl Ito
AR könnte für den Stern die Rettung sein! Es sollte in jeder Ausgabe stattfinden. Und zwar wie folgt:
- Man hält es über das Editorial und bekommt Hausmitteilungen des SPIEGEL
- Man hält das iPhone über die Titelstory und es wird wirklich guter Journalismus abgebildet, z.B. ein Dossier der ZEIT.
- Man hält es über den Kommentar von Jörges und kriegt einen Kommentar von Heribert Prantl.
Sollte man in Hamburg mal drüber nachdenken.