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Nightmare einer Eilmeldung, die eine Ente war

"Massengrab" in Texas: dpa träumt schlecht

Seitdem die Deutsche Presse-Agentur im September 2009 auf einen erfundenen Terroranschlag hereinfiel und dabei einem Filmemacher-Gag auf den Leim ging, gelten bei der Nachrichtenfabrik strenge Regeln für die News-Bewertung. Doch nun fühlt man sich an das "Bluewater-Fiasko" erinnert: Vergangene Nacht verbreitete die dpa eine Eilmeldung, die keine war. Der massenhafte "Leichenfund in Texas" war eine von der Agentur beflügelte Ente. Gegenüber MEEDIA verteidigt die dpa ihr Vorgehen.

Die Geschichte einer Nicht-Nachricht begann um 21 Minuten nach Mitternacht deutscher Zeit mit einer Eilmeldung der Deutschen Presse-Agentur:

bdt0010 2 vm 45 dpa 0021

USA/Kriminalität/
(Eil )
TV: Dutzende Leichen in Texas entdeckt =

Washington (dpa) - In einem Massengrab im US-Bundesstaat Texas sind US-Medienberichten zufolge Dutzende Leichen entdeckt worden. Wie der TV-Sender CNN am Dienstag berichtete, ist von 25 bis 30 Leichen die Rede. Ersten Informationen zufolge könnte es sich um Kinderleichen handeln. dpa pm xx n1 fi

080033 Jun 11

 

Der Fall nimmt rasch Fahrt auf. Knapp 30 Minuten später folgt ein Überblick. In einer Redaktionsnotiz werden auch die Namen von mit der Meldung befassten Redakteuren genannt – ein US-Korrespondent und ein Mitarbeiter des Auslandsressorts in Berlin. Unklar bleibt, welche US-Fernsehsender die Nachricht eigentlich verbreitet hätten. Auch der Nachweis einer eigenen Recherche fehlt.

 

bdt0014 3 vm 130 dpa 0025
USA/Kriminalität/
(Überblick 0045)
TV: Dutzende Leichen in Texas entdeckt =
Washington (dpa) - Grausiger Fund im US-Bundesstaat Texas: In einem Massengrab sind nach US-Medienberichten Dutzende Leichen entdeckt worden. Wie mehrere TV-Sender berichteten, ist von 25 bis 30 Leichen die Rede. Ersten Informationen zufolge könnte es sich um Kinderleichen handeln.

Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt, die Hintergründe seien völlig unklar. Der grausige Fund sei an einer Kreuzung zweier Landstraßen im Liberty-County gemacht worden.
Die Polizei untersuche den Fall. Auch die Bundespolizei FBI sei eingeschaltet, hieß es.

dpa pm xx z2 fi

080115 Jun 11

 

Mitten in der Nacht erfolgt dann eine Zusammenfassung, die praktisch einer Gegendarstellung des zuvor als Tatsache hingestellten Leichenfunds gleichkommt. Allerdings fehlt hier der Hinweis, dass die Agentur zuvor Abweichendes behauptet hatte. Auch eine Aufforderung, die zuvor verbreitete Eil-Meldung nicht mehr zu verwenden, unterbleibt:

 

bdt0036 3 vm 316 dpa 0049

USA/Kriminalität/
(Zusammenfassung 0230) Aufregung um Berichte über Massengrab in Texas =

Die Polizei in Texas widerspricht Berichten über ein angebliches Massengrab. Bislang gibt es nur Hinweise auf ein mögliches Verbrechen. US-Sender hatten von bis zu 30 Kinderleichen berichtet, die im Osten des US-Bundesstaates entdeckt worden seien.

Washington (dpa) - Berichte über ein Massengrab mit Kinderleichen in Texas haben am Dienstag (Ortszeit) für Aufregung gesorgt. Mehrere US-Medien hatten zunächst berichtet, an der Kreuzung zweier Landstraßen im Osten des US-Bundesstaats sei das Grab mit bis zu 30 Toten entdeckt worden. Wenig später teilte ein Sprecher des zuständigen Sheriff-Büros im Bezirk Liberty mit, zunächst seien keine Leichen gefunden worden. «Wir haben lediglich Informationen über einen möglichen Tatort erhalten», sagte Rex Evans im US-Fernsehen. Man habe allerdings einen Durchsuchungsbefehl für das fragliche Grundstück beantragt.

«Sobald der Durchsuchungsbefehl genehmigt ist, setzen wird unsere Untersuchung fort», sagte Evans laut der Zeitung «Houston Chronicle». Den Informationen des Blattes zufolge seien die Beamte von einem Wahrsager zu dem Haus geführt worden.

Die Zeitung zitiert eine Polizeiquelle, nach der das Sheriff-Büro zuerst einen Anruf «über ein Massengrab oder so etwas, erhalten habe, mit mehreren Leichen». Beamte hätten daraufhin nachgesehen, aber nichts entdeckt. Der Anrufer habe die Polizei daraufhin zu einem anderen Haus geschickt. Dort hätten die Beamten dann «etwas Dunkles entdeckt, das hätte Blut sein können». Einem ersten Test zufolge habe es sich um menschliches Blut gehandelt.

Der Besitzer des Hauses sagte dem Lokalsender KHOU, das Blut auf der Veranda stamme von dem Selbstmordversuch des Freundes seiner Tochter. «Er war betrunken und hat sich die Plusader aufgeschnitten», sagte Joe Bankson. «Ich habe niemanden umgebracht», betonte er.

US-Medien hatten zuerst berichtete, die Leichen seien teilweise verstümmelt und an der Kreuzung zweier Landstraßen in der Nähe der kleinen Orte Hull und Hardin in Ost-Texas vergraben worden.

dpa fb/mcm xx z2 fi

080243 Jun 11

 

Um die Verwirrung bezüglich der Quellenlage zu vervollständigen, ist nun nur noch nebulös von "mehreren US-Medien" die Rede. Neben einem lokalen TV-Anbieter wird jetzt die Zeitung Houston Cronicle zitiert. Als Referenz für die eigene Berichterstattung tauchen dabei neben der Auslandsredaktion die Namen von zwei Redakteuren des US-Büros in Washington auf. Dabei baut die dpa bereits vor und schreibt kurz darauf distanziert von "Berichten über Massengrab", ohne die eigenen Meldungen zu thematisieren:

 

bdt0047 3 vm 161 dpa 0106

USA/Kriminalität/
Nach Berichten über Massengrab: Keine Leichen in Texas gefunden =

Washington (dpa) - Nach Berichten über ein angebliches Massengrab in Texas haben Ermittler bei einer Durchsuchung des fraglichen Gebäudes im Osten des US-Bundesstaates keine Leichen gefunden. Man habe das Haus in der Nähe der Ortschaft Hardin mit Leichenspürhunden abgesucht, teilte Craig McNair, Richter im Bezirk Liberty, nach Berichten der Zeitung «Houston Chronicle» am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Es seien keine Toten gefunden worden.

Zuvor hatten US-Medien unter Berufung auf die Polizei gemeldet, dass ein Massengrab mit bis zu 30 verstümmelten Leichen entdeckt worden sei. Später teilte das Sheriff-Büro mit, dass es lediglich Hinweise auf ein solches Verbrechen gebe. Ein Anrufer hatte sich mit entsprechenden Behauptungen bei der Polizei gemeldet.

dpa fi xxzz n1 fi

080353 Jun 11

 

Weil sich die dpa inzwischen aus den eigenen Falschmeldungen geradezu herausgeschlichen hat, kann das Thema nun nach dem Motto "Ende gut, alles gut" vermeintlich elegant beerdigt werden, wobei nochmals schaurige Nicht-Details ("Viele der Toten sollen verstümmelte Kinder sein") referiert werden:

 

bdt0052 3 vm 374 dpa 0117

USA/Kriminalität/
(Zusammenfassung 0445) Nach Berichten über Massengrab: Keine Leichen in Texas gefunden =

Die ersten Berichte klingen grausig: Von einem Massengrab im Osten von Texas ist die Rede, viele der Toten sollen verstümmelte Kinder sein. Der Tipp kommt von jemandem, der sich als Wahrsager ausgibt. Die Polizei schaut sofort nach - und findet zum Glück nichts.

Washington (dpa) - Aufregung um ein angebliches Massengrab in Texas: Nach dem Tipp eines Anrufers haben Polizisten ein Grundstück im Osten des US-Bundesstaates abgesucht, weil dort bis zu 30 Leichen verscharrt sein sollten - viele von ihnen verstümmelte Kinder. In Windeseile hatte sich die grausige Nachricht in den USA verbreitet. In ersten Berichten hieß es sogar, dass das tatsächlich Leichen entdeckt worden sei.

Nach wenigen Stunden gaben die Behörden am Dienstagabend (Ortszeit) jedoch Entwarnung: Selbst nach einer Suche mit Leichenspürhunden in der Nähe des fragliche Hauses nahe des Ortes Harding habe man nichts gefunden, teilte Craig McNair, Richter im Bezirk Liberty, nach Berichten der Zeitung «Houston Chronicle» mit.

Dem Lokalsender KPRC sagte McNair, jemand habe sich als Wahrsager ausgegeben und die Beamten zu dem Haus geschickt. «Wir haben einige Umstände angetroffen, die Fragen aufwarfen, deshalb haben wir einen Durchsuchungsbefehl beantragt», sagte Polizeisprecher Rex Evans.

Ein fauliger Geruch in dem Haus habe von bergeweise Abfall hergerührt, zitiert die Zeitung eine Behördenquelle. «Zu diesem Zeitpunkt gibt es nichts, was sich erhärten lässt», hieß es. «Es gibt nichts, was mit den Angaben des Wahrsagers übereinstimmt.»

An dem zunächst verdächtigen Haus hätten die Beamten «etwas Dunkles entdeckt, das hätte Blut sein können». Einem ersten Test zufolge habe es sich tatsächlich um menschliches Blut gehandelt.

Der Besitzer des Hauses sagte dem Lokalsender KHOU, das Blut auf der Veranda stamme von dem Selbstmordversuch des Freundes seiner Tochter. «Er war betrunken und hat sich die Plusader aufgeschnitten», sagte Joe Bankson. «Ich habe niemanden umgebracht», betonte er.

US-Medien hatten zuerst unter Berufung auf die Polizei berichtet, dass an der Kreuzung zweier Landstraßen in der Nähe der kleinen Orte Hull und Hardin ein Massengrab mit bis zu 30 verstümmelten Leichen entdeckt worden sei. Später teilte das Sheriff-Büro dann mit, dass es lediglich Hinweise auf ein solches Verbrechen gebe, denen man noch nachgehe.

dpa fb xx z2 fi

080448 Jun 11

 

Es ist Mittwochmorgen, 04.48 Uhr deutscher Zeit. Der Agentur-Alptraum "Einmal Massengrab und zurück" ist endgültig ausgeträumt, und am liebsten hätte die Redaktion damit wohl gleich jegliche Erinnerung an die eigenen nächtlichen Fehltritte ausgelöscht – doch die finden sich mittlerweile auf etlichen deutschen Nachrichtenwebsites sowie im Google-Cache.

Dass man mit diesem Thema auch weit seriöser hätte verfahren können, zeigt der oft kritisierte dpa-Rivale dapd, der bereits um 02.18 Uhr berichtete, welche Wendung die Geschichte nimmt und dabei auch auf eigene Recherche setzte:

USA/Verbrechen
Suche nach Leichen auf Grundstück in Texas
- Ermittlungen nach anonymem Hinweis
Liberty/USA (dapd). Die Polizei im US-Staat Texas ist am Dienstag einem Hinweis nachgegangen, wonach auf einem Grundstück mehrere Leichen vergraben sein sollen. Die Behörden beantragten einen Durchsuchungsbefehl für das ländliche Anwesen im Südosten des Staates, wie das Büro des Sheriffs von Liberty County mitteilte. Man habe am Dienstag einen anonymen Hinweis erhalten, dass sich auf dem Gelände 110 Kilometer nordöstlich von Houston Leichen befänden, sagte Sprecher Rex Evans der Nachrichtenagentur AP.

Bis zum Abend seien zunächst keine Leichen entdeckt worden, sagte Evans der Zeitung "Houston Chronicle". Die Ermittlungen sollten nach dem Eintreffen eines Durchsuchungsbefehls fortgesetzt werden. Auf Luftaufnahmen waren 15 Fahrzeuge zu sehen, die an einer Kreuzung zweier Landstraßeen in der Nähe eines Farmhauses in einem dichten Waldgebiet parkten. Die Bundespolizei FBI wurde um Unterstützung in dem Fall gebeten, wie FBI-Sprecherin Kim Barkhausen der AP in Houston sagte. Nähere Einzelheiten nannte sie nicht.

Bildhinweis: NY127 dapd/893/mh /6

xvm006 08.06.11 02:18

 

Die dpa hat in dieser Nacht statt auf eigene Recherche wohl lieber auf "US-Medien" vertraut und bewiesen, dass man die Fernbedienung des TV-Geräts einwandfrei beherrscht. Dennoch ist man bei der Agentur offenbar überzeugt, nach Lage der Dinge korrekt vorgegangen zu sein. Roland Freund, Mitglied der Chefredaktion, ordnet die Berichterstattung auf Anfrage von MEEDIA so ein: "Nachdem US-Medien wie CNN, CBS, MSNBC, FOX News, New York Times und etliche lokale Medien unter Berufung auf die Polizei, Polizeisprecher und eigene Quellen von dem Massengrab berichtet haben und mit ihren Hubschraubern über dem vermeintlichen Tatort kreisten, ist auch dpa in die Geschichte eingestiegen."

Und weiter: "Um die diffuse Quellenlage sichtbar zu machen, hat dpa in allen Leadsätzen die US-Medien als Quelle genannt. Gleiches gilt für zwei von drei Überschriften." Lediglich in der "Überschrift einer Zusammenfassung und in dem dazugehörigen Teaser wurden die Medien nicht als Quelle genannt", räumt er ein, die entsprechende Passage sei "eine Mixtur aus eben diesem Teaser und dem folgenden Text der Zusammenfassung". Gleichwohl habe man stets "im Leadsatz der Meldungen die Medien als Quelle genannt". Was Freund dabei verschweigt, ist die wenig seriös klingende Überschrift: "Dutzende Kinderleichen in Massengrab in Texas gefunden".

Auf die MEEDIA-Frage, wie man bei der Agentur die Vorgänge bewerte, antworten Freund und dpa-Nachrichtenchef Thomas Pfaffe: "Wenn über einen Vorfall im Ausland international renommierte Medien wie CNN, FOX News, CBS, New York Times übereinstimmend von einem solchen Vorgang berichten und Polizeisprecher als Quelle benennen und dpa von der Polizei keine Stellungnahme bekommt, ist ein Einsteigen in die Geschichte unter Hinweis auf die Quellenlage im Leadsatz wie geschehen angemessen. Dass bei der ersten Zusammenfassung die Quellen zwar im ersten Satz, nicht aber in Überschrift/Teaser stehen, entsprach nicht unseren Standards."

Eine interne Diskussion werde es dennoch geben, so Freund und Pfaffe: "Wir arbeiten den Fall gewissenhaft und gründlich gemeinsam mit den beteiligten verantwortlichen Redakteuren auf. Grundlage dafür sind unsere Standards."

ga

08.06.2011
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  • 15.09.2009 Bluewater-Fiasko: dpa verschärft Regeln

Letzte Kommentare

Anzeige: 1 - 5 von 6 1 2 weitere Einträge >

11.06.11 07:36

itu wikinews Web-Site

Hierzu passt folgendes sehr gut, obwohl hier kein Hahn danach kräht: die dpa schrieb über eine Rakete die von dänischen Enthusiasten spektakulär getestet wurde dass selbige 70kg Gewicht gehabt hätte... was natürlich grober Unfug ist.
~100fach ist das wohl abgeschrieben worden. Man muss hier wirklich sagen gehirnlos.

Übersicht wer es richtig hatte und wer nicht:
http://de.wikinews.org/w/index.php?curid=68623#Pressecheck

09.06.11 00:28

Tom G.

Ich sehe den Artikel ähnlich wie Roland Freund: Hier wird versucht, einen "Skandal" herbeizuschreiben. Es scheint mir nicht so, als ob sich dpa viel vorzuwerfen hätte

08.06.11 23:52

Harald Posny

Auch wenn die Quellen dieser Geschichte andere waren: dpa hat die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, gerade in solchen Fällen, selbst zu recherchieren. Die Agentur ist nicht mehr das, was sie vor Jahren noch war. Wahrscheinlich wird sie zu sehr von unsäglicher Konkurrenz getrieben, arbeitet nur mit Praktikanten (nicht im Ausland)und zahlt hier nur Mini-Honorare. Schade...um die einstige NCHRICHTENBASTION DPA!

08.06.11 19:23

Version Control System

news.google.com (sonst meist .DE ) ist für so etwas immer hilfreich.
Suche nach "Rex Evans Liberty" liefert die gesuchten Stories auch bei US-medien. 1153 news articles laut Google-News.
Ergänzung um "bodies" dürfte präziser selektieren.

Trotzdem ist es nicht schön, das bei News-Meldungen die Updates und alten (fehlerhaften bzw. misverständlichen) Aussagen nicht glasklar - wie an der Uni gelernt - entsprechend markiert werden.

Das trennt Ehre von Plagiator. Es gibt Leute, die einfach nicht zugeben können, das der Text von woanders kommt. Ebenso können manche Leute wohl einfach nicht zugeben, das (und was !) sie etwas geändert haben. Jedes VCS (wie CVS, git, ...) und Wiki dank automatischer Change-Logs ist besser.

08.06.11 17:46

Roland Freund

Diese Darstellung ist nicht nur unfair, sondern auch falsch. Die Geschichte begann keineswegs mit einer dpa-Meldung, wie von Meedia behauptet, sondern mit einer umfassenden Berichterstattung in zahlreichen führenden US-Medien (CNN, CBS, MSNBC, FOX News, New York Times) und etliche lokalen US-Medien. Deshalb ist auch der Vergleich mit der "Bluewater-Affäre" überhaupt nicht zu verstehen. In Deutschland wurde die Geschichte bereits kurz nach Mitternacht ebenfalls nicht allein von dpa aufgegriffen, wie der Beitrag suggeriert. Daher ist auch völlig unverständlich, warum sich Meedia eine umfassende Recherche erspart und sich zu dem Thema einzig die dpa-Berichterstattung herauspickt.

Keine Frage: Wie alle beteiligten Medien muss auch die dpa einen solchen Fall konsequent aufarbeiten und zu möglichen Fehlern stehen. So hätten wir noch klarer darauf hinweisen müssen, dass sich die ursprünglichen Angaben der US-Medien und der dort zitierten Polizei als falsch herausgestellt haben.

Abschließend möchte ich Sie bitten meinen Namen durchgängig korrekt "Roland Freund" statt "Roland Ernst" zu schreiben und diesen Fehler nach unserem entsprechendem Hinweis nicht nur an einer Stelle zu korrigieren.

Roland Freund, Mitglied der dpa-Chefredaktion

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