Das nächste Land-Magazin ist im Anmarsch: Am Freitag erscheint aus dem Verlags- und Medienhaus Fooxx aus Bad Honnef das Magazin Landspiegel. Anders als die Erfolgsnummer Landlust setzt der Newcomer auf das Thema Nachhaltigkeit. "Wir wollten etwas Ehrliches schaffen, an das wir glauben können und mehr zu bieten hat, als gut gemachte Unterhaltung", sagt Herausgeber Horst Heiko Weising gegenüber MEEDIA. Das Heft richtet sich an sogenannte LOHAS, und macht dabei eine erfrischend gute Figur.
LOHAS steht für Lifestyle of Health and Sustainability, ein Konzept, das für eine gesunde und nachhaltige Lebensweise steht. In vier Rubriken (Ländlich Wohnen; Natürlich Leben; Selbermachen; Gesund Geniessen) und einem Dossier wird der Leser an das Thema herangeführt. Dabei gehört die Präsentation von ökologischen Möbeln, ein Bericht über Wölfe und eine Bastelanleitung für Dekobuchstaben genauso dazu wie eine Reportage über einen philosophischen Handwerker - allesamt mit qualitativ hochwertigen Fotos.
"Während die Landlust in ihrem Namen einen positiven emotionalen Appell trägt, haben wir einen neutraleren Titel gewählt", erklärt Weising. "Dies passt auch zu unserem Magazin-Konzept. Denn wir wollen nicht nur die heile Welt zeigen, sondern auch gesellschaftspolitisch die Dinge beleuchten." Darauf zielt vor allem das Dossier zum Thema Karma-Konsum ab, in dem Autorin Cornelia Tomerius aufzeigt, bei welchen Produkten "es sich lohnt, schon heute umzudenken" und wie die Werbewelt suggeriert, dass billig das ausschlaggebende Attribut bei der Wahl zu sein scheint.
Auf den 140 Seiten finden sich insgesamt elf Anzeigen, die nach Angaben des Herausgebers gezielt für das Konzept ausgesucht wurden. Angesichts der geringen Anzahl ist dies für Weising dennoch ein Erfolg, denn das Heft finanziert sich schon jetzt zu fast 100 Prozent allein dadurch.
Das Magazin kommt am morgigen Freitag in den Handel, den ergänzenden Online-Auftritt gibt es schon seit Juni. Auf landspiegel.de finden sich die Themen des Printproduktes wieder, inklusive ergänzender Artikel, wie beispielsweise dem Service-Hinweis zu "So übersteht das Haus Sturm und Frost". Zudem reagiert hier die Redaktion auf aktuelle News, die angesichts der zweimonatlichen Erscheinungsweise des Heftes wohl eher schwer einzuhalten ist.
Dennoch: Landspiegel ist eine willkommene Abwechslung zu den bisherigen Land-Titeln. Das Heft wirkt sowohl inhaltlich als auch gestalterisch aufgeräumt und authentisch - auch wenn der Begriff der Nachhaltigkeit von den Machern recht breit verstanden wird, beispielsweise in dem Porträt über einen Schäfer.
Landspiegel erscheint zweimonatlich in einer Auflage von 200.000 Exemplaren. Der Copypreis liegt bei 3,90 Euro.
Letzte Kommentare
23.04.11 00:11
Gerhard Schroeder
Eintrag 29.10.10 20:05
Sicher sind sie äußerst hässlich und wurden in der Schule sogar von den Mädchen verprügelt!
29.10.10 20:05
Quare verbis parcam? Gratuita sunt
Lieber Hans Dampf oder doch lieber “Jack of all trades – and master of none ”?!
Bei einem Plagiat (plagium) handelt es sich um eine unerlaubte Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke. Ich kann weder dem Heftkonzept, noch den Inhalten eine solche feststellen.
Da dürften die weiteren Landtitel, die zum überwiegenden Teil 100%tige zusammengestümperte und offensichtliche Kopien der LandLust sind, viel eher Plagiate sein.
Errare humanum est, in errore perseverare stultum. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie halbherzig die selbsternannten "Kritiker", in Wirklichkeit doch ganz offenbar der Mitbewerb, auf Quantität der Werbekunden abzielt. Wie vermag man sonst zu dem Urteil kommen, mit 11 Anzeigen ein Magazin nicht refanzieren zu können? Vermutlich kennen die Vor-poster én Detail den Werbeumsatz sowie die Kostenstruktur anders kann ich mir solche mehr als unsubstantiierten Aussagen nicht erklären. Vielleicht geht auch der Landspiegel hier mit gutem Beispiel voran, seinen Lesern kein buntes Werbeblättchen mit zielgruppenferner Werbung zu präsentieren. Im übrigen habe ich als aufmerksamer Leser, bevor ich mich an dieser Stelle zu Wort melde, umfangreich informiert und stelle fest: Ich habe 13 Werbeanzeigen gezählt. Erst lesen/recherchieren, dann kritisieren oder aber man hat ein gesteigertes Interesse, sich öffentlich ad absurdum zu führen. Argumenta non sunt numeranda, sed ponderanda.
Pecunia Plagiatus
Der Nickname sollte doch wohl eher "Pecunia non olet" lauten. Mich würde interessieren wie viel Pecunia Verlegern für solche, wenn auch flachen, Schreibdienste zahlen? Im übrigen gillt der Grundsatz "Affirmanti incumbit probitas. Man sollten lieber nach dem Motto leben, honeste vivere, neminem laedere, suum cuique tribuere.
Bleiben Sie wachsam!
29.10.10 11:11
Lotte Lustig
Interessanter Artikel, wirklich. Lerne noch was dazu. Daß man ein altmodisches Layout (wie es im Heft leider oft zu finden ist)auch als aufgeräumt bezeichnen kann - interessant. Und kommen manche Themen wie Kürbis nicht zu spät??
29.10.10 09:59
Hans Dampf
ui, schon wieder ein Plagiat zu Landlust.
Und mit den 11 Anzeigen schon alles finanziert ? Toll, ich schätze nach 3 Ausgaben ist fini -
29.10.10 08:19
Pecunia Plagiatus
Interessant!
Wenn da noch eine "schaffende" Hand im Verlag benötigt wird, stelle ich mich gern zur Verfügung.
Ich wohne auf dem Land und habe schon früher in der Schule und auch während des Studiums erfolgreich bis zur Promotion abgeschrieben.
Bin auch gaaaanz preiswert zu haben... ;o)