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Was Sie schon immer über den SM-Bestseller wissen wollten

50 Fakten zu "Fifty Shades of Grey"

Seit Monaten ist die Popularität von "Fifty Shades of Grey" ungebrochen. Der Erstlingsroman von E. L. James dominiert seit Wochen auch in Deutschland die Beststellerlisten. Mit Spannung werden die deutsche Übersetzungen von Teil zwei und drei erwartet, die ebenfalls unter den Top 10 rangieren. In Hollywood kämpfen derzeit Filmstudios, Schauspieler, Produzenten und Drehbuchautoren um den Stoff. MEEDIA hat 50 Fakten zu "Fifty Shades of Grey" gesammelt - von A wie Amazon-Rekord bis Z wie Zensur.

Fakt 1: E. L. James ist das Pseudonym der schottischen Autorin Erika Leonard. 

Fakt 2: Leonard arbeitete lange Zeit als Fernsehautorin bis “Shades of Grey” erstmals als E-Book erschien.

Fakt 3: Mittlerweile ist die Autorin, zumindest unter ihrem Pseudonym, weltbekannt. Das Time Magazine wählte sie 2012 zu den einflussreichsten Menschen der Welt.

Fakt 4: “50 Shades of Grey” war nicht von Beginn an ein Hit. 2011 veröffentlichte der australische Independent-Verlag The Writer´s Coffee Shop.

Fakt 5: E. L. James veröffentlichte die SM-Geschichten bereits seit 2009. Damals unter dem Titel “The Master of the Universe” als erotische Fan-Fiction in “Twilight”-Fanforen. Die Protagonisten trugen dieselben Namen wie in der Filmreihe. Der Inhalt wurde den anderen Nutzern schnell zu schlüprig.

Fakt 6: E. L. James nannte sich in den Fanforen "Snowqueens Icedragon".

Fakt 7: Nachdem die Kritik an den Fesselspielchen zu groß wurde, zog James mit ihren Geschichten um. Fortan fanden die SM-Stories auf FiftyShades.com ihren Platz.

Fakt 8: Am 3. April 2012 brachte der Knopf Verlag Fifty Shades of Grey in den USA auf den Markt. Zwei Wochen später erschienen die beiden Folgebände. Die Nachfrage war so enorm, dass der Verlag wöchentlich rund 950.000 Exemplare nachdrucken lassen musste.

Fakt 9: Nur kurze Zeit später, bis Ende Mai 2012, hatte man über zehn Millionen Bücher in den Staaten verkauft. Anfang Juli waren es bereits über 20 Millionen. Weltweit hatte man zu diesem Zeitpunkt bereits 31 Millionen Exemplare verkauft.

Fakt 10: Die drei Bände wurden in 37 Sprachen übersetzt.

Fakt 11: Die Nachfolge-Romane “Fifty Shades Darker” und “Fifty Shades Freed” sind, wie auch der erste Teil “Fifty Shades of Grey”, Zweitverwertungen der “Master of the Universe”-Stories.

Fakt 12: In den USA hat der Roman, zumindest in der Literaturszene, ein Genre berühmt gemacht: Mommy Porn.   

Fakt 13: “50 Shades of Grey” ist ein E-Book-Hit. Das Buch kam zuerst auch in digitaler Form auf den Markt. Psyschologen sehen den Erfolg darin begründet, dass man auf digitalen Endgeräten besser geheimhalten könne, was man denn nun gerade liest.

Fakt 14: Am 1. August 2012 erklärte Amazon.co.uk, dass man bis dato mehr Exemplare von “50 Shades of Grey” verkauft hätte als von der Harry-Potter-Reihe insgesamt. Damit ist E. L. James die erfolgreichste Autorin des Online-Buchhändlers.

Fakt 15: Die inhaltlichen Kritiken gehen weit auseinander. Während man in den USA einerseits die Bücher als “parasitäre Fanfiction” abtat, lobte etwa der Guardian die “süß erzählte” Geschichte.

Fakt 16: Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wird die Romanreihe verfilmt. Etliche Studios, darunter Warner Bros., Sony, Paramount, Universal Pictures und Paramount bieten mit.

Fakt 17: Die weibliche Hauptrolle ist hart umkämpft. Im Rennen ist unter anderem die 23-jährige Elizabeth Olsen. Und selbst Angelina Jolie meldete starkes Interesse an.

Fakt 18: In Deutschland ist derzeit nur der erste Teil in deutscher Sprache erhältlich. Dennoch rangieren die Folgeromane unter den Top 10. Wohl gemerkt: Es handelt sich um Vorbestellungen. Teil 2 erscheint im September, Teil 3 im Oktober.

Fakt 19: Offenbar belebt die Romanreihe das US-Erotikgeschäft. Gerade Onlinehändler melden Rekordumsätze bei Fesseln und Peitschen. Geplant sind offenbar sogar Nachthemden, wie sie die Protagonistin Anastasia Steele trägt.

Fakt 20: In England und den USA verdiente James in den ersten Monaten allein rund acht Millionen Euro mit den Büchern.

Fakt 21: In zwei Bibliotheken in Georgia und Wisconsin nahm man die erotische Literatur kurzerhand aus den Regalen. Eine Bücherei in Florida beugte sich dem Vorwurf der Zensur und nahm die Romane wieder ins Sortiment auf.

Fakt 22: Für die männliche Hauptrolle in der Verfilmung brachte sich Ian Somerhalder, bekannt aus der Serie “Vampire Diaries”, ins Gespräch. Als weiterer aussichtsreicher Kandidat wird Alexander Skarsgard, bekannt aus “True Blood”, gehandelt.

Fakt 23: Das Penthouse des Christian Grey, dem männlichen Protagonisten von “Fifty Shades of Grey”, gibt es offenbar wirklich. Es steht auf dem Dach einer Luxusbehausung in Seattle und wechselte vor wenigen Wochen für geschätzte sechs Millionen Dollar den Besitzer, wie die NY Daily News berichtete.

Fakt 24: Der zur katholischen Kirche gehörende Weltbild-Verlag heimste Kritik für bigottes Verhalten ein. Während man das Aufklärungsbuch “Make Love” aus dem Sortiment nahm, machte man gemeinsam mit den Partnern Hugendubel und buecher.de mit “Shades of Grey” weiterhin Kasse. 

Fakt 25: Alice Schwarzer gefällt der Roman offenbar. Zumindest sprach sich die 69-Jährige sich gegen den Vorwurf der Pornographie aus. Denn während Pornos Sex entpersonalisieren würden, stelle “Fifty Shades of Grey” die Frau als “denkendes Subjekt” dar, wie Schwarzer gegenüber der Nachrichtenagentur dapd bestätigte.

Fakt 26: In den USA macht derweil der Blog “Fifty Shades of Grey Advertising” die Runde. Kurios: Der Blogbetreiber hat nichts mit der Werbeagentur Grey zu tun und schreibt dort auch nicht über die Agentur. Vielmehr zieht er Parallelen zwischen dem Sadomaso-Roman und dem Agentur-Alltag.

Fakt 27: In den USA glaubt man an einen durch “Fifty Shades of Grey” verursachten Babyboom. Die Berichterstattung beruht auf Aussagen von Betreibern großer Elternforen.

Fakt 28: Andere Verlage springen auf den “Fifty Shades of Grey” auf. Das Buch "The Sex Habits of Americans: The Inside Story about What Everyone Else Is Doing Behind Closed Doors" von Amy Winter bezeichnete der Verlag Skyhorse Publishing in einer Pressemitteilung als “fifty shades of america”, einen Querschnitt durch die sexuellen Vorlieben der Amerikaner.

Fakt 29: Die US-Christen finden den Hype um den “Mommy Porn” gar nicht toll. Vor allem nicht etliche US-Autorinnen mit christlichem Hintergrund. Dannah Gresh etwa behauptet: “Wenn jemand anderes als mein Mann in mir Begierde erweckt, würde mir die göttliche Absicht dabei fehlen."

Fakt 30: “Fifty Shades of Grey” eignet sich offenbar bestens für die Bildung neuer Memes.

Fakt 31: So stellen sich Leserinnen Christian Grey vor.

Fakt 32: Designer machten sich einen Spaß aus dem Hype um “Fifty Shades of Grey” und schafften daraufhin das Meme “50 Shades of Gray”. Im Web ein Hit. Genauso wie das Pinterest-Board.

Fakt 33: Es gibt sogar ein Musical - allerdings nur auf YouTube:

Fakt 34: Die Produzenten des oscarprämierten “Social Network” Michael De Luca and Dana Brunetti wollen die Filme produzieren.

Fakt 35
: Laut Focus Online errötet die weibliche Protagonstin Anastasia Steele im ersten Band ganze 125 Mal, beißt sich 35 Mal auf die Lippen und bekommt nach 125 roten Köpfen 20 Orgasmen.

Fakt 36: Es gibt sogar ein “Fifty Shades of Grey”-Wiki.

Fakt 37: Offenbar nutzte E. L. James gezielt die große “Twilight”-Fanbase, um die Werbetrommel für die Romane zu rühren. Wie eine Amazon-Nutzerin, die die Karriere der Autorin offenbar schon während der “Master of the Universe”-Zeit verfolgte,  in einem Kommentar erklärte, setzte James schon damals gezielt auf Mundpropaganda. 

Fakt 38: Anastasia ist offenbar eine Social-Media-Verweigerin. Im ersten Band ist sie eine 21-Jährige im Jahr 2011 - ohne Facebook-Konto. Das ist doch reichlich ungewöhnlich, oder nicht?

Fakt 39
: Die Buchreihe hat nichts zu tun mit den Kurzgeschichten “Shades of Grey” von Barrington Watson, einem jamaikanischen Maler und Schriftsteller.

Fakt 40: Erst recht hat die SM-Romanreihe nichts mit dem US-Platz-1-Album “14 Shades of Grey” der Post-Grunge-Band Staind zu tun.

Fakt 41: Passend zum verregneten Sommer platzierte die Buchhandlung Mayersche auf ihrer Facebook-Seite eine eigene Version von “fünfzig Grautönen”. 

Fakt 42: Sex-Netzwerke melden erhöhte Zugriffszahlen. iTaboo bekommt als BDSM-Portal täglich mindestens 150 neue Nutzer. Auch YouPorn berichtet, dass die Zugriffe auf Videos mit “Domination”, “sex sklave” oder “master” zugenommen hätten.

Fakt 43: Das Hotel „The Heathman“ in Portland ist Schauplatz einer Sexszene in “Fifty Shades of Grey”. Daraus will der Betreiber jetzt Kapital schlagen. Gäste können zwischen zwei Paketen wählen. Für 33 Euro gibt es laut Bild eine Flasche Wein und eine graue Krawatte, jeweils die im Buch genannten Marken. 

Fakt 44: Nicht das einzige Hotel, das auf die SM-Welle aufspringt. Das “Damson Dene” in England hat sogar seine Bibeln in den Nachtischschubladen durch Ausgaben von “Fifty Shades of Grey” ersetzt.

Fakt 45: Die US-Comedyshow “Saturday Night Live” hat den Hype um den Mommy Porn in einen satirischen Werbeclip umgemünzt.

Fakt 46: Bret Easton Ellis (“American Psycho”) erklärte öffentlich, das Drehbuch für die Adaption schreiben zu wollen.

Fakt 47: Wer nicht warten will, bis der Film in die Kinos kommt: Fans haben einen Kinotrailer gefaked - mit Alexis Bledel und Matt Bomer in den Hauptrollen.

Fakt 48: Es gibt einen Comic.

Fakt 49: Der deutsche Verlag Goldmann hat zur Buchreihe ein Blog gestartet.

Fakt 50: Die US-Kult-Moderatorin Ellen de Generes las für eine Sendung Szenen aus dem Buch vor, indem sie die pikanten Stellen paraphrasierte. Auf YouTube ist der Clip ein Hit.

Felix Disselhoff

02.08.2012
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