Für Werber, Versicherungsberufe, Politiker und Manager gilt: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Denn all diese Tätigkeiten haben ein mieses Image. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche „Bürgerbefragung Öffentlicher Dienst 2011“ des Deutschen Beamtenbundes (dbb). Für den dbb hat Forsa nach den beliebtesten Berufen gefragt. An 30. und letzter Stelle: Versicherungsvertreter - und das noch vor Werbern. Journalisten kommen auf Platz 19. Auf der Spitzenposition liegen die Feuerwehrmänner.
In dem Ranking gibt Forsa das Ansehen jeweils mit einer Prozentzahl an. So kommen die Feuerwehrmänner auf einen Wert von 94 Prozent (2010: 92 Prozent) und die Versicherungsvertreter auf elf Prozent (2010: 11 Prozent). Der Wert für die Mitarbeiter einer Werbeagentur ist im Vergleich zum Vorjahr stabil bei 14 Prozent.
Damit liegen die Werber noch knapp über den Telekommitarbeitern mit 17 Prozent. Die Journalisten konnten immerhin ihr Image verbessern. 2010 kamen sie auf 45 Prozent. In diesem Jahr liegt der Wert bei 46 Prozent.
Hier die komplette Liste:
1. Feuerwehrmann
2. Kranken-/Altenpfleger
3. Arzt
4. Polizist
5. Kitamitarbeiter
6. Pilot
7. Richter
8. Müllmann
9. Lehrer
10. Techniker
11. Lokführer
12. Dachdecker
13. Briefträger
14. Soldat
15. Lebensmittelkontrolleur
16. Unternehmer
17. Anwalt
18. Studienrat
19. Journalist
20. Steuerberater
21. EDV-Sachbearbeiter
22. Bankangestellter
23. Beamter
24. Steuerbeamter
25. Manager
26. Gewerkschaftsfunktionär
27. Politiker
28. Telekom-Mitarbeiter
29. Mitarbeiter einer Werbeagentur
Letzte Kommentare
22.10.11 12:04
Karl Kraus Fan
Weil es Wochenende ist, hier etwas im Hinblick
auf die Werber.
Eine wirklich professionell gemachte Liedparodie,
USA, 2009, in der Spass gemacht wird über das Dilemma der Werbebranche wie auch der alten, damit
verbundenen Medien.
Diese Liedparodie ist zudem faktisch korrekt wegen
der anhaltenden Medienkrise in den USA. Wer will,
kann sich anschließend derlei Marktdaten ansehen,
etwas googeln.
http://www.youtube.com/watch?v=6CqRcCHk_Pc
21.10.11 17:48
Gerrit Brinkhaus
"An letzter Stelle die Versicherungsvertreter - noch vor Werbern". Wie kann man an letzter Stelle und doch vor jemand anderem sein? Ein Hinweis auf die gebogene Struktur von Zeit und Raum? Ein Koan? Ein Paradoxon? Was will uns der Autor sagen?
21.10.11 17:13
Gernot Duda
Hatte eben zufällig meinen Versicherungspitt am Tel. und ihm angesichts der Liste geraten, aus Imagegründen einen Nebenjob als Altenpfleger auszuüben. Er täte dann Gutes und würde nebenbei durch den Wahrnehmungsmix merklich im Ranking steigen.
Am Überlegen bin ich noch wegen der Mehrfachnennung bei den Steuerleuten. Meint Rang 20 den normalen Buchhalterberater und Nr. 24 die Buchprüfer?
21.10.11 16:37
Jennifer Schäfer
Die Steuerberater teilen sich auf. Einige schaffen es auf Platz 20, andere nur auf Platz 24. Wie früher in der Schule, ein paar sind immer die Außenseiter...