Ab jetzt heißt es gespannt warten, ob am Freitag eine Bild erscheint: Die Boulevard-Zeitung bestätigt die Focus-Online-Story von Anfang der Woche, dass am Donnerstag, dem Weltfrauentag, die komplette Ausgabe ohne weibliche Hilfe produziert wird. Bei dem Experiment geht es laut der Bild-Stellvertretenden Chefredakteurin Marion Horn darum, zu schauen, wie sich die Bild verändert, „wenn von einem Tag auf den anderen die Kreativität und die Professionalität von Frauen fehlt.“
Für einen Tag haben alle Frauen in der Redaktion, im Ganzen mehr als 300, frei. Damit drehen die Berliner ihre Aktion zum Frauentag aus dem Jahr 2006 um. Denn damals übernahmen unter dem Motto „Heute ist Bild eine Frau“ nur die weiblichen Kolleginnen in der Zentralredaktion das Kommando.
„Die Idee zu dieser Aktion ist während einer intensiven Diskussion im Team entstanden“, erklärt Chefredakteur Diekmann. „Wir wollen die Redaktion mit diesem Experiment dafür sensibilisieren, dass Frauen und Männer gemeinsam kreativer und leistungsfähiger sind, folglich müssen sich die Männer an diesem Tag besonders anstrengen. Außerdem ist es für uns außerordentlich wichtig, dass Journalisten ständig ihre Sinne schärfen, scheinbar Normales hinterfragen und ungewöhnliche Perspektiven einnehmen. Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, die Redaktion mit ungewöhnlichen Maßnahmen dabei zu unterstützen.“
Letzte Kommentare
08.03.12 21:54
Aribert Deckers Web-Site
Daß Kai Diekmann und seine Redaktion Themen verschlafen, ist nichts Neues. Vielleicht sollte die Redaktion sich nicht hinter einem Anrufbeantworter verstecken.
Leben ist lebendig. Leben ist Telefonieren.
"Ein Harfenstudium für Kai Diekmann?"
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6737
08.03.12 14:20
Simone Lindow Web-Site
Wann wird begriffemn, dass (wenn hier auch naiv-gutgemeinte) Polarisierung nicht wirklich zielführend ist? An diesem Tag fehlt der Bild schlicht Personal, völlig gleich ob es Frauen oder Männer sind. Was wird anders sein? Das Ergebnis wird ein Blatt sein, das unter etwas mehr Zeitdruck und mit fehlender Belegschaft erstellt wurde. Merh nicht. Respekt und Gleichberechtigung wird durch konsequente Gleichbehandlung geschaffen, das gilt für beide Seiten. Wohlmeinendes Loben oder allgemein das blinde Hervorheben eines willkürlichen Anteils der Belegschaft, pauschal "Die Frauen", ist dabei leider kontraproduktiv.