Was wir insgeheim geahnt haben, aber nie wahrhaben wollten: Einbrecher nutzen Facebook, Twitter und Co., um gezielt in fremde Wohnung einzudringen. Zu dieser Erkenntnis kommt eine nicht ganz repräsentative Umfrage unter 50 Ex-Einbrechern, die die Finanz-Webseite Credit Sesame in Auftrag gegeben hat. Damit nicht genug: Einige der Befragten erklärten, damals regelmäßig Google StreetView genutzt zu haben, um die Nachbarschaft auszuspähen.
Aus dieser ungewöhnlichen Umfrage ist eine gelungene Infografik entstanden, die verdeutlicht, inwiefern falsche Privatsphähreneinstellungen bei Facebook und Co. zum ungewollten Verlust von Eigentum führen können.
Die Infografik bringt einige interessante Informationen zu Tage. So teilten laut einer US-Studie 15 Prozent der Amerikaner in Social Networks mit, dass sie ihre Wohnung verlassen haben. 35 Prozent twittern demnach über ihren Standort.
Die Macher der Infografik wollen aber nicht nur Angst verbreiten und geben fünf praktische Tipps für mehr “Social Security” in den eigenen vier Wänden. Ein Tipp, den wir uns gleich einmal zu Herzen nehmen: “Vermeiden Sie Fotos von teuren Gegenständen.”
Letzte Kommentare
12.12.11 16:16
Daniel Gröne
Natürlich sind die Gefahren, die von einem unzureichend geschützten Umgang mit privaten Daten - vorallem in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter - nicht zu unterschätzen, jedoch stützt sich dieser Artikel auf eine Fehlinterpretation dieser englischen Studie.
So gaben jene 80% der befragten 50 Ex-Einbrecher nicht an, regelmäßig soziale Netzwerke genutzt zu haben, um potentielle Ziele auszumachen, sondern - und das ist meiner Meinung nach eine gänzlich andere Aussage - dass sie sich vorstellen könnten, das Einbrecher diese Technik heute nutzen.(Nachzulesen auf: http://www.creditsesame.com/blog/social-media-safety-dont-make-it-easy-for-burglars/ )
Aber auch diese Umfrage sollte man mit Vorsicht genießen, da sie von einem Hersteller für Alarmanlagen in Auftrag gegeben wurde!
Man sollte sich also klar werden, dass publizierte Meinungen nicht immer der Wahrheit entsprechen müssen und auch vertrauenswürdige Seiten nicht jeden Sachverhalt richtig erfassen können. Also Vorsicht bei der Meinungsbildung!