Soziale Netzwerke wie Facebook können Nutzern schwere psychische Schäden zufügen - bis hin zu Phobien und Suizidgedanken. Das zumindest behauptet die Berliner Psychotherapeutin Franziska Kühne gegenüber dem Magazin Focus. Aufgrund der virtuellen Aktivitäten litten reale Beziehungen, so die Expertin.
"Online-Netzwerke lassen Welten zusammenbrechen und schaffen viele Dramen", zitiert der Focus die Psychologin. Facebook und andere Netzwerke machten zwischenmenschliche Beziehungen unverbindlicher. Online-Konversationen seien lediglich "Formen der passiven Kommunikation, bei der all das verloren geht, was wir brauchen, um Nähe aufzubauen und dauerhaft zu stabilisieren." Folge: Die Menschen fühlten sich "zunehmend einsamer, was in Unzufriedenheit, Frustration oder dysfunktionalem Verhalten mündet". Sie zögen sich "stärker zurück und entwickeln auch soziale Phobien".
Die Therapeutin weiter: "Das Internet konsumiert die Menschen, sie werden darin verschlungen und versinken einfach." Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO werde in Industrieländern 2030 Depression die meist festgestellte Krankheit sein. Kühne glaubt, dass diese Entwicklung "durch das Internet stark begünstigt wird".
Letzte Kommentare
30.07.12 15:56
maria ma
Carsten Kemper hat total recht. Das sollte eine Studie belegen. Ich glaube, diese Ansicht ist hauptsächlich der digitalen Unerfahrenheit dieser Therapeutin geschuldet. In meinem persönlichen Freundeskreis jedenfalls haben sich viele Leute über Social Media Kanäle auch im realen Leben befreundet.
29.07.12 17:02
Reinhold Zanoth
Interessant,
Dieser Carsten Kemper hat nicht verstanden dass es nur "Meinungen" zu etwas gibt. Wissen und Erkenntnis ist etwas ganz anderes. Das hat Kant in seinen Kritiken schon herausgestellt.
Insofern ist es also sehr korrekt wenn sich Franziska Kühne, die Psychtherapeutin mit ihrer Meinung äußert. Dieser Herr Karsten hingegen glaubt etwas mehr als eine Meinung zu einem Thema zu haben. Armer Kerl
29.07.12 13:54
Carsten Kemper
Diese "Expertin" meint etwas. Das ist toll. Sie hat dafür anscheinen keinen einzigen ernsthaften wissenschaftlichen Beleg, sonst müsste sie das nicht "meinen", sondern könnte eine Studie zeigen, die das belegt.
Die MEINUNG von irgendwelchen Leuten, die sich selber Experten nennen, sind wirklich keine Artikel wert.
Falls es irgendetwas Wissenschaftliches gibt, das über eine persönliche Meinung hinausgeht, könnte man dem einen Artikel widmen.
Hier (http://www.freakonomics.com/2012/07/25/the-secret-consensus-among-economists/) die Antwort auf "Wirtschaftsexperten" die mit einer unbelegten publikumswirksamen Äusserung immer wieder die Schlagzeilen bekommen. Genau wie die obige Expertin ohne jeglichen Grund.