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Kritik an Entscheidung des OLG Düsseldorf

Web-TV-Pläne: YouTube erzürnt Privatsender

YouTube goes TV: Seit einigen Wochen baut die Google-Tochter das Angebot an Filmen und Dokumentationen in deutscher Synchronfassung aus. Nicht zur Freude von RTL und ProSiebenSat.1. Den Sendern war erst vor wenigen Tagen erneut eine Absage durch das Gericht erteilt worden, eine gemeinsame Videoplattform zu gründen. Im Spiegel werten die Sendergruppen die Entwicklung als "absurd". Durch "aggressives Vorgehen" fülle das Videoportal eine Lücke, die durch das Verbot eines gemeinsamen Videoportals entstünde.

Der Ausbau des deutschen YouTube zur Online-Videothek wertet Conrad Albert, Vorstand bei ProSiebenSat.1, als aggressives Vorgehen. Das Unternehmen bewege sich dabei außerhalb des Regulierungsrahmens, erklärt er gegenüber dem Spiegel. Seit einigen Wochen stehen bei YouTube Filmklassiker und Dokumentation kostenlos zum Abruf bereit. Das Angebot soll weiter ausgebaut werden.

"Es ist absurd. Alle rufen laut nach nutzerfreundlichen Angeboten – uns wird genau dies zum Vorteil von Google untersagt, das die Lücke natürlich zu füllen weiß", ärgert sich Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei RTL, im Spiegel. Google Vorstoß torpediert die Pläne von RTL und ProSiebenSat.1 eine eigene gemeinsame Plattform für On-Demand-Inhalte aufzubauen.

Erst vor wenigen Tagen bestätigte das Oberlandesgericht Düsseldorf die Entscheidung des Kartellamtes vom März 2011, dass die Sendergruppen keine gemeinsame Online-Video-Plattform betreiben dürfen. Die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für den Betrieb einer Plattform bleibt untersagt. Die Sendergruppen planten eine Plattform für den On-Demand-Abruf von TV-Inhalten. Die Plattform sollte auch anderen Sendern offenstehen. Die Unternehmen können gegen die Nichtzulassung nun Beschwerde beim Bundesgerichtshof einlegen.

Laut dem Spiegel ist man bei YouTube derzeit auf der Suche nach Produktionsfirmen, die exklusive Inhalte beisteuern können. An den Ausschreibung habe sich unter anderem Endemol beteiligt.

 

red

12.08.2012
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  • 28.12.2012 55 Millionen Bußgeld gegen RTL und P7S1

Letzte Kommentare

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12.08.12 13:33

Nicht wirklich kompliziert

Kostenlose Dokus auf Englisch und Klassiker die gemeinfrei wurden sind also der zu RTL/Pro7 konkurrierende Content ? Darauf sollte man ruhig mal hinweisen.

Auch die Prozente der Reichweite bei der Zielgruppe und Gesamt-Zuschauern von Pro7 und RTL bzw. ÖR-Sendern wäre mal interessant.

Wenn die TV-Sender-Gruppen jeweils eigene Server betreiben und die App eines Drittherstellers in österreich oder sonstwo diese TV-Sender-Server abfragen und gemeinsam darstellen würde, ginge das vielleicht auch. Am Stromnetz kann ja auch jeder teilnehmen der die Normen erfüllt.
Das man mit seiner GEZ-Kundennummer auch im Ausland sein bezahltes GEZ-TV gucken kann, ist manchen vielleicht aber auch zu schwer.
Technisch wären Alternativen zum untersagten Zentralserver von RTL und Pro7 also durchaus ohne viel Aufwand realisierbar und besser als Gemeinschaftprojekte wo dann jeder dem anderen die Schuld gibt wenn etwas nicht läuft. Durch einheitliche Standards können die anderen Sender dann auch teilnehmen und dem Zuschauer erscheint es wie ein gemeinsames Angebot. Knorr und Maggi und Teekanne und Chips-Produzenten haben im Supermarkt ja auch jeweils eigene Regale die möglicherweise von Mitarbeitern der jeweiligen Firmen befüllt werden und dem Kunden erscheint es als ein gemeinsamer Supermarkt. Technisch ist das simpel. Mit Chrome kann man bei Bing suchen und mit Internet-Explorer bei Google. Interoperabilität hat man bei Videotext, DVB, TV-Sende-Normen usw. ja auch und RTL-Kanäle sind ohne Zentralserver mit demselben TV im Wohnzimmer empfangbar wie Pro7-Kanäle oder ÖR-Kanäle.
Pöstchen-Organisationen wie in Diktaturen und dortigen Medien-Strukturen sind für Pro7 und RTL also gar nicht nötig.
Da kein Leistungs-Schutz-Recht für Fernsehen geplant ist, sollten die Sender also schlau sein und sich Lösungen ausdenken. Schwieriger als die 2-Klick-Lösung für Facebook-Likes bei Heise ist das nicht wirklich und Konkurrenz würde das Geschäft beleben und die deutsche Lösung vielleicht alle Sender weltweit zusammenführen (ähnlich wie HTML) damit man überall am Ipad sein Heimat-TV kriegen kann statt bei DrDish u.ä. fragen zu müssen wie man per Satellit Kanäle aus dem Heimatland kriegt. Dann fahren die Migrantenkinder vielleicht lieber ins Heimatland der Eltern oder besuchen Opa auf Mallorca oder Spanien o.ä. wenn man dort unterbrechungsfrei Berlin Tag+Nacht, Telenovelas, GZSZ usw. schauen kann und vielleicht dafür bezahlt.

"Youtube Original Channel" wurde schon im Januar gemeldet. Das aktuelle Projekt kann natürlich anders heissen oder andere Zielgruppen der Produktionskette adressieren.

Man kann Supermärkten ja auch nicht verbieten, Pepsi und Coca Cola gleichzeitig anzubieten weil das marktbeherrschend wäre. Allerdings gibt es Konkurrenz zwischen Supermärkten. D.h. die Inhalte müssten auch per Netflix, Hulu usw. lizensierbar sein und der User müsste sich die ihm genehmste Plattform aussuchen und z.b. auf Mallorca Netflix buchen und für ein paar Cent die deutschen Tonspuren bei RTL dazubuchen können. Oder wenn es im deutschen TV läuft, wird es eine Weile (10 Tage davor und danach) bei den anderen Plattformen gesperrt und ist erst danach wieder in Deutschland erhältlich damit es sich noch rentiert, TV zu senden. Wenn jeder mit seinem LTE-Kamera-Handy die Fußballspiele ins Internet übertragen dürfte, würde Sky auch viel weniger an die Bundesliga bezahlen und die teureren Spieler würden im Ausland arbeiten. Regional-Exklusive Serien-/Kinofilm-Lizenzen hätte Rot-Grün 1999 schon durch Lizensierungs-Systeme für alle Anbieter (TV-Sender, Videoplattformen,...) im Herstellerland ersetzen sollen. Dann gäbe es Netflix auch hier und nicht nur in England (und USA) für ich glaube 6-7 Pfund pro Monat.
Wenn Youtube die bisherigen Exklusiv-Systeme ausdünnt und (wie auch Stadtbibliotheken für Bücher und Zeitungen und Zeitschriften) kostenlose Angebote macht, hätten die sich ja an die neuen technischen Marktgegebenheiten anpassen können wie es in der Evolution bei Tieren ganz normal ist und schon bei Erfindung des Buchdrucker, der See-Container, der Eisenbahn, der Autos, des Telefons, des Radios, des TVs, des Internets der Fall war.

Im Prinzip müssten dort auch alle ÖR-Sendungen soweit möglich (Reuters-Bildmaterial, Kinofilme,... also eher nicht aber vieles von Degeto eher schon) kostenfrei nach einer Woche werbefinanziert dauerhaft verfügbar sein und die Gelder an RTL+Pro7 ausgeschüttet werden. Dann könnten die nicht behaupten, ihnen würde Geld weggenommen und der ÖR-Content wäre nicht weg und ARD+ZDF sparen Technik-Kosten. Gleiches natürlich für die Texte von ARD+ZDF die dann an die Verlage ausgeschüttet und von denen vermarktet und kostenlos mit leichter Werbung versehen verbreitet werden.
Wenn Youtube einfach schlauer ist, waren die Boni-Manager nicht schlau genug. Bücher freikaufen und danach kostenlos verbreiten machen Italiener schon. Dasselbe geht mit insolventen TV-Produktionsfirmen auch.
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