Für den Lead-Award-Macher Markus Peichl beginnt jetzt seine wohl schwerste Mission: die Rettung von „Gottschalk live“. Zum Start seiner neuen Aufgabe als Redaktionsleiter der Vorabend-Sendung hat der ehemalige Tempo-Chefredakteur erst einmal mit dem Hamburger Abendblatt und Spiegel Online gesprochen. Sein Konzept basiert vor allem darauf, dass er dem verunsicherten Moderatoren und seinem Publikum mehr Sicher- und Verlässlichkeit verordnet. Die Quoten sollen dann aber nach der Sommerpause steigen.
Als Hauptproblem für die schlechten Quoten hat der ehemalige Redaktionsleiter von"„Beckmann" den Umstand ausgemacht, dass es kein klares Konzept gebe. "Mal führt er (Gottschalk) Gespräche, mal kommentiert er das Tagesgeschehen", sagt Peichl Spiegel Online. "Mal gibt es Einspielfilme, mal keine. Mal kommen Superpromis ins Studio, mal Unbekannte. Der Zuschauer muss wissen, was ihn erwartet."
Zudem will der neue Redaktionsleiter dafür sorgen, dass sich Gottschalk schon bald wohler in seinem Studio fühlt. Peichl scheint im Team der ARD-Show eine große Unsicherheit ausgemacht zu haben. "Ich lasse gerade eine DVD zusammenstellen mit gelungenen Momenten der vergangenen Wochen. Damit die Redaktion sieht, dass nicht alles schlecht war."
Ernsthafte Sorgen um den Showmaster macht sich der ehemalige "Beckmann"-Berater nicht. Denn für Peichl ist Gottschalk wie ein Auto, das 400 PS unter der Motorhaube habe, aber nur 30 PS auf die Straße bringe: "Meine Aufgabe ist es, Fehlzündungen zu beseitigen, damit der Motor wieder läuft", zitiert ihn das Hamburger Abendblatt.
Bis zum Ende der ersten Staffel soll es „signifikante Änderungen“ geben. Denn bis zur Sommerpause soll das Konzept sitzen. „Ab Herbst wird sich das auf die Quoten auswirken“.
Letzte Kommentare
26.02.12 21:48
Tobias Mandelartz Web-Site
Gottschalk hat Peichl, den Zeitgeist-Macher der 80er angeheuert, um seinen sinkenden Dampfer im Quoten-Orkan des ARD-Vorabends auf Kurs zu bringen. Erste Maßnahme: Eine "Motivations-CD" mit Highlights der vergangenen Sendungen für die gebeutelte Redaktion. Länge? Etwa 15 Sekunden?
Aber weshalb heisst "Gottschalk Live" eigentlich "GOTTSCHALK Live"? Wir haben die gnadenlose Video-Analyse:
http://absolutobsolet.blogspot.com/2012/02/gottschalk-bekommt-mehr-zeitgeist.html
26.02.12 20:50
Michi C
ein wenig peinlich ist das schon. Da wird der große Mr. Late-Night plötzlich zu Mister Amateur-Moderator. Wie einem Praktikanten wird ihm nach der erfolgreichem Blamage nun ein "Kenner" zur Verfügung gestellt...Aber der agiert nicht leise und bescheiden im Hintergrund, sondern avanciert selbst zum Star der Medien. Nun hat er erstmal mit Spiegel und Abendblatt gesprochen, *lach*
Ich fürchte am Ende der Geschichte wird Gottschalk weg sein - und Herr Peichel erlebt einen Karriereschub...
26.02.12 02:14
Helmut Ullrich
#Christian Kler
30 PS oder 40 PS... Herr Lehrer, ich weiß was!!
Auf solche Klugscheißer-Kommentare hat die Netzgemeinde echt gewartet.
26.02.12 01:36
frank klein
Sein Konzept basiert vor allem darauf, dass er dem verunsicherten Moderatoren und seinem Publikum mehr Sicher- und Verlässlichkeit verordnet.
Na dann soll er mal verordnen. Gottschalk wirkt nicht verunsichert, sondern wie wenn er unter Alzheimer oder Demenz leidet. Rente ist angesagt. Und ich als Publikum brauche weder Sicher noch Verlässlichkeit. Schon garnicht verordnet. Noch so ein Theoretiker. Was soll der Mist?
Ich möchte einen Moderator der souverän mit den Menschen (berühmt oder nicht) umgehen kann, denen was interessantes entlockt. Oder lustiges. Jemand unverkrampftes und vieleicht unverbrauchtes?! Die ARD soll Gottschalk eine Abfindung bezahlen und den Mist absetzen. Da ist ja die Werbung besser und interessanter. Das manche nicht verstehen wann Feierabend ist. Traurig.
25.02.12 17:00
Christopher Lesko Web-Site
Das Konzept selbst ist nur sehr, sehr begrenzt das Problem. So wird das nichts.