Es war die Internet-Meldung des Wochenendes. Wie die "Wirtschaftswoche" (WiWo) berichtete, steht das ebenfalls zur Holtzbrinck-Gruppe gehörende soziale Netzwerk StudiVZ offenbar zum Verkauf – "wenn der Preis stimmt", wie das wöchentlich erscheinende Wirtschaftsmagazin folgert. Als Käufer bringt die "WiWo" einen alten Bekannten ins Spiel – das weltweit führende Social Network Facebook. MEEDIA hatte über den möglichen Deal bereits vor Wochenfrist berichtet.
Nachdem der "Spiegel" vor zwei Wochen berichtete, das führende deutsche soziale Netzwerk schreibe im laufenden Geschäftsjahr bei Umsätzen von zehn Millionen Euro ebenso hohe Verluste, ist in der morgen im Handel erscheinenden "Wirtschaftswoche" (WiWo) mehr über die ambitionierten Ziele für die Zukunft zu lesen.
So will Studi VZ im nächsten Jahr bereits eine schwarze Null schreiben – 2010 sind dann Gewinne fest einkalkuliert: "2010 wollen wir dann bei einem Umsatz von 30 Millionen Euro auch Gewinne machen", gibt Jochen Gutbrod, der als stellvertetender Vorstandsvorsitzender bei Holtzbrinck das Internet-Segment verantwortet, die klare Marschroute aus.

Nahe liegend, dass der Nachweis auf Profitabilität auch die Chancen nach einem lukrativen Exit der Holtzbrinck-Beteiligung erhöhen dürfte: "StudiVZ scheint zum Verkauf zu stehen – wenn der Preis stimmt", folgert die "Wiwo". Auf diese Möglichkeit hatte MEEDIA-Herausgeber Dirk Manthey bereits vor einer Woche hingewiesen.
"Ein Zusammengehen von StudiVZ mit dem amerikanischen Portal Facebook, das einen eigenen Ableger in Deutschland betreibt, könnte sinnvoll sein", berichtet die Wirtschaftswoche, die es als Teil des Holtzbrinck-Konzerns wissen muss.
Ob damit "das Scheitern der Holtzbrinck-Bemühungen bei StudiVZ quasi offiziell" ist, wie Branchendienst turi2 schnell berichtet, ist allerdings eine Frage der Interpretation. Überweist das Team um Mark Zuckerberg einen höheren Betrag als die mutmaßlich 2006 gezahlten 85 Millionen Euro nach Stuttgart, hätte sich Holtzbrinck als smarter Investor erwiesen.
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