Bei einem Blick auf die Wachstumsraten von Facebook kommt schnell der Gedanke, dass die Branche der sozialen Netzwerke boomt. Doch das stimmt nicht wirklich. Wie Zahlen des Research-Tools Ad Planner zeigen, wächst Facebook zu Lasten der Mitbewerber, die Gesamtzahl der Community-Nutzer nimmt hingegen nur wenig zu. MEEDIA präsentiert das aktuelle Ranking der 20 populärsten sozialen Netzwerke Deutschlands und zeigt, wie sie sich in den vergangenen 12 Monaten entwickelt haben.
143,2% hat Facebook.com laut Ad Planner im Verlauf der vergangenen 12 Monate in Deutschland hinzugewonnen. Zwar war das Netzwerk auch schon im Juli 2009 die Nummer 1 der Branche, doch seitdem stiegen die Besucherzahlen in Deutschland von 7,40 Mio. auf heftige 18,00 Mio. Doch das Plus von 10,60 Mio. bzw. 143,2% kam nicht der Branche zugute. Denn: Die gesamte Top 20 der populärsten Communites des Landes kommt im selben Zeitraum nur auf ein Plus von 0,73 Mio. Unique Visitors. Facebook wuchs also zu Lasten der Konkurrenz.
Die größten Verlierer, die offenbar Nutzer an Facebook abgaben, heißen StudiVZ (-2,60 Mio.), MySpace (-2,40 Mio.), SchülerVZ (-2,10 Mio.), wer-kennt-wen.de (-1,20 Mio.) und Flickr (-1,10 Mio.). Zusammen ergibt sich allein bei diesen fünf Communities ein Verlust von 9,40 Mio. Unique Visitors, also fast so vielen Besuchern, wie Facebook.com im selben Zeitraum hinzugewann.
Aufsteiger gibt es in der Top 20 außer Facebook nur weitere fünf: Stayfriends, Xing, Twitter, Jappy und LinkedIn. Das amerikanische Business-Netzwerk konnte dabei den größten Sprung bei den Plätzen machen: Im Juli 2009 lag es in Deutschland noch auf Rang 30, nun auf Platz 16. Boden gegenüber dem direkten Konkurrenten Xing machte es dabei aber nicht gut: Dem Plus von 0,25 Mio. Unique Visitors steht ein Xing-Wachstum von 0,30 Mio. gegenüber.
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