Ausgerechnet ein niederländischer Journalist stellt die mutigste Frage: Angela Merkel, Guido Westerwelle und Horst Seehofer präsentierten am Samstag auf einer Pressekonferenz den neuen Koalitionsvertrag. Während der PK hebt ein Reporter von "De Telegraaf" den Arm und fragt, wie es sein kann, dass ein Mann Finanzminister wird, der während der CDU-Spenden-Affäre einfach 100.000 DM vergaß? Der Kanzler entglitten kurz die Gesichtszüge. Der Clip ist der aktuelle politische YouTube-Renner.
Rob Savelberg, Berlin-Korrespondent der niederländischen Tageszeitung "De Telegraaf", sprach die Bundeskanzlerin auf die Rolle von Wolfgang Schäuble bei der CDU-Spendenaffäre von 1999/2000 an. Seine Frage: "Wie kann man Jemanden vertrauen, der einfach 100.000 DM in seiner Schreibtischschublade vergessen hat"?
Die Reaktion der drei Koalitionäre auf dem Podium könnte unterschiedlicher kaum sein. Der Kanzlerin entgleiten kurz die Gesichtszüge, Guido Westerwelle muss sich das Lachen verkneifen, hälter wacker zu seiner neuen Chefin. Horst Seehofer hat nicht so viel Selbstdisziplin und muss kurz lachen.
Der Clip wurde mittlerweile über 78.000 Mal bei YouTube angesehen. Eingestellt wurde er von einem Nutzer Namens „steavor“. Der kommentiert trocken: „Ganz großes Lob an den Journalisten (bei dem man die Berufsbezeichnung nicht in Anführungszeichen schreiben muss) - solch beißend sarkastisches Nachbohren ist Merkel sichtlich nicht gewohnt.“
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Nachdem es in den beiden ersten Wochen noch so gut für die neue Sat.1-Show "Mein Mann kann" lief, ging es diesmal in Richtung Mittelmaß. Nur noch 1,08 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen zu - 11,4%. Ein Mitschuldiger könnte Senderfamilienbruder ProSieben sein: "Star Wars: Episode I" erkämpfte sich nämlich Werte von 1,52 Mio. und 16,2% und war damit um 20.15 Uhr die Nummer 1. In den... mehr...
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Handelsblatt-Chef Gabor Steingart versucht, seine Redakteure mit dem Versprechen auf Naturalien pädagogisch zu Exklusivleistungen anzutreiben. Der Stern gibt sich eigensinnig und macht statt der Loveparade den bereits bestens medial ausgeleuchteten Fall Kachelmann zum Titel-Aufmacher. Beate Wedekind entdeckt angesichts der Loveparade, dass sie in Duisburg geboren wurde und schreibt... mehr...
Bei Burdas Nachrichtenmagazin Focus wurde das Abfindungsprogramm jetzt offiziell abgeschlossen. Insgesamt werden 60 Planstellen im Verlag und in der Redaktion abgebaut, betriebsbedingte Kündigungen werden nicht vorgenommen. Ziel des Programms war es, dass mindesten 50 Stellen gestrichen werden können. Wer sich schnell entschieden hat, konnte noch eine Turbo-Prämie einstreichen. In einem... mehr...
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Auch der Juli hat dem Anzeigengeschäft der Publikumszeitschriftenverlage keinen Aufschwung beschert. Wie die neuesten Zahlen der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) des VDZ zeigen, liegt der Markt nach dem Juli 0,36% unter dem Vorjahr, nach dem Juni betrug das Minus 0,34%, es gab also nahezu keine Änderung. Größter Gewinner des bisherigen Jahres bleibt nach Anzeigenseiten gerechnet... mehr...
Burdas Internet-Tochter Tomorrow Focus hat glänzende Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. ToFo-Chef Stefan Winners freut sich über einen Umsatz, der um fast 45 Prozent auf 59,2 Mio. Euro gestiegen ist. Umsatztreiber sind weiter die Partnervermittlung Elite Partner und das Reisebewertungsportal HolidayCheck. Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte im ersten Halbjahr um 21,8 Prozent... mehr...
Letzte Kommentare
27.10.09 03:50
Ferdinand Martens
Merkel antwortet wie eine subalterne Telefonistin im Bezirksamt Neukölln: "Weil ich dem Mann Vertraue. Bitte gehen Sie zum nächsten Schalter."
Großartig! Guerillajournalismus aus den Niederlanden. Warum arbeitet der Mann für eine holländische Zeitung, wenn er sich so gut mit deutscher Politik auskennt?
25.10.09 20:26
Alexander Becker
@Eric Kubitz
Das Bild ist verlinkt. Zur Sicherheit habe ich den Link jetzt noch einmal unter "das schreiben die anderen" eingebaut.
Danke & Gruß
Alexander Becker(MEEDIA)