Die Preisträgerin des diesjährigen "Reporter ohne Grenzen Award", Zhila Bani Jaghob, ist in Teheran zu 30 Jahren Berufsverbot und einem Jahr Haft verurteilt worden. Die Richter befanden die iranische Journalistin und Frauenrechtlerin für schuldig, weil sie "Propaganda gegen die Staatsführung" betrieben haben soll. Bani Jaghob betreibt den Iran-kritischen Blog "Wir sind Journalisten", für den sie heute in Bonn von der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen ausgezeichnet wird.
Bani Jaghobs persischsprachiger Blog enthält aktuelle Informationen zur Lage im Iran und greift insbesondere soziale und frauenspezifische Themen auf. "Zhila ist in ihrer Heimat eine Vorkämpferin für die Meinungsfreiheit", so Lucie Morillon, Leiterin des ROG-Referates "Neue Medien", bei der Bekanntgabe der Gewinner des "Best of the Blogs"-Wettbewerb.
Bani Jaghob wurde der "Reporter ohne Grenzen Award" für ihre Verdienste um die Meinungsfreiheit im Iran verliehen. Der Preis wird heute im Rahmen des "Deutsche Welle Global Media Forum" in Bonn verliehen. Die Auszeichnung ist eine von insgesamt 17 Preiskategorien des internationalen Blog-Wettbewerbs der Deutschen Welle "Best Of The Blogs (BOBs)". Zur BOBs-Preisverleihung konnte Bani Jaghob nicht anreisen und schickte eine Grußbotschaft.
Bereits am 8. Juni wurde die Journalistin über den Richterspruch informiert. Für welche Publikationen sie verurteilt wurde, ist noch unbekannt. Sie kündigte jedoch an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
Wie ROG bekannt gab, ist das Ausmaß der Unterdrückung und Verfolgung kritischer Stimmen im Iran mehr als ein Jahr nach dem umstrittenen Wahlsieg Mahmud Ahmadinedschads dramatisch: Mehr als 170 iranische Journalisten und Blogger wurden in den vergangenen zwölf Monaten festgenommen, 38 von ihnen sind noch im Gefängnis und mehr als 100 Medienschaffende haben die islamische Republik seit der Präsidentschaftswahl verlassen.
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Die Neue Zürcher Zeitung ist gerade dabei, sich digital neu zu erfinden. Die Digital-Abteilung um Peter Hogenkamp hat parallel zur bestehenden Website NZZ Online die Beta-Version des neuen Web-Auftritts live geschaltet. Die Marke NZZ Online soll verschwinden, Online- und Print-Redaktion wurde zusammengelegt, es wird schrittweise eine Paywall nach Vorbild der New York Times eingeführt... mehr...
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