Am Dienstagabend um 21:08 Uhr postete Robert Basic: „Das Blog wird verkauft“. Damit beendet der Usinger, die von ihn wenige Stunden zuvor selbst angestoßene Diskussion. Am Nachmittag hatte der Web-Star noch nebulös darüber spekuliert, was wäre, wenn er sein Blog verkaufen würde. Die Folge: In der Blogosphäre entbrannte eine heftige Diskussion, die Seite Basicthinking.de brach unter dem Ansturm zusammen und sogar Spiegel Online berichtete. Das Bloggen will Basic aber nicht aufgeben.
In dem Posting „Zeit, dass sich was dreht“ begründet der Star-Schreiber seinen Entschluss und klärt die wichtigste Frage: „Ja, ich blogge natürlich weiter, nur mit etwas anderen Vorzeichen.“ So will er die Technik-Themen (Buzzriders.com) und seine privaten Einträge (RobertBasic.de) trennen. Ein interessantes Experiment, denn seine aktuelle Seite zog einen Teil ihrer Faszination gerade aus der kruden Mischung zwischen Internet-Storys und Anekdoten über das Wohlbefinden seiner Kinder. Bei Basic galt: Der Mix macht`s.
Der Plan für die neue Themen-Aufteilung sieht so aus: „Der Techiekram bekommt neue Schwerpunkte mit der Zeit, Hauptstoßrichtung wird die 'Minituarisierung des Webs' (wenn man es analog industriell denkt), einer der spannendsten Entwicklungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte überhaupt. Zweisprachig. Das Privatblog wird sozusagen mein Trashblog, alles was mir vor die Flinte kommt, wird dort verbloggt. Ohne Rücksicht auf Ansehen und Blog.“
Die alte Seite Basicthinking.de/blog will „RobGreen“ – so sein eigenes Pseudonym – via Ebay versteigern. Auch in diesem Fall fackelt er nicht lange. Die Auktion soll bereits am heutigen Mittwoch beginnen. Was mit der Seite dann passiert, will Basic ganz dem Käufer überlassen. Zum Datenschutz erklärt er schon einmal vorsichtshalber: „Die über 100.000 Kommentareinträge werden btw so bereinigt, dass alle Mailaddies gelöscht werden! Die Frage kommt nämlich immer bei Blog-Verkäufen auf.“
An der Idee, Deutschlands Blog Nummer eins – im wahrsten Sinne des Wortes – quasi über Nacht zu verkaufen, gefällt dem Usinger vor allem die Radikalität. „Neu bauen, das ist geil! Altbewährtes ist was für 'Manager'. Beide muss es geben. Ich will nicht managen.“
06.01.2009
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Letzte Kommentare
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