Das Grimme-Institut hat heute die Preisträger des diesjährigen Adolf-Grimme-Preises bekannt gegeben. 13 Trophäen gehen an öffentlich-rechtliche Produktionen, bei den Privaten können sich ProSieben und das DSF jeweils über eine Auszeichnung freuen. Den Ehren-Award für besondere Verdienste um die Entwicklung des Fernsehens erhielt der Film-Autor Alexander Kluge. Auch die Nachnominierte Ina Müller erhielt einen Grimme-Preis für ihre NDR-Sendung "Inas Nacht". MEEDIA zählt die übrigen Preisträger auf.
Fiktion:
Kommissar Süden und der Luftgitarrist (ZDF)
Adolf-Grimme-Preis an:
Friedrich Ani (Buch), Dominik Graf (Regie), Alexander Fischerkoesen (Kamera), Dieter Schleip (Musik), Jeanette Hain, Ulrich Noethen und Martin Feifel (Darstellung)
Frau Böhm sagt nein (ARD/WDR)
Adolf-Grimme-Preis an:
Dorothee Schön (Buch), Connie Walther (Regie), Senta Berger und Lavinia Wilson (Darstellung)
Aus der Begründung der Jury: "...unterläuft der Film einfache und billige Gut-Böse-Zuschreibungen. Er bietet das differenzierte Porträt zweier gegensätzlicher Frauen und damit nicht zuletzt einen großen Schauspielerfilm – die Besetzung ist stimmig bis in kleine Nebenrollen, für die hier stellvertretend die Jungdarstellerin Stella Holzapfel als Ira Engels Tochter Pauline erwähnt sei. Vor allem aber gelingt das fast Unmögliche: hochkomplexe und aktuellste wirtschaftliche Vorgänge als spannendes Fernsehspiel zu erzählen – fern jeglicher Lehrbuchhaftigkeit"
Ein halbes Leben (ZDF)
Adolf-Grimme-Preis an:
Nikolaus Leytner (Buch/Regie), Franziska Walser, Josef Hader und Matthias Habich (Darstellung)
Mörder auf Amrum (ZDF)
Adolf-Grimme-Preis an:
Holger Karsten Schmidt (Buch), Markus Imboden (Regie), Hinnerk Schönemann (stellv. für das Darstellerteam)
Die Wölfe (ZDF)
Adolf-Grimme-Preis an:
Christoph Fromm (Buch), Friedemann Fromm (Buch/Regie), Heta Mantscheff (Casting)
Unterhaltung:
Inas Nacht (ARD/NDR)
Adolf-Grimme-Preis an:
Ina Müller (Buch/Gastgeberin/Hauptdarstellerin)
"heute-show" (ZDF)
Adolf-Grimme-Preis an:
Morten Kühne (Chefautor), David Flasch (Producer/Autor), Oliver Welke (Moderation), Martina Hill (stellv. für das Darstellerteam)
Information & Kultur:
Eisenfresser (BR/ARTE/rbb)
Adolf-Grimme-Preis an:
Shaheen Dill-Riaz (Buch/Regie/Kamera)
Aus der Jury-Begründung: "Es ist eine 'poetische Kamera', die uns Zuschauern zum intensiven Hinsehen führt. Und damit auch einen genauen Blick ermöglicht auf die Konsequenzen unserer Wohlstandsgesellschaft, die ihre Problemfälle in andere Länder auslagert. Es tut weh und muss wohl auch weh tun, wenn wir sehen müssen, wie mit modernsten Technologien gebaute Schiffe nun mit den primitivsten Mitteln zu verwertbarem Schrott zerlegt werden."
Henners Traum (ZDF)
Adolf-Grimme-Preis an:
Klaus Stern (Buch/Regie/Produktion)
Tiananmen (ARD/WDR/ARTE/NDR)
Adolf-Grimme-Preis an:
Thomas Weidenbach und Ming Shi (Buch/Regie)
Galileo Spezial – Karawane der Hoffnung (ProSieben)
Adolf-Grimme-Preis an:
Bernhard Albrecht und Karsten Scheuren (Buch/Regie)
Adolf-Grimme-Preis "Spezial":
Tabubruch (DSF)
Aljoscha Pause (Buch/Regie)
Begründung der Jury: "Mit diesen aufdeckenden Beobachtungen wird eine Debatte journalistisch gefördert, die auch in den öffentlich-rechtlichen Sendern nur selten zur Sprache kommt. Beeindruckend ist, wie nah Pause mit seinem Team an die sorgsam abgeschirmten Stars der Bundesliga kommt. Ihre Statements, die zwischen sozial erwünschter Toleranzerklärung und hartnäckigen Vorurteilen schwanken, lassen so zugleich ein Sittengemälde entstehen.
Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes für Verdienste um die Entwicklung des Fernsehens wird vergeben an:
Alexander Kluge
Sonderpreis des Landes NRW:
Willi wills wissen – Wie macht der Künstler Kunst? (BR)
Helmar Weitzel (Reporter/Autor)
Publikumspreis der Marler Gruppe:
360°-Geo Reportage – Die Bambusbahn von Kambodscha (ARTE)
Carmen Butta (Buch/Regie), René Dame (Kamera)
Eberhard-Fechner-Förderstipendium der VG Bild-Kunst:
Der innere Krieg (ZDF)
Astrid Schult (Buch/Regie)
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