Hoffentlich ist der Journalismus besser als sein Ruf: Denn wenn es nach den Ergebnissen einer aktuellen Forsa-Umfrage geht, steht es nicht sonderlich gut, um die schreibende Reporter- und Redakteurs-Zunft. Denn 62 Prozent der Bundesbürger glauben, dass Journalisten manipulativ wirken. Bei vielen anderen Indikatoren sieht es nicht besser aus: So halten 35 Prozent die Presse für unpräzise und nur 42 Prozent glauben, dass sie tatsächlich unabhängig ist.
Die Studie wurde im Auftrag der Akademie für Publizistik erstellt und zeigt, dass vor allem die Jüngeren das Vertrauen in den Journalismus verloren haben: "Von den 14- bis 29-Jährigen sind 70 Prozent der Meinung, dass sich Journalisten nicht immer ethisch korrekt verhalten", heißt es in der Pressemitteilung.
Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens ließen die Hamburger das Image von Journalisten untersuchen. "Die Umfrage zeigt: Das Image der Journalisten ist nicht so gut, wie es sein müsste und nicht so schlecht, wie es sein könnte", sagt Heribert Prantl, Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung, Dozent und Mitglied des Ethikrates an der Akademie für Publizistik. "Der Journalismus braucht keine Imagekampagne. Er braucht gute Journalisten. Ein Journalismus, dem die Leute trauen und vertrauen, ist wichtiger denn je."
Die Analyse zeigt zudem, dass fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) davon überzeugt ist, dass sich die Medien sich zu sehr mit Nebensächlichkeiten beschäftigen, "und nicht die Themen und Probleme aufgreifen, die die Menschen in Deutschland wirklich bewegen."
Nicht bei allen Indikatoren schnitten die Journalisten schlecht ab. So halten 81 Prozent aller Befragten die Medienvertreter für gebildet (81 Prozent), hartnäckig (79 Prozent) und gut informiert (74 Prozent).
Über die Gründe, warum das Image von Journalisten arg gerupft daher kommt, verrät die Studie allerdings nicht.
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