Vor 18 Monaten waren sie in den deutschen Traffic-Charts noch die Nummer 1 und 3 der sozialen Netzwerke: StudiVZ und MySpace. Doch seitdem verlieren beide Monat für Monat an Boden. Im September erreichten sie nun einen neuen Tiefpunkt, hatten laut Googles Research-Tool Ad Planner so wenige Besucher auf ihren Seiten wie seit dem Start des Tools vor über zwei Jahren nicht. Mit 3,8 Mio. Unique Visitors belegt StudVZ nun nur noch Platz 5, MySpace mit 2,9 Mio. Rang 9. Überlegene Nummer 1 bleibt Facebook.
19 Mio. Leute aus Deutschland besuchten im September Facebook.com - genau so viele wie im Vormonat. Das Wachstum des omnipräsenten Netzwerkes ist seit dem Sommer zwar offenbar gestoppt, doch gegenüber der Konkurrenz ist der Vorsprung unfassbar groß. So verfügt wer-kennt-wen.de auf Platz 2 über 5,6 Mio. Unique Visitors aus Deutschland - nur 30% der Facebook-Zahl. Angemerkt werden muss gerade bei unseren Charts der sozialen Netzwerke, dass es sich um Besucher-Zahlen handelt - nicht etwa um aktive Mitglieder der sozialen Netzwerke. So verfügte Facebook im September über 19 Mio. Besucher, aber nur über 11 Mio. aktive Mitglieder. Die Lücke dazwischen setzt sich aus Leuten zusammen, die entweder auf bestimmten Facebook-Seiten mitlesen oder über Suchmaschinen dort gelandet sind.
StudiVZ folgt mit seinen 3,8 Mio. Unique Visitors hinter wer-kennt-wen.de, Stayfriends und SchülerVZ auf Platz 5 - gemeinsam mit dem dritten VZ-Netzwerk MeinVZ. Der größte Verlierer des Monats war aber MySpace, das mit 2,9 Mio. Besuchern erstmals seit dem Start des Ad Planners im Sommer 2008 unter der 3-Mio.-Marke landete. Zum Vergleich: Noch im April 2009 war StudiVZ mit 7,4 Mio. Unique Visitors aus Deutschland die Nummer 1 der Community-Charts, MySpace lag mit 5,5 Mio. hinter wer-kennt-wen.de auf Rang 3 noch vor Facebook (5,1 Mio.).
Zu den Gewinnern des Monats gehören Twitter und Xing. Twitter.com verzeichnete 3,2 Mio. Unique Visitors aus Deutschland, Xing.com 3,1 Mio. Twitter stellte damit sogar einen neuen Rekord auf, Xing verfehlte die bisherige Bestleistung aus dem Januar nur um 100.000 Besucher. Insbesondere bei Twitter sorgt allerdings eine große Menge an Suchmaschinentraffic für die stolzen Werte, die Zahl der aktiven Twitterer ist deutlich geringer.

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