Ein Jahr nach dem Verkauf der deutschen Beteiligungen (Berliner Zeitung, Hamburger Morgenpost) läuft der europäische Zeitungsladen von David Montgomery wieder. In den ersten sechs Monaten des Jahres vermeldet Mecom einen Vorsteuer-Gewinn von 29,5 Millionen Euro. Verantwortlich für das Plus ist eine Steigerung der Auflagen um zwei Prozent und der Online-Werbeumsätze um 47 Prozent. Das EBITDA liegt bei rund 70 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 47,4 Millionen Euro.
Der britische Zeitungskonzern besitzt Titel in Dänemark, Polen, den Niederlanden, Norwegen und Großbritannien. Das Deutschland-Geschäft mit Berliner Zeitung, Berliner- und Hamburger Morgenpost sowie der Netzeitung.de, verkaufte Gründer und CEO Montgomery im vergangenen Jahr an DuMont. Die Kölner sollen rund 152 Millionen Euro Millionen Euro für das Medienpaket gezahlt haben.
In Deutschland erwarb sich der Nord-Ire Montgomery schnell den Ruf einer Medien-Heuschrecke, der es nur um Sparpotentiale und Renditeziele, nicht aber um die journalistische Qualität gehe. Die neue Mecom-Bilanz stützt diese These. Denn stolz verkündet der Firmen-Chef, dass man die laufenden Kosten um sechs Prozent drücken konnte. "Die Auflage und Kostenentwicklung in den vergangenen sechs Monaten demonstriert die Robustheit unserer Unternehmensstrategie und unserer Aktiva."
Das größte Wachstumspotential für die nächsten Monate sieht Montgomery im Bereich der Werbung für Verbrauchsgüter, die zunehmend ins Web abwandern. Die Anzeigenerlöse der gedruckten Zeitungen sind hingegen um drei Prozent auf 334.7 Millionen gesunken.
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