Erwartungsgemäß konnte die Nachrichtenbranche ihre Rekord-Zugriffszahlen aus dem Januar nicht bestätigen, der Februar war einfach zu kurz. Nur zwei der 35 Visits-stärksten Kontrahenten gewannen im Vergleich zum Januar: Die Financial Times Deutschland und der Kölner Stadt-Anzeiger. Die FTD überholte damit zum ersten Mal seit Oktober 2004 den Konkurrenten Handelsblatt.com. Besonders deutlich nach unten ging es für die Berliner Morgenpost und die Hamburger Morgenpost, vorn bleibt Bild.de.
So büßten Bild.de und Spiegel Online einträchtig 5,2% bzw. 5,4% ihrer Januar-Visits ein, der Abstand zwischen den beiden - ca. 5,3 Mio. Visits - veränderte sich kaum. Interessanterweise verloren Bild.de und Spiegel Online im Vergleich zum Rest der Top Ten am deutlichsten. Alle anderen acht Websites mit mehr als 10 Mio. Visits büßten prozentual und absolut gesehen weniger Besuche ein. Am besten kamen in der Top Ten Focus Online und sueddeutsche.de davon - mit Verlusten von 1,2% bzw. 2,0%.
Auf dem elften Platz folgt nun also die Financial Times Deutschland, die 2,7% hinzugewann und den Erzfeind Handelsblatt.com überholte. Dort gingen 4,9% der Januar-Visits verloren, der Abstand zwischen den beiden ist mit 0,04 Mio. Visits zu 9,02 Mio. Visits aber denkbar gering und kann sich im März durchaus wieder umkehren. Der zweite Gewinner in der ersten Hälfte unseres Top-50-Rankings der Nachrichtenbranche heißt Kölner Stadt-Anzeiger, immerhin um 0,5% konnte sich die Website verbessern. Am deutlichsten verloren haben auf den ersten 25 Plätzen die Berliner Morgenpost mit einem Minus von 7,9%, sowie die Hamburger Morgenpost mit Einbußen von 9,7%.
Ein paar mehr Gewinner finden sich ab Platz 37. Immerhin sechs Angebote regionaler Tageszeitungen gewannen hier bis Platz 50 im Vergleich zum Januar. Erstaunlich sind dabei die Zuwächse der Neuen Osnabrücker Zeitung (+16,2%) und der Nordwest-Zeitung (+16,2%). Das Wachstum kam dabei zum größten Teil aus redaktionellen Inhalten zustande, also nicht durch Tricksereien mit Spielen, etc. Ebenfalls gewonnen haben die HNA, die Rhein Main Presse, die Saarbrücker Zeitung und die HAZ:
Auch große Verlierer gibt es auf den Rängen 26 bis 50. Die WirtschaftsWoche büßte 10,4% ihrer Januar-Visits ein, die Abendzeitung 10,6% und westline, Angebot verschiedener Tageszeitungen, sogar heftige 24,7%.
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Wer geglaubt hat, dass sich die sexuellen Ausschweifung der ersten Staffel "Californication" nicht mehr steigern ließen – schon gar nicht im Free-TV – der hat sich getäuscht. Am heutigen Freitag geht bei RTLII die Hollywood-Satire in die zweite Runde und setzt noch einmal einen drauf: Es gibt noch mehr Sex in einer Serie, die ohnehin schon kaum etwas anderes thematisiert. Das macht die... mehr...
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Letzte Kommentare
09.03.10 13:31
Jens Schröder Website
"Merkwürdig" wäre es, N24 in einem Ranking von Nachrichten-Websites drin zu lassen. Nachdem ProSiebenSat.1 entschieden hat, N24 gemeinsam mit wer-weiss-was auszuweisen, kommt nur noch ein sehr geringer Teil der N24-Visits tatsächlich von N24.de. Im Februar stammen z.B. nur 4,18 Mio. der 20,21 Mio. Visits aus redaktionellen Inhalten. Natürlich ist das IVW-konform, da es sich in unserem Ranking aber nicht um ein offizielles IVW-Ranking, sondern um ein MEEDIA-Ranking auf Basis der IVW-Zahlen handelt, haben wir entschieden, eine Website, deren Visits nur zu einem Viertel aus Nachrichten-Inhalten stammen eben nicht als Nachrichten-Website zu werten.
09.03.10 12:58
Thomas Horsmann
Lieber Christoph,
du überraschst mich - du müsstest doch die Zahlen kennen, ich habe da keinen Zugang und kann das deshalb auch nicht beurteilen. Aber offenbar ist es IVW-konform, sonst wäre IVW dagegen vorgegangen. So bleibt das Herausnehmen eines Angebots aus dem IVW-Listing ziemlich merkwürdig.
Viele Grüße, Thomas
08.03.10 18:59
Thomas Horsmann
Irgendwie ist n24 im Listing verloren gegangen. Ausgerechnet bei Nachrichtenwebseiten, wo die Anzahl der echten Nachrichtenwebseiten doch sehr überschaubar ist. Bei IVW liegt n24 jedenfalls zwischen n-tv und FAZ.NET.