Die Constantin Medien AG wird künftig die Bundesliga-Berichterstattung für das IPTV-Angebot der Deutschen Telekom produzieren. Das hat die Telekom soeben in Berlin bekannt gegeben. Die Medien AG, zu der auch der Sportsender DSF gehört, setzte sich gegen den Bezahl-TV-Sender Premiere und die Produktionsfirma Spiegel TV durch. Damit tritt die Telekom ab der kommenden Spielzeit in direkte Konkurrenz zu ihrem alten Geschäftspartner Premiere.
Rainer Hüther, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien AG: "Mit diesen Vereinbarungen kann der Constantin Medien-Konzern seine langjährigen Vertragsbeziehungen mit der Deutschen Telekom AG umfassend ausbauen. Als Programmveranstalter werden wir dem Premiumrecht Bundesliga mit der ausgewiesenen redaktionellen und produktionstechnischen Kompetenz in unserer Unternehmensgruppe auf den neuen Übertragungswegen ein eigenständiges und unverwechselbares Gesicht geben. Wir freuen uns auf diese spannende Aufgabe."
Bislang hatten T-Home-Kunden die Bundesliga-Berichterstattung von Premiere angeboten bekommen. Für diese Inhalte zahlte die Telekom nach "SZ"-Angaben etwa 20 Millionen Euro pro Saison. Nach der Absage an Premiere wolle die Telekom nun auf ein eigenes inhaltliches Angebot setzten. "Bei Premiere wäre das Produkt identisch. Der Kunde könnte nicht mehr unterscheiden, ob die Fußballbilder von der Telekom oder von Premiere sind", zitierte das "Handelsblatt" bereits vor der offiziellen Bekanntgabe Telekom-Kreise.
Der Constantin Medien-Konzern veranstaltet einen eigenen Bundesligakanal mit allen Live-Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga zur Verbreitung unter anderem über Entertain, das IPTV-Angebot der Deutschen Telekom. Die Telekom hat die Internetrechte für Bewegtbilder aus der Fußball-Bundesliga bis 2013 erworben, Schätzungen bewegen sich bei 25 Millionen Euro Lizenzgebühr pro Saison. Von dem neuen exklusiven Angebot erhofft sich der Konzern einen Schub für das immer noch nicht gut laufende IPTV-Geschäft.
Die 500.000 T-Home-Kunden sollen bis Jahresende verdoppelt werden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" bereits am Montag erfuhr, sei man dabei schon auf einem guten Weg. Wie hoch der Anteil der Fußball-Abonnenten ist, wollte die Telekom nicht bekannt geben.
Für Premiere hingegen ist die Absage der Telekom ein herber Verlust. Hochgerechnet verliert Rupert Murdochs Pay-TV-Sender ein Umsatzsvolumen von geschätzten 80 Millionen Euro. Zudem könnte Premiere durch die neue Konkurrenz-Situation mit der Telekom Kunden verlieren, denn das Quasi-Monopol auf Liveübertragungen von der Bundesliga ist nun hinfällig.
Zwischen Medien und Produktionsfirmen gibt es eine Verbeinbarung: Du bekommst von uns ein Interview mit einem Promi, dafür machst du unseren Film bekannter - kostenlos. Doch im Rahmen des Filmfestivals in Cannes scheinen erneut Produktionsfirmen Geld für Interviews mit Prominenten zu verlangen. Alliance Films, in Cannes mit Brad Pitt und Kristen Stewart und den Filmen “Killing them... mehr...
Sie hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass sie von der Überlegenheit "gemischter Teams" überzeugt ist - was Ursula von der Leyen zu einem gefragten Talkgast in deutschen Medienhäusern gemacht hat. Denn dort wird derzeit intensiv über die Gleichstellung und die Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte in Redaktionen und Verlagsabteilungen diskutiert. Nach einer Visite beim Spiegel... mehr...
Mit äußerst dürren Zeilen hat die Mediengruppe M. DuMont Schauberg Oliver Rohloff von seinen Aufgaben freigestellt. Der neue Chef von Berliner Verlag und Hamburger Morgenpost wird Stefan Hilscher. Bisher leitete der den Unternehmensbereich Köln (u.a. Kölner Stadt-Anzeiger). Ein Nachfolger für Hilscher in Köln werde ernannt, für eine Übergangszeit werde Hilscher aber zwischen Köln und... mehr...
Der Entwurf eines Leistungsschutzrechts für Verlage im Internet lässt weiter auf sich warten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nun in einer Rede durchblicken lassen, dass es sobald mit dem Gesetz nichts werden dürfte. Mit einer "einfachen Rechtssetzung" sei es nicht getan. Bei der "jungen Generation" müsse für den Schutz des geistigen Eigentum geworben werden. Staatsminister Bernd... mehr...
Wenn am Samstag der Eurovision Song Contest in Baku über die Bühne geht, können einem beim Zuschauen gemischte Gefühle beschleichen. In die Freude über schräge Teilnehmer wie die Russen-Omas und die Spannung, wie Roman Lob abschneidet, mischt sich ein ungutes Gefühl. Gerade hat die BBC in einer Reportage eindrucksvoll die Menschenrechtsverletzungen im Vorfeld des Song Contests und die... mehr...
“Was ist das”, werden Sie jetzt eventuell fragen. Streetside war die Antwort des Redmonder Softwareriesen auf Google Streetview. Im vergangenen Jahr mit gleich 50 Städten gestartet scheint Microsoft den Service unerwartet in die Sommerpause geschickt zu haben. Seit dem Wochenende ist der Webdienst nicht mehr erreichbar. Woran lag es? Mangelnde Nutzung? Zu hohe Kosten? In einem Blog gibt... mehr...
Seit einigen Jahren ist die Glamour-Shopping-Week der größte Auflagenbringer für das Magazin, auch in diesem Jahr lief es hervorragend. Ausgabe 4/2012 verkaufte sich dank Rabattkarte für viele Geschäfte so gut wie kein Heft seit zwei Jahren. Mit einem Einzelverkauf, der mehr als 40% über dem Glamour-Normalniveau lag, gewinnt das Heft auch die neueste Ausgabe des MEEDIA-Kiosk-Checks -... mehr...
Mit Empörung hat der Deutsche Journalisten-Verband auf den im Internet kursierenden Mordaufruf eines Islamisten reagiert. Darin wird unter anderem dazu aufgerufen, Redakteure eines Fernsehsenders zu ermorden, die Demonstranten der rechtsextremen Vereinigung Pro NRW mit Mohammed-Karikaturen gezeigt hätten. Urheber des via YouTube und auf zahlreichen Websites verbreiteten Videos ist ein... mehr...
Die Neue Zürcher Zeitung ist gerade dabei, sich digital neu zu erfinden. Die Digital-Abteilung um Peter Hogenkamp hat parallel zur bestehenden Website NZZ Online die Beta-Version des neuen Web-Auftritts live geschaltet. Die Marke NZZ Online soll verschwinden, Online- und Print-Redaktion wurde zusammengelegt, es wird schrittweise eine Paywall nach Vorbild der New York Times eingeführt... mehr...
Während Facebook sich außergerichtlich mit Klägern einigen muss, die juristisch gegen Werbung in ihrem Namen vorgegangen waren, hat Twitter seine Tracking-Pläne offenlegt. In den neuen Datenschutzrichtlinien erklärt das Social Network, an welchen Stellen im Web man plane, Nutzerdaten zu sammeln und was mit ihnen passiere. Vorbildlich: Twitter erklärt, wie man sich diesem Tracking... mehr...