Ist Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin mit seinem umstrittenen Interview-Äußerungen in eine Falle gegangen? Eine minutiöse Recherche von "FAS"-Autor Volker Zastrow legt nahe, dass Bundesbank-Präsident Axel Weber die heiklen Sarrazin-Zitate schon kannte und hätte verhindern können, bevor er sich im Namen der Bank davon distanzierte. Eine weiter Geschichte im "Spiegel" stützt die These der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
In einem Interview mit der Zeitschrift "Lettre International" hatte der ehemalige Berliner Finanzsenator Sarrazin unter anderem türkischen und arabischen Einwanderern in Berlin vorgeworfen, sie seien "weder integrationswillig noch integrationsfähig". Sie hätten "keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel". Nach zahlreichen Protesten und Rücktrittsforderungen entschuldigte sich Sarrazin für seine Äußerungen.
Nach Darstellung der "FAS" hätten Bundesbank-Pressechef Benedikt Fehr und Weber ihre Bedenken gegen das Interview aber vor Erscheinen der Zeitschrift anmelden können. Zastrow schreibt zudem: "Weber hat getan, was er konnte, um öffentlichen Druck gegen Sarrazin aufzubauen, ihn zum Rücktritt zu pressen."
In einem Brief an die "FAZ"-Herausgeber weist die Bundesbank den Bericht und die Deutung zurück. "Herr Weber hat Passagen in dem Interview sofort nach Kenntnisnahme als inakzeptabel bezeichnet und seinen Pressechef Benedikt Fehr beauftragt, dies an Herrn Sarrazin weiterzugeben", heißt es in dem Brief.
Zwischen Medien und Produktionsfirmen gibt es eine Verbeinbarung: Du bekommst von uns ein Interview mit einem Promi, dafür machst du unseren Film bekannter - kostenlos. Doch im Rahmen des Filmfestivals in Cannes scheinen erneut Produktionsfirmen Geld für Interviews mit Prominenten zu verlangen. Alliance Films, in Cannes mit Brad Pitt und Kristen Stewart und den Filmen “Killing them... mehr...
Sie hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass sie von der Überlegenheit "gemischter Teams" überzeugt ist - was Ursula von der Leyen zu einem gefragten Talkgast in deutschen Medienhäusern gemacht hat. Denn dort wird derzeit intensiv über die Gleichstellung und die Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte in Redaktionen und Verlagsabteilungen diskutiert. Nach einer Visite beim Spiegel... mehr...
Mit äußerst dürren Zeilen hat die Mediengruppe M. DuMont Schauberg Oliver Rohloff von seinen Aufgaben freigestellt. Der neue Chef von Berliner Verlag und Hamburger Morgenpost wird Stefan Hilscher. Bisher leitete der den Unternehmensbereich Köln (u.a. Kölner Stadt-Anzeiger). Ein Nachfolger für Hilscher in Köln werde ernannt, für eine Übergangszeit werde Hilscher aber zwischen Köln und... mehr...
Der Entwurf eines Leistungsschutzrechts für Verlage im Internet lässt weiter auf sich warten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nun in einer Rede durchblicken lassen, dass es sobald mit dem Gesetz nichts werden dürfte. Mit einer "einfachen Rechtssetzung" sei es nicht getan. Bei der "jungen Generation" müsse für den Schutz des geistigen Eigentum geworben werden. Staatsminister Bernd... mehr...
Wenn am Samstag der Eurovision Song Contest in Baku über die Bühne geht, können einem beim Zuschauen gemischte Gefühle beschleichen. In die Freude über schräge Teilnehmer wie die Russen-Omas und die Spannung, wie Roman Lob abschneidet, mischt sich ein ungutes Gefühl. Gerade hat die BBC in einer Reportage eindrucksvoll die Menschenrechtsverletzungen im Vorfeld des Song Contests und die... mehr...
“Was ist das”, werden Sie jetzt eventuell fragen. Streetside war die Antwort des Redmonder Softwareriesen auf Google Streetview. Im vergangenen Jahr mit gleich 50 Städten gestartet scheint Microsoft den Service unerwartet in die Sommerpause geschickt zu haben. Seit dem Wochenende ist der Webdienst nicht mehr erreichbar. Woran lag es? Mangelnde Nutzung? Zu hohe Kosten? In einem Blog gibt... mehr...
Seit einigen Jahren ist die Glamour-Shopping-Week der größte Auflagenbringer für das Magazin, auch in diesem Jahr lief es hervorragend. Ausgabe 4/2012 verkaufte sich dank Rabattkarte für viele Geschäfte so gut wie kein Heft seit zwei Jahren. Mit einem Einzelverkauf, der mehr als 40% über dem Glamour-Normalniveau lag, gewinnt das Heft auch die neueste Ausgabe des MEEDIA-Kiosk-Checks -... mehr...
Mit Empörung hat der Deutsche Journalisten-Verband auf den im Internet kursierenden Mordaufruf eines Islamisten reagiert. Darin wird unter anderem dazu aufgerufen, Redakteure eines Fernsehsenders zu ermorden, die Demonstranten der rechtsextremen Vereinigung Pro NRW mit Mohammed-Karikaturen gezeigt hätten. Urheber des via YouTube und auf zahlreichen Websites verbreiteten Videos ist ein... mehr...
Die Neue Zürcher Zeitung ist gerade dabei, sich digital neu zu erfinden. Die Digital-Abteilung um Peter Hogenkamp hat parallel zur bestehenden Website NZZ Online die Beta-Version des neuen Web-Auftritts live geschaltet. Die Marke NZZ Online soll verschwinden, Online- und Print-Redaktion wurde zusammengelegt, es wird schrittweise eine Paywall nach Vorbild der New York Times eingeführt... mehr...
Während Facebook sich außergerichtlich mit Klägern einigen muss, die juristisch gegen Werbung in ihrem Namen vorgegangen waren, hat Twitter seine Tracking-Pläne offenlegt. In den neuen Datenschutzrichtlinien erklärt das Social Network, an welchen Stellen im Web man plane, Nutzerdaten zu sammeln und was mit ihnen passiere. Vorbildlich: Twitter erklärt, wie man sich diesem Tracking... mehr...