Die Kommunikationsagentur I-D Media, zur Jahrtausendwende eine der größten Agenturen der deutschen Online-Branche, hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das gab das börsennotierte Unternehmen in einer Ad-Hoc-Meldung bekannt.
In der Meldung heißt es, dass "trotz der fortlaufenden Restrukturierungsbemühungen die im ersten Quartal 2009 erzielten Zahlungseingänge aus Umsatzgeschäften nicht ausreichen, um die angespannte Liquiditätslage der Gesellschaft dauerhaft zu beseitigen. Der Vorstand wird demnach wegen drohender Zahlungsunfähigkeit unverzüglich Insolvenzantrag stellen." Parallel dazu hat Aufschtsrat und Werbelegende Bernd M. Michael sein Mandat niedergelegt. Ziel sei es jetzt, "mit Hilfe des Insolvenzverwalters alle bestehenden Aufträge professionell und termingerecht fortzuführen."
I-D Media hatte laut "werben & verkaufen" 2008 einen Umsatzeinbruch von rund 17% zu verkraften, die Mitarbeiterzahl sank um 26,5% auf 105. Noch im Jahr 2000, zu Hochzeiten der Dot-Com-Blase arbeiteten mehr als fünfmal so viele Leute für I-D Media und prominente Kunden wie die Telekom, Nintendo und Toshiba. Firmengründer war 1988 der schillernde Dot-Com-Star Bernd Kolb, der nach seinem Weggang von I-D Media 2005 kurzzeitig Innovations-Vorstand bei der Deutschen Telekom wurde, dort aber mit dem Antritt von René Obermann Anfang 2007 wieder verschwand. Als aktueller Alleinvorstand von I-D Media zeichnet seit 2008 Franz Klose.
Mit „Solitary“ ist es Pro7 gelungen, das Sommerloch des Samstagabends noch bodenloser zu gestalten. Folgt man der Beschreibung von Tucholsky, ist ein Loch, „da, wo etwas nicht ist“. So gesehen ist das als „Next-Level-Entertainment“ gelabelte "Experiment" (DWDL) jede Menge von Nichts. Experimentiert wird mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes. Nicht erst seit „Solitary“ weiß man: Die Würde... mehr...
Nicht einmal 24 Stunden war Jörg Kachelmann wieder in Freiheit, da ging der frühere ARD-Moderator in die Offensive. Das TV-Interview, das der 52-Jährige einem freien Journalisten gegeben hatte, flimmerte zur besten Sendezeit über fast alle Kanäle. Der Fernsehmann tat das, was er ohne Frage kann: vor der Kamera überzeugend wirken. Kachelmann macht nach der Haftentlassung gut Wetter in... mehr...
Nachdem es in den beiden ersten Wochen noch so gut für die neue Sat.1-Show "Mein Mann kann" lief, ging es diesmal in Richtung Mittelmaß. Nur noch 1,08 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen zu - 11,4%. Ein Mitschuldiger könnte Senderfamilienbruder ProSieben sein: "Star Wars: Episode I" erkämpfte sich nämlich Werte von 1,52 Mio. und 16,2% und war damit um 20.15 Uhr die Nummer 1. In den... mehr...
Wer geglaubt hat, dass sich die sexuellen Ausschweifung der ersten Staffel "Californication" nicht mehr steigern ließen – schon gar nicht im Free-TV – der hat sich getäuscht. Am heutigen Freitag geht bei RTLII die Hollywood-Satire in die zweite Runde und setzt noch einmal einen drauf: Es gibt noch mehr Sex in einer Serie, die ohnehin schon kaum etwas anderes thematisiert. Das macht die... mehr...
Bei FAZ.net ist unter dem Namen "Deus ex machina" ("Gott aus der Maschine") ein neues Blog gestartet, das sich mit Internet-Themen befasst. Das Konzept stammt von Don Alphonso, der bereits das FAZ-Blog "Stützen der Gesellschaft" betreibt. Bei "Deus ex machina" schreiben vier feste Autoren über zwischenmenschliche, gesellschaftliche und philosophische Aspekte der Netzwelt. Das Netz-Blog... mehr...
Handelsblatt-Chef Gabor Steingart versucht, seine Redakteure mit dem Versprechen auf Naturalien pädagogisch zu Exklusivleistungen anzutreiben. Der Stern gibt sich eigensinnig und macht statt der Loveparade den bereits bestens medial ausgeleuchteten Fall Kachelmann zum Titel-Aufmacher. Beate Wedekind entdeckt angesichts der Loveparade, dass sie in Duisburg geboren wurde und schreibt... mehr...
Bei Burdas Nachrichtenmagazin Focus wurde das Abfindungsprogramm jetzt offiziell abgeschlossen. Insgesamt werden 60 Planstellen im Verlag und in der Redaktion abgebaut, betriebsbedingte Kündigungen werden nicht vorgenommen. Ziel des Programms war es, dass mindesten 50 Stellen gestrichen werden können. Wer sich schnell entschieden hat, konnte noch eine Turbo-Prämie einstreichen. In einem... mehr...
Alpenland wird zu Appleland: Am Freitag startete der Verkauf des iPhone 4 in der Schweiz. Das berichtet Chip.de. Wegen des günstigen Angebots von 769 Franken (umgerechnet 565 Euro) für das kleinste Modell (16 GB) des neuesten Apple-Handys erwarteten die Eidgenossen einen Massen-Tourismus. Um der Menschenmengen Herr zu werden, ließ Orange, einer der Anbieter des iPhone, sich eine... mehr...
Auch der Juli hat dem Anzeigengeschäft der Publikumszeitschriftenverlage keinen Aufschwung beschert. Wie die neuesten Zahlen der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) des VDZ zeigen, liegt der Markt nach dem Juli 0,36% unter dem Vorjahr, nach dem Juni betrug das Minus 0,34%, es gab also nahezu keine Änderung. Größter Gewinner des bisherigen Jahres bleibt nach Anzeigenseiten gerechnet... mehr...
Burdas Internet-Tochter Tomorrow Focus hat glänzende Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. ToFo-Chef Stefan Winners freut sich über einen Umsatz, der um fast 45 Prozent auf 59,2 Mio. Euro gestiegen ist. Umsatztreiber sind weiter die Partnervermittlung Elite Partner und das Reisebewertungsportal HolidayCheck. Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte im ersten Halbjahr um 21,8 Prozent... mehr...
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