Weltweit besitzen 1.011 Menschen jeweils mindestens 1.000.000.000 Dollar. Die neueste Forbes-Liste der Superreichen wird vom Mexikaner Carlos Slim angeführt, er besitzt einen Großteil der New York Times Co.. Unter den Top 100 befinden sich zwölf Unternehmer, die ihr Geld auch mit News, Fernsehen oder Print machen. Bittere Pille für Rupert Murdoch: Er muss sich Platz 117 ausgerechnet mit dem verhassten Internet-Konkurrenten Eric Schmidt teilen. Liz Mohn ist die reichste deutsche Medienunternehmerin.
Das Gesamtvermögen der 1.011 Milliardäre beträgt 3,6 Billionen Dollar (3.600.000.000.000) – ein Zuwachs um 50 Prozent gegenüber 2,4 Billionen im vorangegangenen Jahr. Erstmals seit 1994 führt ein Milliardär die Forbes-Liste an, der nicht Bürger der USA ist: Carlos Slim Helu führt ein Familienunternehmen im Wert von 53,5 Milliarden Dollar. Der Mexikaner hat das Vermögen im Zuge der Privatisierung der staatlichen Telefongesellschaft aufgebaut. Slim strebt nach der Mehrheit an der New York Times Co. und ist an Independent News & Media beteiligt.
Der Microsoft-Gründer Bill Gates wurde einmal auf fast 100 Milliarden Dollar geschätzt und führte die Forbes-Liste lange Zeit mit Abstand an. 2010 liegt er mit 53 Milliarden Dollar auf Platz 2. Über die Vormachtstellung der Microsoft-Produkte im Endverbrauchermarkt übt Gates indirekt einen gewaltigen Einfluss auf den Medienkonsum aus.
David Thomson (Platz 20) überholt mit 19 Milliarden Dollar erstmals seinen Konkurrenten Michael Bloomberg (18 Milliarden Dollar, Platz 23). Der Chef von Thomson Reuters ist außerdem an der überregionalen kanadischen Tageszeitung The Globe and Mail und diversen Fernseh- und Radiosendern beteiligt. Neben seinen Aufgaben als Bürgermeister von New York kümmert sich Michael Bloomberg noch um den Finanzdaten- und News-Service Bloomberg LP, an dem er 88 Prozent hält.
2009 war ein erfolgreiches Jahr für Sergey Brin und Larry Page. Google konnte in der Krise deutlich zulegen, die Gründer des Suchmaschinen-Imperiums verfügen jeweils über ein Vermögen von 17,5 Milliarden Dollar.
Microsoft-CEO Steve Ballmer kommt mit 14,5 Milliarden Dollar auf Platz 33.
Ebenfalls nicht direkt im Medien-Business hat Jeffrey Bezos (# 43, 12,3 Milliarden) als Gründer des Online-Versandhandels Amazon immensen Einfluss auf Distribution und Konsum von Medien-Content.
Der Spekulant Carl Icahn tat alles, um die Übernahme von Yahoo durch Microsoft zu verwirklichen, unterlag aber schließlich gegen Jerry Yang. Icahns Vermögen liegt bei 10,5 Milliarden Dollar – Platz 59.
Der Mexikaner Ricardo Salinas Pliego (10,1 Milliarden Dollar, Platz 63) startete 1994 den Fernsehsender TV Azteca. Die Nummer Zwei auf dem mexikanischen Markt ist der weltgrößte Produzent spanischsprachigen TV-Contents.
Der italienische Staatschef Silvio Berlusconi gebietet über ein weitreichendes Firmen- und Medienimperium – darunter die wichtigsten Fernsehsender des Landes. Sein Vermögen beläuft sich mittlerweile auf 9 Milliarden Dollar – Platz 74.
Die Groupe Dassault stellt unter anderem den französischen Kampfjet Mirage her. Der Sohn des Firmengründers, Serge Dassault, kaufte 2004 Le Figaro. Das Familienunternehmen wird auf 7,6 Milliarden taxiert (Platz 89).
Ebenfalls auf Rang 89 liegt der malayische Harvard-Absolvent Ananda Krishnan. Mit Telekommunikation hat er mittlerweile 7,6 Milliarden Dollar erworben. Krishnan hält Anteile am Satellitensender Astro All Asia Networks und am Londoner Zeitungsverlag Johnston Press.
Die Medien-Milliardäre aus 101-200 im Überblick:
John Kluge, Metromedia (109: 6,5 Milliarden)
Rubert Murdoch, News-Corp. (117: 6,3 Milliarden)
Eric Schmidt, Google (117: 6,3 Milliarden)
Masayoshi Son, Internet und Telekomunikation (127: 5,9 Milliarden)
Steven Jobs, Apple, (136: 5,5 Milliarden)
Charles Ergen, Satelliten TV/Kabel TV (148: 5,2 Milliarden)
Liz Mohn, Bertelsmann (189: 4,4 Milliarden Dollar)
Von den 1.011 Milliardären der Welt kommen 52 aus Deutschland. SAP-Gründer Hasso Plattner liegt mit 5 Milliarden Euro auf Platz 154, gefolgt von Liz Mohn (Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung und Aufsichtsratsmitglied der Bertelsmann AG). Friede Springer und Hubert Burda belegen beide Platz 374 mit jeweils 2,5 Milliarden. Einer der ersten Google-Investoren, Andreas von Bechtolsheim, besitzt heute 2 Milliarden (Platz 488). Auch die Erben der Verlagsgruppe Holtzbrinck sind Teil der Liste. Monika Schoeller belegt mit 1,8 Milliarden Dollar Platz 556. Ihr gehört die Hälfte des Verlags. Die anderen 50 Prozent werden von Stefan von Holtzbrinck kontrolliert. Er belegt mit einem Vermögen von rund einer Milliarde Position 701. Sein Bruder Dieter soll rund 100 Millionen Dollar mehr besitzen. Er rangiert auf Platz 647. Heinz Bauer (Bauer Media Group) belegt mit 1,4 Milliarden Dollar Platz 721.
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