Springers größtes Web-Portal fischt künftig auch im Fernsehteich: Ab 18 Uhr wird Bild.de täglich Spielfilme als Videos on Demand anbieten. Mit "Bild Kino" baut die Website ihr Bewegtbildangebot weiter aus: Unter der Subdomain film.bild.de können Nutzer ausgewählte Filme direkt per Klick anschauen. Der Dienst erfordert weder Anmeldung noch Download noch vorherige Installation. Der Service gilt ab sofort und ist kostenlos. Finanziert werden soll das neue Angebot durch kurze Werbeunterbrechungen.
„Bewegtbild gehört mittlerweile fest zu Bild.de", so Chefredakteur Manfred Hart, "wir bieten zahlreiche selbst produzierte Videos und neuerdings auch immer mehr Live-Streams. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und zeigen unseren Nutzern erstmals auch komplette Spielfilme. Damit erweitern wir unser Angebot im Unterhaltungsbereich deutlich und machen Bild.de zur Kinobühne.“
Zum Start umfasst das neue Angebot zunächst zehn ausgewählte Filme, darunter Blockbuster wie „Blade“ oder „Good Will Hunting“. In den folgenden Wochen präsentiert Bild.de jeden Abend ab 18 Uhr einen neuen Film, der den Nutzern ab Start jederzeit bis zu sechs Monate lang zur Verfügung steht. Titel, die dem Jugendschutz unterliegen und erst ab 16 Jahren zugelassen sind, sind jeweils erst ab 22 Uhr abrufbar.
Zu den weiteren Filmen gehören unter anderem „Das Leben ist schön“, „American History X“, „Stranger Than Fiction“, „Ein Sommernachtstraum“, „Eve & der letzte Gentleman“, „Rush Hour“, „Die Aufschneider“ oder „Die Nacht der lebenden Toten“.
Nach den Auseinandersetzungen mit der ARD über deren Vorhaben, eine Gratis-App zur Tagesschau zu launchen und damit die Bezahlstrategie von Springer bei mobilen Angeboten zu durchkreuzen, geht das Medienhaus mit dem Film-Angebot in die Offensive. Anders als in den Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen, wo Inhalte nur eine Woche vorgehalten werden dürfen, ist die Verfügbarkeit der Filme bei Bild.de deutlich länger.
"Die süße Falle: Diabetes" titelte der Focus am 16. April und bewegte damit deutlich mehr Menschen als in den Wochen zuvor, dass Münchner Magazin zu kaufen. Bei den am Dienstag veröffentlichten IVW-Zahlen für die Verkaufswoche 16 kommt der Focus damit auf 140.324 Heftverkäufe im Einzelhandel (Kiosk, Supermärkte, Tankstellen & Co.) bei einem Gesamtverkauf von 581.419 Exemplaren. Weniger... mehr...
Die US-Firma Visual Revenue hat eine Analysesoftware entwickelt, mit der die Durchschlagskraft von Online-Überschriften getestet werden kann. Das "Instant Headline Testing" soll die Klickraten auf Websites deutlich erhöhen. Die Empfehlungen, wo und wie lange Artikel online stehen sollen, werden laut Unternehmensangaben in Echtzeit gegeben, auf Basis der Nutzerschaft eines... mehr...
Nach hundert Tagen als Besitzer des Deutschen Fernsehballetts sagt Peter Wolf: "Das ist ein Himmelfahrtskommando". Der Berater und TV-Produzent hatte dem MDR das Ballett zum Jahresbeginn abgekauft, die neue Intendantin Karola Wille muss sparen. Reue, Willes Angebot angenommen zu haben, sagt Wolf, verspüre er zwar nicht. Aber die Aufgabe, aus der bisher gebührensubventionierten Truppe... mehr...
5000 Folgen in 20 Jahren. Das sind Zahlen, die im schnelllebigen Medienbusiness für beeindruckende Konstanz stehen. “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” feiert in dieser Woche Jubiläum. Keine andere Serie hat sich im deutschen Free-TV so lange so gut gehalten. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Am Mittwoch lädt RTL zur 5000. Episode. MEEDIA blickt auf das Phänomen "GZSZ", bei dem die... mehr...
Seit der Talk-Reform in der ARD leiden die Talksendungen im Ersten an Themen-Armut und miesen Quoten. Die geballte Ladung von fünf konzeptionell sehr ähnlichen Gesprächssendungen an fünf Tagen hintereinander war keine gute Idee. “Hart aber fair” rettet sich immer öfter in Gaga-Themen, “Anne Will” sucht noch immer ihre Nische und “Beckmann” leidet unter dem Donnerstag-Sendeplatz. Wir... mehr...
Als die ARD ihre "Markenchecks" im Januar aus dem WDR Fernsehen ins Erste verschob, sorgten die ersten Ausgaben für eine Quoten-Sensation. Mehr als 6 Mio. Leute sahen den "Lidl-Check", darunter mehr als 2 Mio. 14- bis 49-Jährige. Doch die drei neuesten Ausgaben kamen im Mai längst nicht mehr an diese Zahlen heran. Nutzt sich das Konzept schon ab? Und welches waren bisher die... mehr...
Die zweite Staffel von "Rachs Restaurantschule" könnte schon die letzte gewesen sein. Nur 1,82 Mio. 14- bis 49-Jährige wollten das Finale am Montag sehen - ein unbefriedigender Marktanteil von 15,5%. Das erste Staffel-Finale sahen im Herbst 2010 noch 2,69 Mio. (19,9%), fünf der sechs Folgen der zweiten Staffel landeten unter den RTL-Normalwerten. Gewonnen hat den Dienstag die Soap... mehr...
Transparenz sieht anders aus: Die "Landespressestelle Bremen" der Piratenpartei hat über ihren jüngsten Landesparteitag Halbwahrheiten verbreitet. Sie berichtete in einer Pressemitteilung über die Wiederwahl des Landesvorsitzenden, unterließ dabei aber jeden Hinweis auf eine Kampfabstimmung um den Vorsitz. Mehrere Medien verließen sich auf die verschleiernde Mitteilung, viele Bremer... mehr...
Google soll der EU-Kommission möglichst in wenigen Wochen Rede und Antwort stehen. Die Kommission hatte Ende 2010 ein Kartellverfahren gegen den Internetkonzern eingeleitet. Vorwurf: Google missbrauche seine marktbeherrschende Stellung auf dem Markt der Suchmaschinen. Joaquín Almunia, Vizepräsident der Europäischen Kommission, hat am Montag einen Zwischenstand gegeben – und fordert... mehr...
Bei einem Auftritt an der Humboldt Uni in Berlin, in einem Stern-Porträt und im aktuellen Focus verarbeitet Thomas Gottschalk sein Scheitern mit “Gottschalk Live”. Die Selbstkritik, die er zur Schau trägt, kratzt aber, wenn überhaupt, nur an der Oberfläche. Mal seien Gäste schuld gewesen, mal habe man sein Konzept nicht richtig umgesetzt, mal hat das Publikum nicht kapiert, was er... mehr...