Ein wahres Horrorfilm Szenario versetzt Kolumbien in Angst und Schrecken: Bei Facebook wurde eine Todesliste mit 69 Namen von Jugendlichen veröffentlicht. Drei der gelisteten Teenager wurden in den vergangenen Tagen bereits umgebracht. Wie CNN berichtet, wurden ein 16 und ein 17-jähriger Teenager in der Stadt Puerto Asis auf ihrem Motorrad erschossen. Nur fünf Tage später wurde ein Weiterer ermordet. Eine zweite Liste enthält 31 weitere Namen.
Die kolumbianischen Behörden hielten das Schreiben zunächst für einen schlechten Witz, doch spätestens als die ersten beiden Teenager erschossen aufgefunden wurden, mussten sie die Drohungen ernst nehmen. Wie CNN berichtet gaben die Todesboten den Jugendlichen auf der am 17. August veröffentlichten Liste, drei Tage Zeit, um aus der Stadt Puerto Asis zu verschwinden. Andernfalls würden sie hingerichtet werden.
"Wer hinter den Morddrohungen steckt ist noch unklar", sagte der kolumbianische Polizeisprecher Wilson Baquero gegenüber dem Nachrichtensender. Die Ermittlungen der Behörden konzentrierten sich jedoch auf eine kriminelle Bande Namens Los Rastrojos, die unter anderem für Drogenhandel und Zuhälterei bekannt sei. Auch die marxistische Guerilla-Gruppe "Revolutionary Armed Forces of Colombia", die in der Region aktiv ist, stehe unter Verdacht.
Wie kolumbianische Medien am Montag berichteten, ist in Puerto Asis mittlerweile Panik ausgebrochen. Einige Eltern schickten ihre Kinder bereits aus der Stadt, weil ihre Namen auf der Todesliste standen.
Die Behörden nehmen nach eigenen Angaben die Drohungen mittlerweile sehr ernst. Ermittler aus der Hauptstadt Bogota seien nach Puerto Asis berufen worden. Zudem sollen Internetexperten zur Aufklärung des Falles beitragen. Eine Belohung von 5 Millionen Pesos (2115 Euro) für Information zu den Tötungen sei ebenfalls ausgesetzt worden.
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