Facebook hat in den USA Ärger wegen des Verdachts auf Klickbetrug. Das US-Blog TechCrunch berichtet, dass sich zahlreiche Anzeigenkunden von Facebook wegen Unregelmäßigkeiten bei Klick-Abrechnungen beschweren. So soll Facebook teilweise zehnmal so viele Klicks berechnet haben, wie die Kunden selbst mit Hilfe von Analyse-Programmen ermittelt haben. Facebook hat mittlerweile zugegeben, dass es „verdächtige“ Klick-Aktivitäten gegeben habe und versprochen, dies zu klären.
Ein Facebook-Sprecher äußerte sich bei TechCrunch und erklärte, dass Facebook die Klick-Qualität bei Anzeigen sehr ernst nehme und eine Reihe von Maßnahmen eingesetzt habe, um die Klick-Qualität sicherzustellen. Aufgrund der großen Datenmengen, die analysiert werden müssten, dauere es jedoch eine Weile, bis Ergebnisse vorliegen. „In den vergangenen Tagen haben wir ein Ansteigen von verdächtigen Klicks registriert“, so der Facebook-Sprecher. Betroffene Kunden-Konten würden nun identifiziert und es werde sichergestellt, dass Rechnungen korrekt gestellt werden.
Das Erfassen und Abrechnen von Anzeigen, die nach Klicks bezahlt werden, geschieht bei Unternehmen wie Google oder Facebook weitgehend automatisiert. Der Reaktion von Facebook vorausgegangen war ein regelrechter Sturm der Entrüstung von verschiedenen Anzeigenkunden. TechCrunch dokumentiert wütende Forums-Beiträge von Kunden, die sich von Facebook hintergangen fühlen. Laut den Kundenbeschwerden weisen einzelne Facebook-Rechnungen 15 bis 20 Prozent mehr Klicks aus, als diese über Analyse-Programme nachvollziehen können. In einigen Fällen lagen die berechneten Klicks sogar um das zehnfache höher als die nachgemessenen Werte.
Laut TechCrunch sei eine Besonderheit bei den aktuellen Klickbetrug-Vorwürfen, dass es sich hier nicht um künstlich erzeugte Klicks von Software-Programmen, so genannten Bots, handele. Die zuviel berechneten Klicks auf Facebook-Anzeigen seien schlicht nicht existent. Für Facebook stellen solche Vorwürfe ein großes Problem dar. Das weltweit größte Social Network sucht noch immer nach einem tragfähigen Geschäftsmodell und ist derzeit noch stark abhängig von kleinen Anzeigen, die eben nach Klicks abgerechnet werden. Jeder Verdacht, dass die Abrechnungen nicht mit rechten Dingen zugehen, erschüttert das Vertrauen der noch zögerlichen Anzeigenkunden.
Außerdem hat Facebook für dieses Jahr ambitionierte Ziele, was den Zuwachs an Anzeigen-Erlösen angeht. Laut TechCrunch will das soziale Netz mindestens 550 Mio. US-Dollar mit Werbung umsetzen, nach rund 280 Mio. US-Dollar im vergangenen Jahr. Beschwerden über einen möglichen Klick-Betrug kommen Facebook da äußerst ungelegen.
22.06.2009Mit „Solitary“ ist es Pro7 gelungen, das Sommerloch des Samstagabends noch bodenloser zu gestalten. Folgt man der Beschreibung von Tucholsky, ist ein Loch, „da, wo etwas nicht ist“. So gesehen ist das als „Next-Level-Entertainment“ gelabelte "Experiment" (DWDL) jede Menge von Nichts. Experimentiert wird mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes. Nicht erst seit „Solitary“ weiß man: Die Würde... mehr...
Nicht einmal 24 Stunden war Jörg Kachelmann wieder in Freiheit, da ging der frühere ARD-Moderator in die Offensive. Das TV-Interview, das der 52-Jährige einem freien Journalisten gegeben hatte, flimmerte zur besten Sendezeit über fast alle Kanäle. Der Fernsehmann tat das, was er ohne Frage kann: vor der Kamera überzeugend wirken. Kachelmann macht nach der Haftentlassung gut Wetter in... mehr...
Nachdem es in den beiden ersten Wochen noch so gut für die neue Sat.1-Show "Mein Mann kann" lief, ging es diesmal in Richtung Mittelmaß. Nur noch 1,08 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen zu - 11,4%. Ein Mitschuldiger könnte Senderfamilienbruder ProSieben sein: "Star Wars: Episode I" erkämpfte sich nämlich Werte von 1,52 Mio. und 16,2% und war damit um 20.15 Uhr die Nummer 1. In den... mehr...
Wer geglaubt hat, dass sich die sexuellen Ausschweifung der ersten Staffel "Californication" nicht mehr steigern ließen – schon gar nicht im Free-TV – der hat sich getäuscht. Am heutigen Freitag geht bei RTLII die Hollywood-Satire in die zweite Runde und setzt noch einmal einen drauf: Es gibt noch mehr Sex in einer Serie, die ohnehin schon kaum etwas anderes thematisiert. Das macht die... mehr...
Bei FAZ.net ist unter dem Namen "Deus ex machina" ("Gott aus der Maschine") ein neues Blog gestartet, das sich mit Internet-Themen befasst. Das Konzept stammt von Don Alphonso, der bereits das FAZ-Blog "Stützen der Gesellschaft" betreibt. Bei "Deus ex machina" schreiben vier feste Autoren über zwischenmenschliche, gesellschaftliche und philosophische Aspekte der Netzwelt. Das Netz-Blog... mehr...
Handelsblatt-Chef Gabor Steingart versucht, seine Redakteure mit dem Versprechen auf Naturalien pädagogisch zu Exklusivleistungen anzutreiben. Der Stern gibt sich eigensinnig und macht statt der Loveparade den bereits bestens medial ausgeleuchteten Fall Kachelmann zum Titel-Aufmacher. Beate Wedekind entdeckt angesichts der Loveparade, dass sie in Duisburg geboren wurde und schreibt... mehr...
Bei Burdas Nachrichtenmagazin Focus wurde das Abfindungsprogramm jetzt offiziell abgeschlossen. Insgesamt werden 60 Planstellen im Verlag und in der Redaktion abgebaut, betriebsbedingte Kündigungen werden nicht vorgenommen. Ziel des Programms war es, dass mindesten 50 Stellen gestrichen werden können. Wer sich schnell entschieden hat, konnte noch eine Turbo-Prämie einstreichen. In einem... mehr...
Alpenland wird zu Appleland: Am Freitag startete der Verkauf des iPhone 4 in der Schweiz. Das berichtet Chip.de. Wegen des günstigen Angebots von 769 Franken (umgerechnet 565 Euro) für das kleinste Modell (16 GB) des neuesten Apple-Handys erwarteten die Eidgenossen einen Massen-Tourismus. Um der Menschenmengen Herr zu werden, ließ Orange, einer der Anbieter des iPhone, sich eine... mehr...
Auch der Juli hat dem Anzeigengeschäft der Publikumszeitschriftenverlage keinen Aufschwung beschert. Wie die neuesten Zahlen der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) des VDZ zeigen, liegt der Markt nach dem Juli 0,36% unter dem Vorjahr, nach dem Juni betrug das Minus 0,34%, es gab also nahezu keine Änderung. Größter Gewinner des bisherigen Jahres bleibt nach Anzeigenseiten gerechnet... mehr...
Burdas Internet-Tochter Tomorrow Focus hat glänzende Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. ToFo-Chef Stefan Winners freut sich über einen Umsatz, der um fast 45 Prozent auf 59,2 Mio. Euro gestiegen ist. Umsatztreiber sind weiter die Partnervermittlung Elite Partner und das Reisebewertungsportal HolidayCheck. Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte im ersten Halbjahr um 21,8 Prozent... mehr...
Letzte Kommentare