Das "Handelsblatt" startet heute mit drei runderneuerten publizistischen Angeboten: Die Zeitung erscheint im Tabloid-Format, die Website wird optisch an den Print-Titel angepasst, und ein Mobil-Angebot rundet den größten Umbau in der Geschichte des Wirtschafts-Blattes ab – "Substantiellen Dreiklang" nennt das die Verlagsgruppe Handelsblatt. Mit dieser Offensive will man das "Handelsblatt" aus der Krise führen, zum Jahresende wird ein Minus in der Bilanz von bis zu 25 Millionen Euro erwartet.
"Wir glauben daran, dass es für unsere spezifische Zielgruppe wichtig ist, dass man Zeitung in den nächsten Jahren ein Stück mehr in ein Luxusprodukt verwandelt", sagte Chefredakteur Bernd Ziesemer im Interview mit Deutschlandradio über den Relaunch des "Handelsblatt". Der Titel erscheint seit heute im kompakten, gehefteten Business-Format. Das Online-Portal wurde optisch überarbeitet und erhält neue Video-Formate, Blogs und Hintergrundseiten. Zudem kann man die Inhalte des Wirtschaftstitels via Smart-Phone-Anwendungen auf iPhone, Blackberry und allen anderen internetfähigen mobilen Endgeräten abrufen.
Das Layout der Zeitung setzt auf allen 64-Seiten auf das Doppelseiten-Prinzip. Bild- und Grafiksprache wurden neu für dieses Format entwickelt und unterscheiden sich wesentlich von den gestalterischen Prinzipien eines Broadsheet. Im Gegensatz zu anderen Tabloids im deutschen Markt ist das Business-Format geklammert. Dies erleichtert das Konsumieren des Doppel-Seiten-Layouts. Entwickelt wurde das neue Design von Handelsblatt-Art-Director Nils Werner in Zusammenarbeit mit der schweizer Zeitungsdesignerin Katja Hösli. Der international renommierte Zeitungsdesigner Mario Garcia war beratend tätig.
"Das Business-Format eröffnet zahlreiche publizistische Möglichkeiten, um die Informationsbedürfnisse der Entscheider in einer immer globaleren, flexibleren und mobileren Welt zu befriedigen. Es ermöglicht zugleich einen massiven Ausbau der Unternehmensberichterstattung, weil wir nicht mehr an die alten Buchstrukturen gebunden sind", sagt Ziesemer. Hinzu kommen neue Seiten, wie etwa über die globale Konjunkturentwicklung, der verstärkte Einsatz von Infografiken - beispielsweise auf der Panorama-Doppelseite in der Mitte der Zeitung - sowie der Einsatz weiterer kompetenter Gastautoren. Die Rückseite der Zeitung bietet einen Überblick über alle Themen und Inhalte des Blattes.
Abonnenten erhalten Extra-Services, etwa diverse Newsletter wie das "MorningBriefing" des "Handelsblatt", auf ihr Handy. Neben aktuellen Nachrichten erhalten diese Hinweise auf Exklusivgeschichten, die nur im gedruckten "Handelsblatt" zu finden sind. Neue Applikationen für Smartphones halten über die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen auf dem Laufenden. Zudem bietet Handelsblatt.com Zeitungs-Abonnenten Hintergrundinformationen aus den Archiven. Die Online-Angebote verweisen auf Hintergrundberichte in der Zeitung - umgekehrt steht dort, wo ein bestimmtes Thema online verfolgt werden kann. Nicht-Abonnenten zahlen für diese Premium-Dienste 1,90 Euro pro Woche. Für alle Nutzer des Online-Portals ist jetzt die aktuellste Version der "Tagesschau in 100 Sekunden" abrufbar, die tagsüber stündlich aktualisiert wird.
Begleitet wird der Relaunch der Marke Handelsblatt von einer umfassenden Werbekampagne, die von der Agentur Jung von Matt/Spree betreut wird. Die Testimonial-Kampagne steht unter dem Motto "Unter Experten" und zeigt Manager wie Jürgen Großmann, Klaus Kleinfeld oder Lars Hinrichs gemeinsam mit Handelsblatt-Journalisten. Die Kampagne läuft in Print, TV, Radio, Online und Mobil.
Mit „Solitary“ ist es Pro7 gelungen, das Sommerloch des Samstagabends noch bodenloser zu gestalten. Folgt man der Beschreibung von Tucholsky, ist ein Loch, „da, wo etwas nicht ist“. So gesehen ist das als „Next-Level-Entertainment“ gelabelte "Experiment" (DWDL) jede Menge von Nichts. Experimentiert wird mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes. Nicht erst seit „Solitary“ weiß man: Die Würde... mehr...
Nicht einmal 24 Stunden war Jörg Kachelmann wieder in Freiheit, da ging der frühere ARD-Moderator in die Offensive. Das TV-Interview, das der 52-Jährige einem freien Journalisten gegeben hatte, flimmerte zur besten Sendezeit über fast alle Kanäle. Der Fernsehmann tat das, was er ohne Frage kann: vor der Kamera überzeugend wirken. Kachelmann macht nach der Haftentlassung gut Wetter in... mehr...
Nachdem es in den beiden ersten Wochen noch so gut für die neue Sat.1-Show "Mein Mann kann" lief, ging es diesmal in Richtung Mittelmaß. Nur noch 1,08 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen zu - 11,4%. Ein Mitschuldiger könnte Senderfamilienbruder ProSieben sein: "Star Wars: Episode I" erkämpfte sich nämlich Werte von 1,52 Mio. und 16,2% und war damit um 20.15 Uhr die Nummer 1. In den... mehr...
Wer geglaubt hat, dass sich die sexuellen Ausschweifung der ersten Staffel "Californication" nicht mehr steigern ließen – schon gar nicht im Free-TV – der hat sich getäuscht. Am heutigen Freitag geht bei RTLII die Hollywood-Satire in die zweite Runde und setzt noch einmal einen drauf: Es gibt noch mehr Sex in einer Serie, die ohnehin schon kaum etwas anderes thematisiert. Das macht die... mehr...
Bei FAZ.net ist unter dem Namen "Deus ex machina" ("Gott aus der Maschine") ein neues Blog gestartet, das sich mit Internet-Themen befasst. Das Konzept stammt von Don Alphonso, der bereits das FAZ-Blog "Stützen der Gesellschaft" betreibt. Bei "Deus ex machina" schreiben vier feste Autoren über zwischenmenschliche, gesellschaftliche und philosophische Aspekte der Netzwelt. Das Netz-Blog... mehr...
Handelsblatt-Chef Gabor Steingart versucht, seine Redakteure mit dem Versprechen auf Naturalien pädagogisch zu Exklusivleistungen anzutreiben. Der Stern gibt sich eigensinnig und macht statt der Loveparade den bereits bestens medial ausgeleuchteten Fall Kachelmann zum Titel-Aufmacher. Beate Wedekind entdeckt angesichts der Loveparade, dass sie in Duisburg geboren wurde und schreibt... mehr...
Bei Burdas Nachrichtenmagazin Focus wurde das Abfindungsprogramm jetzt offiziell abgeschlossen. Insgesamt werden 60 Planstellen im Verlag und in der Redaktion abgebaut, betriebsbedingte Kündigungen werden nicht vorgenommen. Ziel des Programms war es, dass mindesten 50 Stellen gestrichen werden können. Wer sich schnell entschieden hat, konnte noch eine Turbo-Prämie einstreichen. In einem... mehr...
Alpenland wird zu Appleland: Am Freitag startete der Verkauf des iPhone 4 in der Schweiz. Das berichtet Chip.de. Wegen des günstigen Angebots von 769 Franken (umgerechnet 565 Euro) für das kleinste Modell (16 GB) des neuesten Apple-Handys erwarteten die Eidgenossen einen Massen-Tourismus. Um der Menschenmengen Herr zu werden, ließ Orange, einer der Anbieter des iPhone, sich eine... mehr...
Auch der Juli hat dem Anzeigengeschäft der Publikumszeitschriftenverlage keinen Aufschwung beschert. Wie die neuesten Zahlen der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) des VDZ zeigen, liegt der Markt nach dem Juli 0,36% unter dem Vorjahr, nach dem Juni betrug das Minus 0,34%, es gab also nahezu keine Änderung. Größter Gewinner des bisherigen Jahres bleibt nach Anzeigenseiten gerechnet... mehr...
Burdas Internet-Tochter Tomorrow Focus hat glänzende Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. ToFo-Chef Stefan Winners freut sich über einen Umsatz, der um fast 45 Prozent auf 59,2 Mio. Euro gestiegen ist. Umsatztreiber sind weiter die Partnervermittlung Elite Partner und das Reisebewertungsportal HolidayCheck. Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte im ersten Halbjahr um 21,8 Prozent... mehr...
Letzte Kommentare