Auch in einem Monat mit schwierigen Bedingungen ist ein neuer Visits-Rekord möglich. Das haben im April u.a. Bild.de, Welt Online und stern.de gezeigt. Trotz des langen Oster-Wochenendes und weniger Werktage verbesserten sie ihre Visits-Rekorde. Bild.de enteilt dabei immer mehr dem Konkurrenten Spiegel Online, Welt Online hat Focus und Sueddeutsche überholt. 41 der Top-50-Angebote verloren im Vergleich zum März. MEEDIA präsentiert das aktuelle Ranking der Nachrichtenwebsites.
Bild.de verbesserte sich zwar nur um 0,1%, doch in einem eigentlich schwierigen Trafficmonat wie dem Ostermonat April ist das eine starke Leistung, die zu dem neuen Rekord von 137,47 Mio. Visits führte. Welt Online wuchs sogar um 15,0%, stern.de immerhin um 0,9%. Weitere Gewinner gibt es auf den ersten 25 Plätzen unseres IVW-Rankings zwei: Hamburger Abendblatt (+0,8%) und Hamburger Morgenpost (+6,3%). Hier dürften die Querelen um den HSV mit Trainerentlassung, Europa League sicher einen Anteil gehabt haben.
Die größten Verlierer auf den ersten 25 Rängen heißen im April taz.de (-10,6%), manager magazin online (-9,4%), Stuttgarter Zeitung & Stuttgarter Nachrichten (-9,3%), sowie Handelsblatt.com (-8,4%). Nicht in unserem Ranking vertreten ist der IVW-Aufsteiger News.de, der wie berichtet offenbar durch massives Suchmaschinenmarketing viel Traffic für einen Shopping-Ableger eingekauft hat. Da dort nun nur noch 14% der Visits aus der IVW-Kategorie "Redaktionelle Inhalte" stammen, werten wir News.de nicht mehr als Nachrichtenwebsite.
Auf den Plätzen 26 bis 50 folgen vier weitere Gewinner. Idowa Online hat 2,3% zugelegt, tz online 5,1%, Reuters Deutschland 17,5% und Volksfreund.de 128,4%. Auch dort gibt es natürlich eine andere Begründung für das rasante Wachstum als ein plötzlicher Popularitätsschub für den Trierischen Volksfreund. Gewonnen hat das Angebot vor allem beim "User generierten Content". Der wahrscheinliche Grund: Wegen einer Vermarktungskooperation werden neuerdings die Zahlen der regionalen Community Partyface.de zu Volksfreund.de hinzugezählt.
Größter Verlierer in dieser zweiten Hälfte der Liste ist neben The Local (-29,0%) die Rhein-Zeitung, die 24,8% einbüßte und auf den schlechtesten Visits-Wert seit Juli 2008 zurückfiel. Mehr als 10% verloren haben zudem suedkurier.de, die Badische Zeitung, die WirtschaftsWoche und SOL.de.
Eine ausführliche IVW-Analyse zum Geschehen außerhalb der Nachrichtenbranche finden Sie an dieser Stelle.
"Die süße Falle: Diabetes" titelte der Focus am 16. April und bewegte damit deutlich mehr Menschen als in den Wochen zuvor, dass Münchner Magazin zu kaufen. Bei den am Dienstag veröffentlichten IVW-Zahlen für die Verkaufswoche 16 kommt der Focus damit auf 140.324 Heftverkäufe im Einzelhandel (Kiosk, Supermärkte, Tankstellen & Co.) bei einem Gesamtverkauf von 581.419 Exemplaren. Weniger... mehr...
Die US-Firma Visual Revenue hat eine Analysesoftware entwickelt, mit der die Durchschlagskraft von Online-Überschriften getestet werden kann. Das "Instant Headline Testing" soll die Klickraten auf Websites deutlich erhöhen. Die Empfehlungen, wo und wie lange Artikel online stehen sollen, werden laut Unternehmensangaben in Echtzeit gegeben, auf Basis der Nutzerschaft eines... mehr...
Nach hundert Tagen als Besitzer des Deutschen Fernsehballetts sagt Peter Wolf: "Das ist ein Himmelfahrtskommando". Der Berater und TV-Produzent hatte dem MDR das Ballett zum Jahresbeginn abgekauft, die neue Intendantin Karola Wille muss sparen. Reue, Willes Angebot angenommen zu haben, sagt Wolf, verspüre er zwar nicht. Aber die Aufgabe, aus der bisher gebührensubventionierten Truppe... mehr...
5000 Folgen in 20 Jahren. Das sind Zahlen, die im schnelllebigen Medienbusiness für beeindruckende Konstanz stehen. “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” feiert in dieser Woche Jubiläum. Keine andere Serie hat sich im deutschen Free-TV so lange so gut gehalten. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Am Mittwoch lädt RTL zur 5000. Episode. MEEDIA blickt auf das Phänomen "GZSZ", bei dem die... mehr...
Seit der Talk-Reform in der ARD leiden die Talksendungen im Ersten an Themen-Armut und miesen Quoten. Die geballte Ladung von fünf konzeptionell sehr ähnlichen Gesprächssendungen an fünf Tagen hintereinander war keine gute Idee. “Hart aber fair” rettet sich immer öfter in Gaga-Themen, “Anne Will” sucht noch immer ihre Nische und “Beckmann” leidet unter dem Donnerstag-Sendeplatz. Wir... mehr...
Als die ARD ihre "Markenchecks" im Januar aus dem WDR Fernsehen ins Erste verschob, sorgten die ersten Ausgaben für eine Quoten-Sensation. Mehr als 6 Mio. Leute sahen den "Lidl-Check", darunter mehr als 2 Mio. 14- bis 49-Jährige. Doch die drei neuesten Ausgaben kamen im Mai längst nicht mehr an diese Zahlen heran. Nutzt sich das Konzept schon ab? Und welches waren bisher die... mehr...
Die zweite Staffel von "Rachs Restaurantschule" könnte schon die letzte gewesen sein. Nur 1,82 Mio. 14- bis 49-Jährige wollten das Finale am Montag sehen - ein unbefriedigender Marktanteil von 15,5%. Das erste Staffel-Finale sahen im Herbst 2010 noch 2,69 Mio. (19,9%), fünf der sechs Folgen der zweiten Staffel landeten unter den RTL-Normalwerten. Gewonnen hat den Dienstag die Soap... mehr...
Transparenz sieht anders aus: Die "Landespressestelle Bremen" der Piratenpartei hat über ihren jüngsten Landesparteitag Halbwahrheiten verbreitet. Sie berichtete in einer Pressemitteilung über die Wiederwahl des Landesvorsitzenden, unterließ dabei aber jeden Hinweis auf eine Kampfabstimmung um den Vorsitz. Mehrere Medien verließen sich auf die verschleiernde Mitteilung, viele Bremer... mehr...
Google soll der EU-Kommission möglichst in wenigen Wochen Rede und Antwort stehen. Die Kommission hatte Ende 2010 ein Kartellverfahren gegen den Internetkonzern eingeleitet. Vorwurf: Google missbrauche seine marktbeherrschende Stellung auf dem Markt der Suchmaschinen. Joaquín Almunia, Vizepräsident der Europäischen Kommission, hat am Montag einen Zwischenstand gegeben – und fordert... mehr...
Bei einem Auftritt an der Humboldt Uni in Berlin, in einem Stern-Porträt und im aktuellen Focus verarbeitet Thomas Gottschalk sein Scheitern mit “Gottschalk Live”. Die Selbstkritik, die er zur Schau trägt, kratzt aber, wenn überhaupt, nur an der Oberfläche. Mal seien Gäste schuld gewesen, mal habe man sein Konzept nicht richtig umgesetzt, mal hat das Publikum nicht kapiert, was er... mehr...