Kai Diekmann hat bei der Mitgliederversammlung der "taz"-Genossenschaft für Aufsehen gesorgt. Der "Bild"-Chefredakteur zeigte sich im roten Kapuzenpullover und forderte, dass die "taz" für ihr Online-Angebot Geld verlangen solle. "Ich halte es für richtig, für guten Journalismus auch gutes Geld zu verlangen", sagte Diekmann laut "taz". Die Versammlungsteilnehmer quittierten die Behauptung mit "Raunen und Gelächter". Aus dem Vorstand hingegen kam klare Zustimmung zu dem Paid-Content-Aufruf.
Die "taz"-Redakteurin Ulrike Herrmann, die dem Genossenschaftsvorstand angehört, entgegnete auf die Forderung des "Bild"-Chefs: "Ich sehe das wie Kai Diekmann. Online muss etwas kosten, und es wird etwas kosten." Genaue Pläne, wie Paid Content bei der "taz" umgesetzt werden kann, gebe es allerdings noch nicht. Aufgrund der schwachen Marktmacht könne die Zeitung keine Vorreiterrolle einnehmen, sondern "im Windschatten" der Großen mitmachen.
Zuvor hatte Diekmann "in einem etwas länglichen Statement" zu Abo-Einnahmen bei der "taz" und der Auflagenentwicklung der "Bild"-Zeitung geäußert. Unter sinkendem Absatz beim Einzelverkauf hätten auch alle anderen Zeitungen zu leiden, erklärte der "Bild"-Chef, um die "Euphorie" der Genossen zu bremsen.
Kai Diekmann gehört der 8.826-köpfigen "taz"-Genossenschaft seit 2009 an. Um Mitglied zu werden, müssen Antragsteller einen Beitrag von mindestens 500 Euro einzahlen.
Axel Springer hat bereits begonnen, Online-Inhalte zu monetarisieren. So hat Bild.de im August die erste kostenpflichtige Online-App eingeführt: Für 1,59 Euro können Fußballfans "mein Klub Premium Edition" aus dem iPhone-App-Store herunterladen.
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Bei FAZ.net ist unter dem Namen "Deus ex machina" ("Gott aus der Maschine") ein neues Blog gestartet, das sich mit Internet-Themen befasst. Das Konzept stammt von Don Alphonso, der bereits das FAZ-Blog "Stützen der Gesellschaft" betreibt. Bei "Deus ex machina" schreiben vier feste Autoren über zwischenmenschliche, gesellschaftliche und philosophische Aspekte der Netzwelt. Das Netz-Blog... mehr...
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Bei Burdas Nachrichtenmagazin Focus wurde das Abfindungsprogramm jetzt offiziell abgeschlossen. Insgesamt werden 60 Planstellen im Verlag und in der Redaktion abgebaut, betriebsbedingte Kündigungen werden nicht vorgenommen. Ziel des Programms war es, dass mindesten 50 Stellen gestrichen werden können. Wer sich schnell entschieden hat, konnte noch eine Turbo-Prämie einstreichen. In einem... mehr...
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