Auftakt nach Maß für Apple: Nach ersten Schätzungen von Piper Jaffray-Analyst Gene Munster hat der Computer- und Tablethersteller am Einführungswochenende in den USA offenbar mehr iPads der zweiten Generation verkauft als von der ersten vor einem Jahr. So geht Munster von bis zu einer halben Million abgesetzter iPads aus. Vor einem Jahr konnte der Technologiekonzern noch 300.000 Tablet-Macs am Start-Wochenende verkaufen. 70 Prozent der Kunden seien zudem Erstkäufer.
Die Begeisterung, als das iPad debütierte und eine regelrechte Manie vor dem Erstverkaufstag am Osterwochenende grassierte, konnte nicht getoppt werden, das war klar. Die Verkaufszahlen indes schon. Nach 300.000 verkauften iPads der ersten Generation soll Apple in den USA nun am vergangenen Wochenende bis zu 500.000 iPads 2 abgesetzt haben, schätzt Technologie-Analyst Gene Munster von Piper Jaffray.
Munster, der den wertvollsten Technologiekonzern der Welt so seismografisch wie kaum ein zweiter Analyst verfolgt, hat am Apple Flagshipstore an der 5th Avenue genau nachgezählt: 1109 Apple-Fans standen am Freitag vor Eröffnung der Tore um 17 Uhr Ortszeit diesmal in der Reihe, 703 waren es im vergangenen Jahr. In der Mall of America in Minneapolis wurden diesmal 334 Personen gezählt nach 105 im vergangenen Jahr, berichtet der "Business Insider".
70 Prozent Erstkäufer vom iPad 2
Ziemlich aufschlussreich erscheint auch das Verhältnis zwischen Erst- und Zweitkäufern: Happige 70 Prozent der iPad2-Besitzer erwerben den Tablet Mac zum ersten Mal, so Munster. Es scheint also, als habe Apple trotz 15 Millionen verkaufter iPads der ersten Generation nochmal neue Käufer ansprechen können.
Interessanterweise besitzen aber 65 Prozent der iPad2-Käufer bereits ein iPhone – der viel zitierte "Halo Effect" von Apple-Produkten scheint sich also wieder einmal zu bestätigen. Das Verhältnis zwischen dem 3G und Wifi-Modell hält sich offenbar die Waage (47 Prozent verkaufter 3G-Modelle).
Apple selbst veröffentlichte noch keine Daten zum Verkaufsstart. Online-Vorbestellungen sind in den USA unterdessen mit erheblichen Wartezeiten verbunden: 3 bis 5 Wochen soll die Lieferung bereits dauern.
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