Es klingt nach einem Luxusproblem, kann aber für jede Company zu einer ernsthaften Bedrohung werden: Mitarbeiter, die – noch nicht einmal absichtlich – Peinliches, Böses oder Geheimes über ihren Arbeitgeber bei Twitter, Facebook, Flickr & Co. posten. Um diese Gefahren einzudämmen hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) nun einen Leitfaden mit zehn Tipps für den geschäftlichen Umgang im Social Web veröffentlicht. Wichtigste Regel: "Geheimnisse sind geheim und Interna bleiben intern".
Erarbeitet wurden die "Handlungsempfehlungen" von der BVDW-Fachgruppe Social Media. Die Regeln sollen den Mitarbeiter-Umgang mit internen Informationen oder öffentlicher Kritik am eigenen Unternehmen bei Twitter und Facebook thematisieren. Zudem sollen sie helfen, dass sich Angestellt in kritischen Unternehmenssituationen auch auf den Social Media-Plattformen korrekt und loyal verhalten.
„Kein Unternehmen kann sich dem Social Web mehr entziehen. So vermischen Mitarbeiter schnell private und berufliche Informationen auf Social Media-Plattformen", sagt Sevenload-Gründer Axel Schmiegelow, den Vorsitzenden der BVDW-Fachgruppe Social Media. "Klare Unternehmensrichtlinien für die geschäftliche Nutzung von Social Media beugen ungezielter Kommunikation vor, um potentielle Risiken sowohl vom Unternehmen als auch von einzelnen Mitarbeitern abzuwenden." Sein Vize, Felix Fiek von Ethority ergänzt, dass vielen Mitarbeitern die Tragweite "von Äußerungen innerhalb eines sozialen Netzwerkes nicht immer bewusst" sei. "Hier muss jedes Unternehmen klare Spielregeln aufstellen, auch wenn die Nutzung von Social Media ausdrücklich erwünscht ist."
Die Regeln:
1. Definieren Sie Ziele
2. Geheimnisse sind geheim und Interna bleiben intern
3. Mitarbeiter müssen authentisch sein
4. Wer veröffentlicht, übernimmt Verantwortung
5. Interne Kritik ist erlaubt, bleibt aber intern
6. Gehen Sie mit Fehlern offen um
7. Schonen Sie Ihre Geschäftsbeziehungen
8. Beachten Sie das geltende Recht
9. Schränken Sie private Nutzung von Social Media während der
Arbeitszeit ein
10. Social Media erfordert kontinuierliches Engagement
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