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Montag 15. März 2010 01:15

Verkaufsschlager iPad: 120.000 an Tag eins

Die Spekulationen überschlagen sich seit der Vorstellung Ende Januar: Wird Apples erste große Produktneuheit seit dem iPhone ein Hit oder ein Flop, wie Kritiker unterstellten? Seit Freitagabend kann der Tablet Mac im amerikanischen Apple Store vorbestellt werden. Marktforscher und Analysten haben ganz genau hingeschaut und wenige Stunden nach dem Online-Verkaufsstart die ersten Hochrechnungen gestartet. Ergebnis: Apples loyale Kundschaft rennt dem Computerpionier den Apple Store ein.
 

Das Rennen ist eröffnet – und es sieht ganz danach aus, als sollte alles beim Alten bleiben: Apple liefert Produktneuheiten und die technologiebegeisterte Kundschaft greift zu. So geschehen am vergangenen Freitag ab 8.30 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit. Die Apple Stores gingen vom Netz und füllten sich wenige Minuten Zwischending aus iPhone und MacBook, auf das alle Fans des Kultunternehmens aus Cupertino seit der Vorstellung am 27. Januar gewartet hatten – dem längst mythisch verklärten iPad.

Und tatsächlich: Die hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Geschätzte 120.000 iPads, die ab April in den USA ausgeliefert werden, wurden binnen weniger als 24 Stunden geordert, berichtet das Blog "Brainstorm Tech", das zum renommierten US-Wirtschaftsmagazin "Fortune" gehört. Allein 50.000 Geräte sollen in den ersten zwei Stunden bestellt worden sein, hat eine Erhebung der Valcent Financial Group ergeben.

"75 Millionen Dollar mit einem Produkt erlöst, das 99,9 Prozent der Käufer weder gesehen noch angefasst haben"

Die größte Nachfrage erhielt die mit 499 Dollar günstigste Wifi-Version (16 GB), die bereits am dem 3. April in den USA verfügbar sein soll. Auf die 16-, 32- und 64- GB-Modelle in der Wifi- als auch 3G-Version entfiel eine etwa gleichgroße Nachfrage.
  
Bemerkenswert: Innerhalb des ersten Verkaufstages hat Apple einen zusätzlichen Umsatz im hohen zweistelligen Millionen Dollar-Bereich eingefahren. "Apple hat 75 Millionen Dollar mit einem Produkt erlöst, das 99,9 Prozent der Käufer weder gesehen noch angefasst haben",  ist Valcent Financial Group-Analyst Victor Castroll postiv überrascht. "Das ist erstaunlich, vor allem wenn man bedenkt, dass der Verkauf noch drei Wochen entfernt ist."

Aktionäre teilten die Ansicht und schickten die Apple-Aktionäre am Freitag den fünften Tag in Folge auf neue Allzeithochs - nämlich auf knapp 227 Dollar.  

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Donnerstag 11. März 2010 20:55

Deutsche Medienaktien legen in der Krise zu

Was für ein Unterschied ein Jahr macht: Genau zwölf Monate ist es her, als die Aktienmärkte rund um den Globus den tiefsten Punkt ihrer beispiellosen Talfahrt erreicht hatten. Mittendrin: Deutsche Medienaktien, die, getrieben durch die Sorge vor der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg so stark einbrachen wie seit dem Platzen der Internetblase nicht mehr. Doch genauso dramatisch fällt nun die Wiederauferstehung aus – vor allem für einen TV-Konzern, der vierstellig zulegt!   

Der März ist ein bemerkenswerter Monat. Zehn Jahr auf den Tag ist es her, als die wahrscheinlich größte Hausse aller Zeiten ihr Ende fand. Binnen eines Jahres hatte Anleger der komplette Höhenrausch gepackt, der am 10. März 2000 seinen Gipfel fand – die Wachstumsmärkte Nasdaq und der Neue Markt in Frankfurt sollten ihre bis heute unerreichten Höchstkurse erreichen.

Was folgte, war eine beispiellose dreijährige Talfahrt, die wiederum ihr Ende im März 2003 wenige Tage vor Ausbruch des Irak-Krieges fand. Sechs Jahre und einen Bullen- und Bärenmarkt später, endete der dramatische Ausverkauf nach der Lehman-Pleite ebenfalls in der zweiten Märzwoche.

Für deutsche Medien- und Internetaktien schien es wie überhaupt für den deutschen Aktienmarkt kein Halten zu geben. Wer in der Spitze nur 50 Prozent an Wert verloren hatte, wie etwa das Online-Netzwerk Xing, schien im dramatischen Ausverkauf der Post-Lehman-Ära noch gut bedient. ProSiebenSat.1-Aktionäre sahen sich vom Allzeithoch im Sommer 2007 bis zum Allzeittief im März 2009 mit einem astronomischen Wertverlust von 97 Prozent konfrontiert. Doch dafür wurden Anteilseigner des Münchner Medienkonglomerats in den vergangenen zwölf Monaten gebührend entschädigt:

1. ProSiebenSat.1:  + 1195 Prozent

Es ist das Comeback des Jahres, wenn nicht des ganzen vergangenen Jahrzehnts: Fast 1200 Prozent Plus mit einer deutschen Medienaktie! Möglich gemacht hat es ein hoch verschuldeter TV-Konzern, der noch in der Hausse der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts zum Spielball von Private-Equity-Investoren wurde.

Nachdem die Münchner Senderkette ProSiebenSat.1 im März nach Bekanntgabe der Jahresbilanz für 2008 bis auf unglaubliche 90 Cent durchgereicht wurde,  notiert die Aktie zwölf Monate später wieder bei fast 12 Euro. Grund für das phänomenale Comeback: Ein besserer Geschäftsverlauf als erwartet. So stieg der bereinigte Gewinn vor Steuern 2009 im Vergleich zum Vorjahr immerhin wieder geringfügig, nämlich  um 3,3 Prozent auf 696,5 Millionen Euro an.
Zudem beflügelt die Hoffnung, dass die Anteilseigner KKR und Permira vielleicht doch die schwedische Tochter SBS versilbern könnten, um den weiter horrend hohen Schuldenstand abzubauen. Die Kursfantasie kehrte sprungartig zurück.

2. Freenet: + 184 Prozent

Eine positive Geschäftsentwicklung nach turbulenten Zeiten war auch bei der früheren Mobilcom-Tochter Freenet zu beobachten. Die Internetaktivitäten  wurden weitgehend veräußert:  Alle Aktien der Strato AG gingen im November vergangenen Jahres an die Deutsche Telekom, das DSL-Geschäft an United Internet. Dafür zog sich der Mitbewerber United Internet aus dem mit Drillisch 2007 gemeinsam gegründeten Unternehmen MSP zurück, das 2008 noch die Übernahme angestrebt hatte.

Freenet wächst nun im Mobilfunkbereich weiter  - und zwar kräftig. In den ersten 9 Monaten des Jahres zogen Umsatz – und Gewinn um 58 bzw. 56 Prozent an.  Die Zahlen für das Gesamtjahr 2009 werden nächste Woche vorgestellt. Analysten rechnen vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen mit einem Reingewinn in Höhe von mindestens 390 Millionen Euro. Zudem soll die Dividende im laufenden Jahr auf 1,00 Euro fast verdoppelt werden. Für die Analysten der Commerzbank sind das schlagende Argumente: Sie empfahlen die Freenet-Aktie (aktuell: 11 Euro) gestern erst zum Kauf. Kursziel: 13 Euro.  

3. United Internet:  + 168 Prozent


Ebenfalls ein Kauf für Analysten ist der Internet Provider United Internet, der  seine Aktionäre in den letzten zwölf Monaten mit einem Plus von 168 Prozent  ebenfalls glücklich machte. Der frühere Neue Markt-Star konnte den Vergleichsindex TecDax, der seit März 2009 um rund 100 Prozent zulegte, damit deutlich hinter sich lassen.

Eine Erholung im DSL-Geschäft und einstelliges Anziehen bei Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten belebten die Fantasie bei Anlegern wieder.  Die Volkswirte der Schweizer UBS stufen die United Internet-Aktie weiter mit „Buy“ ein und sehen ein Kursziel bei 16 Euro (aktuell 11,50 Euro).

4. Tomorrow Focus: + 129 Prozent

Nach einem extrem herausfordernden Jahrzehnt scheint einem führenden Content-Provider der deutschen Internet-Landschaft in den vergangenen Monaten endlich der Ausbruch nach oben gelungen zu sein. Das allerdings eben nicht durch redaktionelle Inhalte, sondern vor allem durch die Zuwächse seiner E-Commerce-Töchter HolidayCheck und ElitePartner. Das Geschäft mit redaktionellen Internet-Inhalten bleibt problematisch.

5. RTL Group: + 102 Prozent

Erholung der TV-Werbung, zweiter Teil: Auch die Bertelsmann-Tochter RTL Group ist gut durch die Krise gekommen und kann zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr blicken. Unterm Strich konnte der in Luxemburg ansässige TV-Konzern mit 298 Millionen Euro sogar hauchdünn ein Ergebnis über dem des Vorjahres (296) präsentieren.

Auch der mit einem Börsenwert von über 2,8 Milliarden Euro mit Abstand höchst bewertete Medienkonzern der Republik konnte seine Aktionäre – und damit vor allem Mehrheitsaktionärin Friede Springer -, mit einem beeindruckenden Comeback versöhnen: Nach einem Umsatzrückgang von nur 4 Prozent erholte sich die Axel Springer-Aktie seit März 2009 um 87 Prozent und schlug die Benchmark SDax (plus 60 Prozent) damit deutlich.  Von Kurszuwächsen in diesen Dimensionen können Xing- (plus 20 Prozent) und Sky-Aktionäre (plus 5 Prozent) indes nur träumen.

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Mittwoch 10. März 2010 00:20

US-Internetaktien: Party wie 1999

Wenn die Nacht am  dunkelsten erscheint, ist die Dämmerung oft am nächsten. Diese alte Binsenweisheit trifft passend auf die Aktienmärkte zu. Vor genau einem Jahr hätte der Pessimismus wohl größer kaum sein können: Ein halbes Jahr nach der Pleite von Lehman Brothers schien es, als sollten die Kurse schier ins Unermessliche fallen – ein Boden schien nicht in Sicht. Doch tatsächlich bildete er sich gerade aus. Zwölf Monate später sieht die Börsenwelt völlig anders aus, wie die Anteilseigner von Expedia, Apple oder eBay zu berichten wissen.

Besitzer von Internetaktien haben den Film schon mal gesehen. Ironischerweise zehn Jahre ist es her, als sich wie aus dem Nichts plötzlich ein Paradigmenwechsel abzeichnete: Alles, was sechs Monate lang im Zuge des Millenniumhypes noch gut war, wurde von Aktionären plötzlich so hart und schnell wie möglich abverkauft. 

Neun Jahre später das gleiche Bild nur mit anderen Vorzeichen: Lehman Brothers, die einst viertwertvollste Investmentbank der Welt, war plötzlich pleite und riss buchstäblich über Nacht die gesamte Finanzlandschaft mit sich – auch Unternehmen aus dem Internet- und Technologiesektor, die mit Hypothekenanleihen nichts zu tun hatten. Sechs Monate ging das Gemetzel weiter, das Vorzeige-Unternehmen wie Apple oder Google binnen weniger Monate halbierte.

Im März 2009 dann die Trendwende. Was für ein Unterschied ein Jahr machen kann, beweist ein Blick auf die Notierungen heute.

Expedia: + 257 Prozent

Keine Frage: Es war das Jahr der Online-Reiseveranstalter. Wie schon in der Rezession von 2001 avancierten Internet-Reisebüros zu den großen Krisengewinnern. Ganz vorne dabei: Die frühere Microsoft-Tochter Expedia mit einem Plus von mehr als 250 Prozent.  



Baidu: + 240 Prozent



Was für ein Comeback: Die größte chinesische Internet-Suchmaschine kann „Krise“ bis heute nicht buchstabieren – die Geschäfte wuchsen weiter zweistellig, während die Aktie regelrecht abhob. Von den Tiefstkursen im März 2009 bis zum neuen Allzeithoch in diesen Tagen waren es gar mehr als 300 Prozent Plus. Neuer Schub kam im laufenden Jahr ausgerechnet vom großen Rivalen Google, dessen  Rückzug in China dem Platzhirsch zusätzlich den Rücken stärkt.

Priceline:  + 187 Prozent



Internet-Reisebüros, zweiter Teil: Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum der Millenniumshausse wurde auch ein früherer Internetstar wieder um Leben erweckt – die Geschäfte boomen bei Priceline, das den ersten Platz zwar seinem Rivalen Expedia überlassen muss, aber nach Börsenwert mit fast 11 Milliarden Dollar vor dem einheimischen Konkurrenten liegt.

Apple: + 157 Prozent

Es ist die Wiederauferstehung der Technologiebranche. Gebeutelt von den Sorgen um rückläufige Verbraucherausgaben und vor allem um die Gesundheit von CEO Steve Jobs, der sich im Januar in eine halbjährige Auszeit verabschiedete, fiel die Apple-Aktie im Zuge der Finanzkrise härter zurück als die Technologiebörse Nasdaq selbst – ein epochaler Absturz von knapp 200 auf 78 Dollar binnen weniger Monate.

Spürbar war die Krise indes nie wirklich beim Computerpionier: Das Wachstum legte weiter zweistellig zu. Getrieben von anziehender Nachfrage in den vergangenen Monaten und vor allem der Aussicht auf den baldigen Launch des iPads, stellte die Apple-Aktie zuletzt Allzeithoch nach Allzeithoch auf und schloss heute bei historischen 224 Dollar. Damit wird Apple inzwischen mit mehr als 200 Milliarden Dollar bewertet. 

eBay: + 138 Prozent

Auch ein Internetpionier, der in der Millenniumsrallye vor zehn Jahren schon exorbitante Zuwächse verzeichnet hatte, erlebte ein glorreiches Comeback. Obwohl der frühere Buchversender Amazon dank des Kindles und schnelleren Wachstums mehr Schlagzeilen auf sich zog, konnte der weltgrößte Online-Auktionator seine Aktionäre doch mehr befriedigen: Mit  einem Plus von 138 Prozent binnen der letzten zwölf Monate schlug eBay Amazon, das es vom 9. März 2009 bis gestern auf ein Plus von 111 Prozent brachte.

Auch andere Technologie- und Internetschwergewichte verzeichneten in den vergangenen zwölf Monaten beachtliche Zuwächse: Der Flash-Anbieter Adobe legte um 104 Prozent zu, Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) um 102 Prozent, Microsoft um 87 Prozent, Cisco  um 84 Prozent. Internet-Riese Google gewann immerhin noch 82 Prozent und konnte damit ebenfalls knapp die Technologiebörse Nasdaq schlagen, die genau 80 Prozent an Wert gewann.

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Dienstag 09. März 2010 00:45

Medienaktien: Die Auferstehung

Genau ein Jahr ist es her, als die Aktienmärkte rund um den Globus den tiefsten Punkt ihrer beispiellosen Talfahrt erreicht hatten. Im März 2009, als der Himmel einzustürzen und die Kurse ins Bodenlose zu fallen schienen, gab es so ziemlich niemanden, der eine schnelle Trendwende voraussah. Doch genau die setzte dann mitten in der tiefsten Krise ein und ließ viele Kurse buchstäblich durch die Decke schießen. Zwölf Monate später folgt auch allmähich die Konjunktur der Börse. Ein Blick auf die größten Wall Street-Gewinner.

Was für ein Unterschied ein Jahr machen kann. Exakt 365 Tage ist es her, dass die Weltbörsen in den Wirren der Finanzkrise ihren Tiefpunkt erreichen sollten. Fast genau ein halbes Jahr nach der verhängnisvollen Pleite von Lehman Brothers kam der dramatischste Ausverkauf seit dem Platzen der Internetblase zum Erliegen.

Das wollte jedoch am 9. März 2009 kaum einer wahr haben – mit Ausnahme des renommierten US-Vermögensverwalters Doug Kass. Der passionierte Shortseller, der seit 2007 vor dem Crash auf dem Immobilienmarkt gewarnt hatte, sollte die treffendste Einschätzungen seiner über 30-jährigen Investmentkarriere machen. Sie lautete: "Wir haben die Tiefs einer ganzen Anlegergeneration (generational lows) gesehen."

US-Vermögensverwalter Doug Kass trifft den Boden im März 2009: "Zeit, wieder optimistisch zu werden"

Das sagte Kass erstmals am 3. März 2009 und wiederholte es im Wochenverlauf wieder und wieder. "Die großen Probleme unserer Zeit sind voll eingepreist", befand Kass mehrfach CNBC. "Es ist Zeit, wieder  optimistisch zu werden". Wohl gemerkt: Zu einem Zeitpunkt des größtmöglichen Pessimismus an den weltweiten Aktienmärkten.

Dem waren auch die hartgesottesten größten Medientycoone zeitweise verfallen. "Ohne jede Frage befinden wir uns im ausgeprägtesten Abschwung seit mindestens einer Generation. Wahrscheinlich bin ich hier sogar der Einzige, der sich an schlimmere Zeiten erinnern kann". Das erklärte niemand anderes als ein Ur-Gestein der US-Medienbranche, nämlich der bereits 85-jährige Chairman vom US-TV-Riesen Viacom und größter Einzelaktionärs des US-TV-Senders CBS, Sumner Redstone.  

Ein Quartal später hatte Redstone indes wieder der Optimismus gepackt: "Ich glaube, wir stehen am Beginn eines neuen Bullenmarktes", erklärte der TV-Veteran im Mai. "Wenn ein Bullenmarkt beginnt, zieht die Wirtschaft neun Monate später nach". Genau so kam’s – und niemand profitierte davon stärker als CBS selbst.

1. CBS + 375 Prozent

So gelang dem US-TV-Riesen dann auch das Comeback des Jahres. Der aus Viacom hervorgegangenen US-Traditionssender befindet sich klar auf Erholungskurs und verdiente im letzten Geschäftsquartal 2009 mit 171 Millionen Dollar oder 25 Cent je Aktie wieder  23 Prozent als im Vorjahreszeitraum. Mutige Aktionäre, die vor einem Jahr einstiegen, konnten sich über exorbitante Gewinne in Höhe von 375 Prozent binnen nur zwölf Monate freuen.

2. News Corp: + 190 Prozent

Auch ein anderer Tycoon erkannte den Gezeitenwechsel  in der Konjunktur rechtzeitig. "Wie Sie wissen, war ich sehr pessimistisch. Aber es gibt immer mehr Signale, dass die Tage des steilen Absturzes vorüber sind", erklärte Rupert Murdoch im vergangenen Mai. "Ich bin kein Volkswirt, aber es zeigt sich immer deutlicher, dass das Schlimmste vorüber ist." So war es. Die News Corp.-Aktie legte im vergangenen Jahr um fast 200 Prozent zu.

3. Disney Corp: + 110 Prozent

Der dritte Platz unter den erfolgreichsten großen Medienaktien der vergangenen zwölf Monate ging an den inzwischen mit 64 Milliarden bei weitem wertvollsten Medienkonzern der Welt – Walt Disney. Der im US-Traditionsindex Dow Jones gelistete Unterhaltungsriese überbot mit einem Nettogewinn von 844 Millionen Dollar im Weihnachtsquartal zuletzt die Analystenerwartungen.  

4. Sony + 102 Prozent

Ebenfalls im Aufwärtstrend befindet sich der japanische Elektronikriese Sony. Der CD-Pionier, der vor drei Jahrzehnten den Siegeszug der Compact Disc einleitete, konnte seinen Aktionären im zuletzt abgelaufenen Quartal wieder dreistellige Gewinne präsentieren. Genauso verhielt es mit der Aktie, die binnen der vergangenen zwölf Monate um 102 Prozent zulegte.

5. TimeWarner + 60 Prozent

Lediglich bei Aktionären des einst mit Abstand wertvollsten Medienkonzerns der Welt dürfte sich die Begeisterung in Grenzen halten. Trotz der Abspaltung des ewigen Sorgenkindes AOL konnte die Time Warner-Aktie weniger zulegen als die US-Benchmark, der marktbreite S&P 500.

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Sonntag 07. März 2010 23:55

Kursausbruch: Apple auf Allzeithochs

Nach fast fünf Monaten in einer festgefahrenen Handelsspanne ist die Apple-Aktie am Freitag nach oben ausgebrochen: Bei 219 Dollar schloss das unter dem Tickersymbol AAPL an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gelistete Papier – so hoch wie nie zuvor. Nach Meinung von Marktexperten und Analysten hat die nächste Phase des Höhenflugs knapp ein Monat vor dem Debüt des iPads damit indes erst begonnen. Fundamental betrachtet ist das Papier im Gegensatz zu seinem Kursniveau nämlich nicht teuer.    

Plötzlich leuchteten neue Höchstkurse auf: "Ich habe auf diesen Ausbruch seit Anfang des Jahres gewartet – nun ist es so weit", kommentierte James Cramer (CNBC, TheStreet.com), der wohl bekannteste Börsenjournalist der USA, die plötzlich sehr auffällige Kursbewegung zum Handelsstart an der Wall Street.

Bei genau 215 Dollar eröffnete das unter dem Tickersymbol AAPL an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gelistete Papier, nur wenige Cent vom im Januar aufgestellten Allzeithoch entfernt. Sechseinhalb Stunden später waren weitere 4 Dollar hinzugekommen, und Apple hatte nach einem Plus von mehr als 8 Dollar oder knapp 4 Prozent das getan, was Experten seit Langem prognostiziert hatten – zu einer neuen Aufwärtsbewegung angesetzt.

iPad-Launch löst Rallye aus

Dabei war der Auslöser profaner als erwartet. Schon die Mitteilung, dass das mit höchster Spannung erwartete iPad in den USA Anfang April auf dem Markt erscheinen werde, versetzte Investoren zu Begeisterungsstürmen – in den vergangenen Wochen waren immer wieder Gerüchte aufgetaucht, nach denen sich die Auslieferung des Tablet Macs durch Lieferengpässe des Zulieferers Foxconn nachhaltig verzögern könne.

Nun die Entwarnung. Alle Modelle des iPads werden auch in Deutschland, Australien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien, Kanada, der Schweiz und Spanien Ende April erhältlich sein, teilte der Computerpionier am Freitag mit.

James Cramer: "Der Zug verlässt jetzt den Bahnhof, man kann einfach nicht länger warten"

Die Folge war vorhersehbar: Analysten hoben ihre Gewinnschätzungen und Kursziele für die Aktie reihenweise an – Merrill Lynch etwa auf 260 Dollar. CNBC-Marktkommentator James Cramer hatte schon am Vorabend darauf hingewiesen, dass die Apple-Aktie reif für einen Ausbruch nach oben sei: "Der Zug verlässt jetzt den Bahnhof, man kann einfach nicht länger warten".

Warum, wird aufgrund der Fundamentaldaten deutlich: Nach Anpassung der Quartalsbilanzen um die iPhone-Verkäufe nach GAAP-Standards ist die Apple-Aktie tatsächlich nicht als teuer zu bezeichnen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das laufende Geschäftsjahr von 18 wird Apple nur mit einem leichten Premium-Aufschlag zu Tech-Konkurrenten wie Microsoft, Intel oder Dell gehandelt.

Nach Abzug der üppigen Cash-Reserven von 40 Milliarden Dollar, die alleine 43 Dollar je Aktie ausmachen, fällt sogar die Premium-Bewertung weg. "Gemessen an den Gewinnschätzungen von 2011 kommt Apple nur auf ein KGV von 13 – genau wie Dell oder HP. Die haben aber weder das iPad noch das iPhone noch den iPod", folgert James Cramer, der Apple weiter zum Kauf empfiehlt: "Lassen Sie sich nicht vom vermeintlich hohen Kursniveau abschrecken."

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Freitag 05. März 2010 00:05

Facebook bestätigt Börsenpläne

Klare Ansage vom Facebook-Gründer: Der Weg des mit Abstand weltgrößten Social Networks geht an die Wall Street. "Das sehen die Verträge mit unseren Angestellten und Investoren vor", macht der erst 25-jährige Gründer Mark Zuckerberg gegenüber dem "Wall Street Journal" in einer der länglichen Exklusiv-Geschichte klar. Die renommierte US-Wirtschaftszeitung berichtet zudem, dass Investoren auf einen weitaus höheren Börsenwert spekulieren als angenommen – 40 Milliarden Dollar sind im Gespräch.

Die mutmaßlich größte Erfolgsstory des Internets seit dem Börsengang von Google nimmt Konturen an. Erstmals hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bestätigt, dass er einen Gang an die Börse nicht nur in Erwägung zieht, sondern klar beabsichtigt. "Wir werden an Börse gehen, weil das schon die Verträge mit unseren Investoren und Mitarbeitern vorsehen", diktierte der erst 25-jährige Firmengründer  dem "Wall Street Journal".

Dem wohl renommiertesten Titel aus dem Murdoch-Portfolio gewährte Zuckerberg für die Seite-Eins-Story Einblicke in die Firmenentwicklung. "Das Unternehmen ist definitiv so aufgebaut, dass ich und die anderen Gründer eine Menge Kontrolle über Facebook haben", gibt Zuckerberg zu, der mehr als ein Viertel der Anteile hält und für drei der fünf Aufsichtsratsitze stimmberechtigt ist.

Milliardengrenze soll beim Umsatz schon diesen Jahr fallen

Diese Kontrolle ist auch der Grund, warum das boomende Social Network von drängelnden Investoren bislang nicht zum IPO zu bewegen war – Zuckerberg formt das kalifornische Unternehmen, bis es Börsenreife besitzt. Das soll nach Einschätzungen von Investoren, die sich zuletzt Anteile an Facebook sicherten, erst nächstes Jahr der Fall sein, berichtet Jessica Vacellaro, Technologiereporterin des "Wall Street Journals".

Dann nämlich dürfte ein nachhaltig profitables Facebook auch Umsätze im Milliarden-Bereich vorweisen können. Aus Unternehmenskreisen war zu hören, dass Facebook 2010 bereits zwischen 1,2 und 2 Milliarden Dollar erlösen will. Fortgeschrieben ins nächste Jahr könnte das in einer turmhohen Bewertung gipfeln, zitiert die WSJ-Technologiereporterin mit der Sache vertraute Kreise.

Analysten: Börsenwert von 100 Milliarden Dollar in 2015 möglich

"Investoren, die jetzt Facebook-Aktien kaufen oder Zugang zum Investment suchen, erwarteten bei einem Börsengang eine Bewertung von 35 bis 40 Milliarden Dollar", zitiert Jessica Vascellaro. 35 bis 40 Milliarden Dollar? Damit erscheint die vermeintliche Mondbewertung von 15 Milliarden Dollar aus dem Herbst 2007, als Microsoft sich ein 1,6 Prozent-Anteil sicherte, vergleichsweise mickrig.
 
Tatsächlich würde Facebook in dieser Größenordnung eine andere Dimensionen durchbrechen. Als Google 2004 als erster großer Internetkonzern nach dem Platzen Dot.com-Blase an die Wall Street strebte, wurde Suchmaschine aus dem Stand mit 27 Milliarden Dollar bewertet. Heute sind es 177 Milliarden. Entsprechend gibt es auch Analysten, die die Grenze eines börsengelisteten Facebooks nicht hoch genug ziehen können – 100 Milliarden seien bis 2015 denkbar, zitiert Vascellaro.     

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Nils Jacobsen
ist Wirtschaftsjournalist und Internetexperte in Hamburg. Der studierte Germanist und Medienwissenschaftler berichtet seit mehr als einem Jahrzehnt über die Entwicklung der Aktienmärkte und Internet-Wirtschaft - u.a als Chefredakteur der Portale clickfish.com, US FINANCE.de und YEALD.de. In dieser Tradition schreibt, analysiert und bloggt Jacobsen nun für MEEDIA über das Beste der beiden Welten Internet und Wirtschaft.


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...letzten zwölf Monaten mit einem Plus von 18 Prozent ... Kleiner Tippfehler im Text, da müssen [...] Zum Artikel dieses Kommentars
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