"Konstantin Neven DuMont hat die Feiertage in diesem Blog verbracht", stellte Stefan Niggemeier am Sonntag fest und listete mehr als 30 Kommentare, die der Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg seit Heiligabend im Blog des Medienjournalisten hinterlassen hatte. Die "Werkschau" der Postings des 40-Jährigen hat schon mehr als 200 teils hämische Leserkommentare, und die Branche fragt sich: Warum tut DuMont das, warum tut er sich das an? Wir fragten Konstantin Neven DuMont. Hier seine Antworten.
Sie sind der einzige Verleger, der sich offen und aktiv an Diskussionen in kritischen Blogs beteiligt. Warum tun Sie das?
Mich ärgert die Art und Weise, wie undifferenziert einige Blogger über uns ablästern. Da werden zum Teil auch Unwahrheiten in die Welt gesetzt. Außerdem lerne ich bei diesen Diskussionen viel, es schult quasi meine intellektuelle Intelligenz.
Fehlt es im deutschen Web an einer Plattform, auf der Medienmanager und -kritiker konstruktiv miteinander diskutieren können?
Eine neutrale Plattform wäre nur dann gut, wenn sich die Protagonisten auch daran beteiligen würden. Fragen Sie doch einmal die führenden Köpfe aus der Blogosphäre bzw. der Verlagswelt. Ich befürchte, dass die daran kein Interesse haben werden. Ich wäre mit Sicherheit dabei.
In vielen Kommentaren anderer Besucher des Blogs von Stefan Niggemeier wurden Sie hart angegangen. Wie gehen Sie damit um?
An polemische Pöbeleien gewöhnt man sich schnell. Mich kann ein wahrheitswidriger Vorwurf nicht verletzen.
Im Internet herrschen raue Sitten, viele kommentieren anonym: Wann ist Ihre Schmerzgrenze erreicht, wann klinken Sie sich aus?
Ich habe mir ein Tageslimit von 30 Minuten gesetzt.
In welchen Foren oder bei welchen Blogs beteiligen Sie sich sonst noch aktiv?
Ich beteilige mich seit über 15 Monaten im forum.ksta.de. Außerdem habe ich einen Facebook-Account. Einige Kommentare habe ich auch auf carta.info bzw. indiskretionehrensache.de geschrieben.
Was fasziniert Sie am Blog von Stefan Niggemeier?
Mich hat fasziniert, wie oberflächlich sich Stefan Niggemeier mit den Medien auseinandersetzt. Außerdem schien mir da für meinen Zweck am meisten los zu sein. Ein gewisses Grundrauschen sollte in einem Blog schon vorhanden sein.
Stefan Niggemeier hat Ihre Kommentare zu einem eigenen Blogartikel gemacht. Fühlen Sie sich darin fair behandelt?
Ich fühle mich von ihm sehr unfair behandelt. Niggemeier schreibt zum Beispiel, "…und als Sohn von Alfred Neven DuMont wird ihm eines Tages Köln gehören,” Auf den materiellen Reichtum der Stadt kann das nicht bezogen gewesen sein, da mir dann Null-Komma-X Prozent gehören würde. Auch die Einflussmöglichkeiten auf den Rat der Stadt Köln kann er unmöglich gemeint haben, da das Gegenteil durch unzählige Ratsbeschlüsse längst bewiesen ist. Es ging Niggemeier an dieser Stelle gar nicht darum, Fakten aufzuzählen, sondern mich in aller Öffentlichkeit zu diskreditieren. Teilweise ist ihm das sogar gelungen, wie sich in der Blogosphäre leicht nachprüfen lässt.
Es fällt auf, dass gerade im Internet oft massiv Kritik an den Verlagshäusern und Verlegern generell geübt wird. Verstehen Sie Ihre Kommentare als Mittel, die Diskussion zu versachlichen?
Ob sich damit irgendetwas versachlichen lässt, wird sich in Zukunft herausstellen. Ich würde das allerdings begrüßen. Zurzeit geht es mir eher darum zu demonstrieren, mit was für Mitteln in dieser Szene zum Teil gearbeitet wird.
Glauben Sie, dass viele Blogger zu wenig von der Realität eines Medienkonzerns verstehen?
Davon bin ich fest überzeugt.
>> Die Kommentarwut des Jung-Verlegers
>> stefan-niggemeier.de: Ein Sandkasten für Konstantin Neven DuMont
06.01.10 13:39
Peter Lucius Web-Site
Man mag Meedia ja manchmal kritisch gegenüberstehen, aber immerhin bleiben die halbwegs gescheiten Kommentare hier stehen. Manche erscheinen sogar doppelt. ;O)) Sorry.
Von Stefan Niggemeier kann ich das nicht behaupten. Da übt man sich in kritischer Höflichkeit und die Kommentare erscheinen einfach nicht bei ihm. Meine Technik ist OK und meine Ausdrucksweise sollte sich auch im Rahmen des Höflichen bewegen. Da kann ich letztendlich sogar verstehen, warum mein folgender Kommentar im Hause Niggemeier offenbar "unangenehm" auffiel.
"""06.01.2010: Kein Blick zurück im Zorn, sondern die reine Neugier auf die Kommentare der Nacht sowie Kontakte zu anderen Bloggern bringen es an den Tag. Die Kommentare zu diesem Thema bei Stefan Niggemeier sind aus technischen und/oder redaktionellen Gründen unvollständig. Dahinter muss keine Absicht stecken. Eine diesbezügliche Email an Stefan Niggemeier wurde bisher nicht beantwortet. Ein angemahnter, fehlender Kommentar tauchte kurzfristig auf und fehlt inzwischen wieder, was auf eine manuelle Bearbeitung der Kommentare schließen lässt. Kein sonderlich guter Stil. Am Thema an sich ändert das jedoch nichts, nur der Niggemeier-Blog verliert für mich dadurch seine Glaubwürdigkeit."""
Was soll's? Am Firmament fällt ein verblassender Stern ja auch nicht auf.
06.01.10 02:14
Peter Lucius Web-Site
Thomas, eigentlich bin ich ein sachlicher Mensch. So quasi ein Denker. Und ich denke mal, dass dein Beitrag mich dazu beflügelt, morgen/heute mit meiner Mutter, also der Konzernleitung, Verhandlungen über das Budget des neuen Jahres aufzunehmen, in deren Verlauf ich hoffe, eine Erhöhung meines Taschengeldes erwirken zu können. In diesem Sinne ... ;O))
06.01.10 01:19
Thomas Television Web-Site
Konstatin Neven Dumont wurde ja schon von allen Seiten kommentiert. Solange er nichts böses tut, was hier ja nicht der Fall zu sein scheint, eher im Gegenteil (ob nun gelungen oder nicht), werde ich mich da nicht weiter kritisch oder sonstwie einreihen. Ich nutze dennoch gerne die Gelegenheit um mitzuteilen, dass ich nichts mitzuteilen habe.
Ich möchte aber als Betroffener die letzte Frage kommentieren:
"Glauben Sie, dass viele Blogger zu wenig von der Realität eines Medienkonzerns verstehen?"
Zwar könnte man darüber diskutieren, was "viel" in dem Zusammenhang sein soll, aber gehen wir der Einfachheit halber von mehr als zwei Dritteln aller Blogger auf. Die Antwort muss heißen: Alles andere wäre wirklich bemerkenswert. Woher sollen unzählige Blogger, die über Diäten, Katzen, Sport, Fernsehen, Promis, Technik, Videospiele, ihren Alltag, Sex oder sonstwas schreiben auch wissen, wie die Realität eines Medienkonzerns aussieht? Was ist das für eine Quatschfrage? Warum sollen sie das wissen und wozu?
Geht es nicht seit Monaten, Jahren darum, dass niemand weiß wie die "Realität eines Medienkonzerns" in Zukunft aussehen wird/soll?
Insofern wäre es auch unter dem möglichen Argument, dass man nicht kritisieren soll, wovon man keine Ahnung hat, geradezu kontraproduktiv, zu verstehen, wie ein Medienkonzern heute, bislang funktioniert. Einzig interessant ist zu wissen, welche Fehler gemacht wurden und werden, damit die in Zukunft verhindert werden können.
Vielleicht sollte man Herrn Neven Dumont mal fragen, wie er sich die Zukunft vorstellt, statt ihn über seinen Auftritt bei Niggemeier reflektieren zu lassen.
Wer denkt, man könnte aus einem vermeintlich peinlichen Auftritt aus Blogkommentaren ableiten, ob Neven Dumont fähig ist ein Medienkonzern in einer radikal veränderten Medienwelt zu führen, also auch etwa Kreativität, Visionen und Ideen mitbringt, der irrt. Vielleicht würde Konstantion Neven Dumont sich in einem Streitgespräch mit Arriana Huffington, die meiner Meinung nach DIE Verlegerin der Zukunft ist, weniger blamieren als Matthias Döpfner aus dem Lieblinsgverlag der Meedianer. Ich weiß es nicht. Es trägt auch niemand dazu bei, dass man es erfährt.
06.01.10 00:57
treets 77
"Christian Becker" schreibt:
"Zu groß ist hingegen die Lust an der Häme (die ja kübelweise ausgeschüttet wird und die Grenzen der journalistischen, inhaltlichen Kritik m.E. häufig weit überschreitet)".
Da hat er völlig recht, der Christian Becker, der hier mit seinem recht seltenen (google: 1,58 Mio Einträge) Klarnamen mutig Position bezieht.
Ich bin der Ansicht, dass man journalistisch, ach was: auch wissenschaftlich sich endlich ernsthaft mit den Thesen Konstantin Neven DuMonts auseinandersetzen muss. Ich habe heute Abend noch mit einem Historiker gesprochen, der - nur ein Beispiel - die Nevensche These vom immmerfortwährenden Einfluss des Marshall-Plans auf unsere Gesellschaft höchst bewundernswert fand.
Mehr noch: innerhalb der Vereinigung der Blauen Funken Kölns wird - bitte, das ist nur ein Gerücht, ich konnte es noch nicht überprüfen - darüber nachgedacht, inwieweit gefiltertes Brunnenwasser statt Kölsch während der Sitzungen ausgeschenkt werden sollte. Da reden wir nicht mehr nur von der web-2.0-Gesellschaft - das wäre die Abkehr von der 0,2l-Gesellschaft. Eine Revolution. Eine kopernikanische Wende, Teil 2.
Es wird Zeit, dass Köln aufsteht und all den Journalisten da draußen, die da nur auf unsere Fehler lauern, sagt: wir können auch anders. Aber wir müssen nicht.
06.01.10 00:27
Peter Lucius Web-Site
Zitat Christian Becker: "Bei anderen wäre das "billig", "verantwortungslos" oder "doof". Bei Stefan Niggemeier gilt das als superduper-kritisch."
Es geht hier doch gar nicht mehr um Stefan Niggemeier. KNDM hätte sich in jedem anderen Blog austoben können und hätte dort die selbe Kritik geerntet.
Vielleicht sollte man der Geschichte eine neue Überschrift geben:
"Was machen Medien-Manager?" oder "Was machen Medien-Manager falsch?"
KNDM ist doch nur ein kleines Rädchen im Getriebe. Immerhin hat er es geschafft, ein Problem zu thematisieren. (Mehr aber auch nicht).
06.01.10 00:15
Peter Lucius Web-Site
Zitat treets 77: "Mal aus Pro-Konstantin-Sicht heraus gefragt: Hat er es eigentlich verdient, dass man ihm so plumpe Fragen stellt?"
@ treets 77: Meinungen ändern sich manchmal. ;O))
Ich stelle mal die Gegenfrage aus der quasi Kontra-Konstantin-Sicht: Hat er es eigentlich nötig, sich solchen Fragen auszusetzen?
Unterschwellig könnte ich auch fragen: Hat der nichts Besseres zu tun? Sucht der hier nach neuen Ideen? Merkt der eigentlich nicht, wie sehr er mit seinem Tun seinem Unternehmen schadet?
06.01.10 00:05
Christian Becker
Egal, was man von den Kommentaren von KNDM hält - so wie sich Stefan Niggemeier gibt, wird sich dort halt niemand mehr ernsthaft trauen, mitzudiskutieren.
Das ist ärgerlich, denn dass nicht alles stimmen muss, wo Stefan Niggemeier drüber steht, sieht nicht nur KNDM so.
"Aber sich mit Klarnamen in Stefan Niggemeiers Blog einzuklinken, ist mutig." (G. Altrogge)
Richtig. Zu wenig bereit ist Stefan Niggemeier, Dinge nüchtern zu betrachten und das bleiben zu lassen, wovon etwa BILD-Leute leben: einseitig dramatisieren. Zu groß ist hingegen die Lust an der Häme (die ja kübelweise ausgeschüttet wird und die Grenzen der journalistischen, inhaltlichen Kritik m.E. häufig weit überschreitet). Bei anderen wäre das "billig", "verantwortungslos" oder "doof". Bei Stefan Niggemeier gilt das als superduper-kritisch.
05.01.10 23:57
treets 77
Altrogge, ich glaub Ihnen kein Wort, wenn Sie schreiben, was Sie wirklich interessiert hätte. Konstantin wollte sich selbst darstellen, nur deswegen ist er bei Niggemeier so aufgetaucht und hat, um es mal so zu formulieren, die Gastfreundschaft durch Thread-Hijacking ein wenig strapaziert.
Aber all das sei ihm verziehen.
Da ich nun nach einem Blogeintrag bei Niggemeier ins Pro-Konstantin-Lager gewechselt bin (shame on you, Niggemeier *lol*), werde ich Neven junior nicht mehr kritisch zur Geschäftspraxis seines Unternehmens befragen. Meine Güte auch, was soll er denn dazu sagen, wo er doch gar nicht wirklich das Sagen dort hat?
Mal aus Pro-Konstantin-Sicht heraus gefragt: Hat er es eigentlich verdient, dass man ihm so plumpe Fragen stellt? Hätten Sie, Altrogge, ihre Motivation nicht etwas professioneller kaschieren können? Ich meine, man kann das alles wesentlich besser machen. Mein Verdacht: Sie wollten hier Niggemeier vorführen UND Konstantin. Ganz schön perfide, Altrogge, man darf Sie nicht unterschätzen...
05.01.10 23:12
Echt zu Dumm
... es ist ja allseits bekannt, dass Herr Altrogge ein Problem mit Herrn Niggemeier hat, weil eben dieser zu häufig in seinem Blog den ach so feinen Qualitätsjournalismus dieser Seite hier kritisch hinterfragt ... und anstatt sich diese Kritik vor Augen zu führen, um den journalistischen Output zu verbessern, begnügt sich Herr Altrogge mit zahlreichen wenig subtilen Artikeln und Seitenhieben, die Herrn Niggemeier diskreditieren sollen.
Herr Altrogge gründen Sie doch einfach mit Herrn Neven DuMont einen gemeinsamen Blog - zum spielen, für zwischendurch - so für ne halbe Stunde am Tag. Das Interview belegt ja, dass sich sehr gut verstehen. Da können sie dann alle Ungerechtigkeiten und Gemeinheiten thematisieren, die Ihnen aufs Gemüt schlagen, die sie um den Schlaf bringen. Ich hätte auch schon einen Namensvorschlag: www.ichbindochnichtbloed.de
05.01.10 22:56
Peter Lucius Web-Site
Irgendwie lässt mir das Thema keine Ruhe
Georg Altrogge:
"Hallo, kurzer Einwurf: Mich hat wirklich interessiert, warum ein Vorstand eines Medienhauses sich das antut. ..."
So ein Vorstand der denkt sich ja was dabei. Sonst wäre er kein Vorstand. OK, bei KNDM spielt das Elternhaus sicherlich eine ausschlaggebende Rolle, aber letztendlich muss er nun bestimmen, wo es lang geht. Im Windschatten seines bekannten und anerkannten Vaters ist er gefordert, dessen Ideen, Strategien und Visionen fortzusetzen und er sieht sich möglicherweise gezwungen, seinen Vater sogar zu übertreffen.
Im Laufe seiner Ausbildung, seines Studiums und durch seine berufliche Erfahrung glaubt er zu wissen, was richtig ist. Dass Leistungsdruck und die vermeintliche Erwartungshaltung von wem auch immer dazu führen, dass er sich einem beständigen Stress aussetzt, dass er glaubt, irgendwelche Vorgaben noch übertreffen zu müssen, all das raubt ihm den Verstand. Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass er von Sinnen ist, denn dieses Urteil würde nicht nur ihn, sondern die Mehrzahl aller sogenannten Macher ins Abseits befördern. Ich behaupte, dass Leute, wie er, die Bodenhaftung verloren haben. Sie bewegen sich in Regionen jenseits jeglicher Realität. Und selbst daran ist nichts Verwerfliches zu entdecken, denn sie haben es nicht anders gelernt. Das Schlimme ist nur, dass sie jegliche Kritik an ihrem Tun von sich weisen und andere Erfahrungen und Meinungen einfach ignorieren.
Zurück zu den Blog-Aktivitäten von KNDM: Er äußert eine Meinung, die er hat. Ob es wirklich seine Meinung ist oder ob es eine Meinung ist, von der er glaubt, dass er sie haben müsste, sei einmal dahingestellt. Er kommentiert, wie es ihm gelehrt wurde. Rhetorisch fast perfekt und trotzdem angreifbar. Und genau da beginnt sein Niedergang. Zunächst einmal nur durch seine Blog-Beiträge. Man glaubt ihm nicht. Er ist unglaubwürdig oder er vermittelt nur diese Unglaubwürdigkeit. Jeder gescheite Manager würde an dieser Stelle zum Tagesgeschäft übergehen und die Hansels im Blog reden lassen. Nicht so KNDM. Er widerspricht, er rechtfertigt sich, er redet und redet und schreibt und schreibt sich um Kopf und Kragen. Sein Vater hätte gewusst, wann er aufhören muss. Da hat der Sohn wohl nicht richtig aufgepasst.
Und so schreibt er immer weiter und immer mehr und immer wieder, ohne zu merken, dass ihn niemand mehr ernst nimmt.
KNDM ist aufgrund eigener Aktivitäten kurzfristig zur Zielscheibe geworden, auf der sich derzeit viele Medienmacher befinden. Aussichtslos, hoffnungslos, ahnungslos. Als Medienmensch sollte er wissen, dass nichts älter ist, als die Zeitung von gestern. Also wird von ihm morgen, übermorgen, nächste Woche nirgendwo mehr die Rede sein.
Niemand ist unnütz. Er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen. Und so werden sich die interessierten Leser interessanter Informationen auch weiterhin in Geduld üben müssen, bis es mal wieder richtigen Journalismus gibt.
05.01.10 21:36
Peter Lucius Web-Site
@Georg Altrogge, was ist das Besondere an Klarnamen?
Hätte sich KNDM als Fake irgendwo eingeschlichen, wäre seine Aufdeckung ja noch blamabler.
Ich bin mit meinem Klarnamen und meiner Webseite identifizierbar und stehe zu meiner Meinung.
So was sollte für jeden Blogger und Kommentator selbstverständlich sein/werden.
05.01.10 21:22
Georg Altrogge Web-Site
Hallo, kurzer Einwurf: Mich hat wirklich interessiert, warum ein Vorstand eines Medienhauses sich das antut. Konstantin NDM ist ganz sicher umstritten, wie auch der Verlag insgesamt. Aber sich in mit Klarnamen in Stefan Niggemeiers Blog einzuklinken, ist mutig. Begreift das niemand?
05.01.10 21:00
Peter Lucius Web-Site
@P., der journalistische Anspruch liegt derzeit wohl mehr auf der Seite des Lesers. Von einer Erfüllung dieser Ansprüche sind viele Medienmacher weit entfernt.
Es gab Zeiten, da konnte man glauben, was in der Zeitung stand (weil es nichts Anderes gab). In der heutigen Medienvielfalt tun sich die Herausgeber schwer, glaubwürdig zu sein (zu bleiben), weil es viel schwieriger geworden ist, über eine Sache "glaubwürdig" zu berichten.
Hinter jeder Meldung vermutet man zuerst einmal irgendwelche Hintergrundinteressen für diese Meldung. Plump ausgedrückt: Schleichwerbung für sich oder eine Sache im weitesten Sinne.
Den investigativen Journalismus mit einer meinungsfreien Berichterstattung gibt es nicht mehr, auch wenn sich jemand dreimal "Fakten" in den Untertitel schreibt.
Und da kommen so kleine Jungs wie der Konstantin oder der Kai und meinen, mit ihren Aktionen Mediengeschichte zu schreiben.
KNDM hat für mich den selben Stellenwert, wie GZSZ und DSDS. Und wenn man sich über so was nicht aufregt, dann wird's nur noch schlimmer.
05.01.10 20:59
Peter Lucius Web-Site
@P., der journalistische Anspruch liegt derzeit wohl mehr auf der Seite des Lesers. Von einer Erfüllung dieser Ansprüche sind viele Medienmacher weit entfernt.
Es gab Zeiten, da konnte man glauben, was in der Zeitung stand (weil es nichts Anderes gab). In der heutigen Medienvielfalt tun sich die Herausgeber schwer, glaubwürdig zu sein (zu bleiben), weil es viel schwieriger geworden ist, über eine Sache "glaubwürdig" zu berichten.
Hinter jeder Meldung vermutet man zuerst einmal irgendwelche Hintergrundinteressen für diese Meldung. Plump ausgedrückt: Schleichwerbung für sich oder eine Sache im weitesten Sinne.
Den investigativen Journalismus mit einer meinungsfreien Berichterstattung gibt es nicht mehr, auch wenn sich jemand dreimal "Fakten" in den Untertitel schreibt.
Und da kommen so kleine Jungs wie der Konstantin oder der Kai und meinen, mit ihren Aktionen Mediengeschichte zu schreiben.
KNDM hat für mich den selben Stellenwert, wie GZSZ und DSDS. Und wenn man sich über so was nicht aufregt, dann wird's nur noch schlimmer.
05.01.10 20:55
v. alzheimer
Hallo
erstens setzt die "Schulung" "intellektueller Intelligenz" voraus, daß "intellektuelle Intelligenz" vorhanden ist, und zweitens zensierte Blogscheff Herr Niggemeier empirisch nachweisbar zugunsten des Herr Neven DM.
05.01.10 20:44
Karsten Schnelder
Kommt einem vor wie ein Sommerloch. Ein Verleger, der nichts besseres zu tun hat als wild um sich zu kommentieren, ein gekrönter Medien-Kritiker, der schon bessere Zeiten gesehen hat, sich aber alles leisten kann und dennoch hofiert wird (auch eine Berichterstattung geht in diese Richtung, wenngleich meedia.de auch mal kritisch über den zunehmenden Niggemeier schreibt) und "bild.de für medien" alias meedia.de greift das alles wegen der Quote bzw. der Klicks auf.
05.01.10 20:33
P .
Der Kölner Medienkonzern hält sich selbst sauber aus den Schlagzeilen raus, da wäre ein kritisches Interview schon schön gewesen. Zumal die Vorlagen ja kommen: Warum sind viele (ehemalige) Leser mit den Erzeugnissen des DuMont-Konzerns so unzufrieden? Wie entsteht das Bild, DuMont gehöre die Stadt? Warum wirken die Blog-Einträge manchmal so unbeholfen? Wieso dieses Bedürfnis nach Selbstdarstellung?
Statt dessen: "Sie sind der einzige Verleger, der sich offen und aktiv an Diskussionen in kritischen Blogs beteiligt." Hui, kritisch kritisch. Allemal unter dem journalistischen Anspruch von Meedia, oder?
05.01.10 18:55
Peter Lucius Web-Site
Das Gescheiteste an diesem Meedia-Artikel ist (bisher) der Kommentar von Klaus R. Funden (toller Nick ;O)):
"Nicht mehr die Nachricht ist eine Nachricht, sondern die Nachrichtenüberbringer werden zur Nachricht."
Im Mittelalter hat man die Überbringer von schlechten Nachrichten geköpft. Eine leider nicht mehr angewandte gute Sitte.
Dieser Konstantin Nervt DuMont und sein Mitstreiter, der Herr Dickmann, überbringen einfach keine Nachrichten mehr. Nur so entziehen sie sich der Enthauptung. Sie machen sich stattdessen mit lautem, inhaltslosen Getöse zum Kasper der gesamten Branche. Rücksichtslos, hemmungslos, ahnungslos. Hauptsache: Auffallen.
Teeren und federn sollte man sie. An den Pranger mit ihnen. Dann haben sie die gewünschte Aufmerksamkeit.
Um eine quasi intellektuelle Intelligenz zu schulen, muss erst mal eine da sein.
Nun aber mal ernsthaft: Was soll so was? OK, die Aufmerksamkeit haben sie auf sich gezogen. Nicht die Aufmerksamkeit des Volkes, der eigentlichen Zielgruppe, sondern nur die Aufmerksamkeit der Kollegen und der ach so bösen und dummen Blogger. Na und? Diese Aufmerksamen werden denen nichts abkaufen. Nicht einmal mehr die ernsthaften Meldungen, falls es mal wieder welche geben sollte. Das ist so, wie die Geschichte mit dem kleinen Schäferjungen, der dauernd falschen Wolfsalarm gab. Als der Wolf wirklich kam, half ihm keiner mehr. Dumm gelaufen.
Ich zitiere mal den Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten."
Herr Never DuMont, falls Sie mir dieses Zitat zurückgeben möchten, wird meinem durch trainierten Intellekt mit Sicherheit eine angemessene Dankesrede einfallen.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Vertilgung des restlichen Glühweins, Alka Selzer zum Frühstück, und bessere Kampagnen.
05.01.10 18:48
Namrok .
#
Niggemeiers „Sandkasten” gleicht einer Hetzjagt.
Früher wurde den Schwachen einfach von hinten ein Sack über den Kopf gezogen und jeder durfte auf das gemeinsame Opfer nach Herzenslust eintreten!
So geschieht es auch hier in diesem Blog.
Anonyme Blogger profilieren sich auf Kosten eines Menschen, der ihnen offen und – ja auch vielleicht etwas zu gutgläubig (!) gegenübergetreten ist.
Was für eine schwache Leistung…
Anstatt seine populären Gäste zu schätzen und auch zu schützen, hat es Niggemeier durchaus zum Zenit geschafft, als „Hausherr” sich hier doch einen totalen medienstrategischen Faxpas zu leisten!!!
Niggemeiers Sandkasten sehe ich als absolute Beleidigung und Diskreditierung eines prominenten Bloggers an, eine Beleidigung, die er sich hätte so nie erlauben dürfen!!!
Aus einem ganz einfachen Grunde: Meine Gäste behandle ich mit Respekt! Das ist so. Sind es besondere Gäste, achte ich umso mehr darauf, dass sie sich bei mir wohl fühlen und auch gerne wiederkommen.
Diese einfach Gastfreundschaft hat unser Medienjournalist nicht begriffen, sondern er hat viel mehr die Popularität eines Herrn Neven DuMont rücksichtslos als Trittbrettfahrer ausgenutzt, eine eigennützige Hetzkampagne gegen den Verleger zu starten um seinen Blog ins Gespräch zu bringen.
Ein mieser/egoistischer Schachzug, von Intergrität keine Spur!
So behandelt man keine Gäste, mögen sie noch so verrückte Ideen haben.
Niggemeier sollte mehr als froh sein, wenn sich ein Herr Neven DuMont seine Freizeit hier noch vertreibt!
Eines scheint sicher, zu Niggemeier Blog verlaufen sich bestimmt keine namhaften Spezialisten mehr…
Sein Ruf eilt ihm nun voraus!
05.01.10 18:18
Falk Ebert Web-Site
"Fragetechnik" ist das Stichwort...
Trotzdem langweilt mich das hin und her ein wenig, was soll das denn bringen, Kleinkrieg zwischen Verlagshäuser und Blogosphäre zu spielen?
PS: Ist die Captcha-Abfrage hier absichtlich so schwer, damit weniger Kommentare kommen? xD
05.01.10 18:15
treets 77
Neven, ich vermute mal, dass Sie es nicht gewohnt sind, kritisch befragt zuw erden. Insofern durften Sie sich ja beim Gespräch mit Altrogge wie daheim gefühlt haben.
Ihre Wahrnehmung ist in der Tat sehr speziell. Eine launige Bemerkung von mir heraus zu picken, aber den Hauptgegenstand unserer Debatte bei Niggemeier nicht zu erwähnen (inwiefern ihre Sonntagsreden zum Journalismus der Praxis ihres Konzerns entsprechen), ist schon sehr durchschaubar.
Von der Verfilzung mit dem Kölner Klüngel wollen wir hier gar nicht erst reden.
Sie haben sich aus purer Eitelkeit in die Kommentarspalten von Niggemeiers Blog gedrängt. Und nun jammern Sie darüber, dass man Ihnen kritische Fragen stellt. Ihr alter Herr ist in der Hinsicht doch ein ganzes Stück souveräner.
05.01.10 17:50
Konstantin Neven DuMont
Da sind sie wieder, die Kommentatoren des Blogs stefan-niggemeier.de. Der Autor "treets" versuchte mich in Niggemeiers Blog ständig mit irgendwelchen Pöbeleien zu belästigen. Da kamen beispielsweise Zeilen wie diese heraus: "... war ich mal scharf auf ihre Schwester und bereue es nach wie vor, nicht stärker gebaggert zu haben."
— treets — 4. Dezember 2009, 23:34
Niggemeier hat anscheinend nichts gegen derartige Formulierungen einzuwenden. Dieser Kommentar steht bis heute in seinem Blog.
05.01.10 17:50
Klaus R. Funden
So langsam gehen mir die Diskussion um Herrn DuMont und Herrn Diekmann auf den Sack.
Nicht mehr die Nachricht ist eine Nachricht, sondern die Nachrichtenüberbringer werden zur Nachricht.
Dazu ist es in der Welt noch nicht langweilig genug.
Schade, dass sich so viele Kollegen mehr um ihresgleichen kümmern als um Nachrichten, die die Welt bewegen.
05.01.10 17:43
Blogger 2010
Ich habe das Interview mit großem Interesse gelesen. Die Kommentare sprechen für sich ;-))
05.01.10 17:35
treets 77
Herr Altrogge,
nennen Sie es, wie Sie wollen, es bleibt ein Schuss ins eigene Knie, und später einmal, wenn ihre Wut auf Niggemeier abgeklungen ist, werden Sie das auch eingestehen können.
05.01.10 17:16
Georg Altrogge Web-Site
@treets77: Sorry, aber das scheint mir Verschwörungstheoritis im Endstadium zu sein.
05.01.10 17:15
Susi Sandkasten
Ein selbst für Meedia-Verhältnisse peinliches Anbieder-Interview. Möchte Meedia demnächst im Konzern von Neven DuMont unterkommen?
05.01.10 17:15
Palo Salto
Drittletzte Antwort erinnert mich an Kommentar von KNDM Ecke 200 bei SN. Gut bei 30mn pro Tag muss man copypasten
05.01.10 17:10
treets 77
Eines der besten Beispiele für Gefälligkeitsjournalismus der jüngsten Zeit. Das ist eine Fragetechnik, wie sie m.E. früher vor allem im "Neuen Deutschland" praktiziert wurde. Selbst das Motiv scheint klar (denn Altrogge wüßte schon, wie er ein anständiges Interview führen könnte): Es geht darum, Niggemeier eins auszuwischen. Und das macht diese Sache endgültig zum Eigentor.

Georg Altrogge ist Chefredakteur von MEEDIA und sammelte in leitenden Funktionen fast zwei Jahrzehnte Erfahrung im Print-Business, unter anderem als Chefredakteur von „Tomorrow“. Hier beschreibt er Außen- und Innenansichten einer Branche im Nahkampf mit den digitalen Medien.
06.01.10 19:58
Peter Lucius Web-Site
Meine Kritik an Stefan Niggemeiers Blog wurde durch ein technisches Problem ausgelöst. Hier der Hinweis von Stefan Niggemeier:
"@Peter Lucius: Ich habe keine Ahnung, warum die Blog-Software Ihre Kommentare für Spam hält und mir nicht einmal zur Moderation vorschlägt. Womöglich liegt es an der ungewöhlnichen Internet-Adresse.
Der hier (#271) ist ursprünglich schon von heute morgen (ich habe ihn jetzt umdatiert, damit er nicht untergeht und alles andere durcheinanderbringt). Die anderen beiden (ebenfalls mit veränderter Uhrzeit) folgen gleich.
— Stefan Niggemeier — 6. Januar 2010, 17:49 #
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