Meedia
Sie sind hier:
  1. HOME
  2.  » Meedia-Blogs
  3.  » Dirk Manthey
  4.  » Dirk Manthey Post

  • NEWS
    • Internetweiter
      • Aktuell
      • Top 100
    • Fernsehenweiter
      • Aktuell
      • TV-Quoten
    • Printweiter
      • Aktuell
      • Top 100 Zeitschriften
      • Cover-Check
    • Musik & Radioweiter
      • Aktuell
      • Top 100 Sender
    • Werbungweiter
      • Aktuell
  • BACKGROUND
    • Meedia-TVweiter
      • Neue Medien-Videos
    • Meedia-Blogsweiter
      • Georg Altrogge
      • Christian Meier
      • Alexander Becker
      • Daniel Bouhs
      • Felix Disselhoff
      • Nils Jacobsen
      • Nina May
      • Dirk Manthey
      • Dirk Kunde
      • Jens Schröder
      • Stefan Winterbauer
      • Henning Ohlsen
    • Meedia-Galerienweiter
      • Wired
      • PR-Award 2011
      • Google vs Facebook
      • Eurovision 2011
      • Best of Leserreporter
      • Köpfe des Jahres 2010
      • Zitate des Jahres
      • iPhone Apps
      • Neue Sites
      • Neue Zeitschriften
      • Newssites 50
      • People & Parties
      • Top Bücher
      • Top Musik
      • Web Top 100
      • Zeitungen heute
      • Zeitschriften TOP 100
      • Zeitungen TOP 100
      • Gewinner obs-Awards 2010
      • obs-Awards 2010
      • Klickgalerie
    • Job & Karriereweiter
      • Aktuell
      • Workshop
      • Timeline-Workshop
  • TOOLS
    • Meedia-Analyzerweiter
      • Übersicht
      • Internet
      • Zeitungen
      • Zeitschriften
    • Meedia Zeitungen
    • Meedia TV Tipps
    • Meedia-Browserweiter
      • Deutschland
      • USA
      • International
    • Meedia-Peopleweiter
      • Events
Mittwoch 01. Oktober 2008 09:18

Was das Bankenbeben für das deutschen Mediengeschäft bedeutet

Von einem „moment of historic drama“ spricht die „New York Times“, „Jitter go global“ schreibt das „Wall Street Journal“. Die taumelnden Finanzmärkte sorgen für Untergangsstimmung, auch in Europa.

Was aber in keiner Zeitung steht: die Medien sind vom Crash massiv selbst betroffen. Und die Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf die USA, sie gehen rund um den Globus. Für das deutsche Mediengeschäft heißt das: die ohnehin trüben Aussichten sind in den letzten Tagen noch ein Stück schlechter geworden.

Egal, ob der Banken-Rettungsplan im US-Kongreß doch noch eine Zustimmung findet oder ob noch die eine oder andere deutsche Bank mit in den Strudel gerissen wird, der Schadensfall ist eingetreten. Zu den strukturellen Problemen der Branche mit der Digitalisierung kommt jetzt noch eine handfeste Wirtschaftskrise hinzu. Fasten your seatbelts!

Konkret für die Medienbranche heißt das:

  • auf absehbare Zeit wird weniger geworben als die Medien-Unternehmen das eingeplant haben. Es trifft alle Branchen, die von Werbung leben: auch die Internet-Firmen. Schon jetzt sehen die Auftragsbücher für das zweite Halbjahr schlecht aus. 2009 dürfte es aber erst richtig schmerzhaft werden.
  • Im einst so preislistentreuen Deutschland werden wir Rabattschlachten um die Werbegelder erleben wie wir sie bisher nur aus dem Ausland kennen.
  • Sparen werden aber nicht nur die Werbungstreibenden, sondern auch die Konsumenten. Auch und gerade an Medienprodukten. Die Umsätze der Medien-Companies werden also in beiden Märkten – Werbung wie Vertrieb –  auf breiter Front zurückgehen
  • Die Konsequenz heißt Kostenmanagement. Die Zeit der „Bean Counter“ ist gekommen. Alle werden den Gürtel enger schnallen müssen, sofern das nach den Sparmaßnahmen der letzten Jahre überhaupt noch geht. Größere Investitionen werden aufgeschoben.
  • Es wird zwangsläufig zu einer Pleiten- und Entlassungswelle kommen. Und es wird alle Sektoren treffen: Verlage, TV-Anbieter, Radio, Internet-Firmen. Werbeagenturen.
  • der Siegeszug des Internets wird sich verlangsamen. The bubble is back, 80% der Startups, so hört man jetzt schon in den USA, werden das nächste Jahr nicht überleben. Trotzdem: im Vergleich zu den anderen Medien bleibt das Web natürlich die Branche mit der größten Zukunft.

Das ist alles ziemlich ernüchternde Aussichten. Aber es bleibt der Trost: Keine Krise ist von Dauer. Es wird auch wieder bergauf gehen – aber erst einmal kommen ein oder zwei verdammt harte Jahre auf uns alle zu.

<- Zurück zu: Dirk Manthey
Seite drucken
Tweet

Letzte Kommentare

Anzeige: 1 - 7 von 7

07.10.08 15:21

Christian Schmitt Web-Site

[...] Die Branchen-Auguren geben sich zur Zeit allerdings recht bearish, aber das liegt auch im allgemeinen Trend – Beispiel Dirk Manthey, Gründer der Verlagsgruppe Milchstraße, jetzt Herausgeber von meedia. Seine Thesen fasst er in einem Beitrag zusammen mit der Überschrift „Was das Bankenbeben für das deutschen Mediengeschäft bedeutet.” Zitat: „Was aber in keiner Zeitung steht: die Medien sind vom Crash massiv selbst betroffen. Und die Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf die USA, sie gehen rund um den Globus. Für das deutsche Mediengeschäft heißt das: die ohnehin trüben Aussichten sind in den letzten Tagen noch ein Stück schlechter geworden. Seine Prognose: weniger Werbung gleich größere Löcher in den Auftragsbüchern gleich Rabattschlachten ungeahnten Ausmaßes. Und außerdem: weniger Umsatz gleich engerer Gürtel gleich „Pleiten- und Entlassungswelle“ [...]

02.10.08 15:36

Helge Steinmann Web-Site

Schätzungsweise wird einfach nur eine Anpassung an die Realität eintreten. So ähnlich wie in der Musikbranche auch. „Ideen nach vorne” - die Commerzbankkampange hats schon vorausgesehen. Ärgerlich an dem Ganzen ist nur, dass Menschen darunter leiden werden, die nichts für schlechtes Management und Blöff können. Wie immer eigentlich. Verhungern wird aber hier immer noch niemand. Von daher nachdenken und sein Ding machen, sofern man weiss, was das ist.

01.10.08 19:26

Petra Stock

Ich glaube, Dirk Manthey übertreibt, wenn er auch von Verlusten in der Internet-Branche ausgeht. Natürlich wird sich auch dort das Wachstum verlangsamen, aber Internet wird das Winner-Medium bleiben.

01.10.08 18:27

Helma Finkenauer-Linnerth

Sowohl Herr Koch als auch Herr Hansen haben recht. Denn: wir haben wohl ein Problem, das aber nicht aus dem Schlechtwetter herbeigeredet werden soll. Es ist seit Jahren in den dunklen Wolken über uns herumgetragen worden. Und es gibt jetzt eine "gute" Gelegenheit, sich dieser schweren Wassertropfen zu entledigen. Wie gut, wenn man dennoch mutig, innovativ und nach vorne gerichtet sein darf. Das sollte unsere Branche doch hinkriegen.

01.10.08 18:27

Wolfgang Michal Web-Site

Der Staat wird uns raushauen!

01.10.08 17:48

Thomas Koch

Dirk Manthey hat Recht. Es bringt uns alle nicht weiter, wenn wir weiter beschönigen. Erinnern wir uns an die Aussagen zur Stabilität der Banken noch vor ein paar Wochen... Es geht auch nicht darum, den Teufel an die Wand zu malen, sondern sich auf das vorzubereiten, was mit großer Wahrscheinlichkeit auf uns zu kommt: Ein Problem.
Kopf hoch
Thomas Koch

01.10.08 17:23

Ralf E. Hansen

So wie man Schönwetter in den Medien oft genug herbeigeredet hat (es ist oft genug gelungen), so kann man natürlich auch Schlechtwetter herbeireden. Dunkle Wolken am Horizont sind aber kein Garant für Unwetter. Die geschilderten Gründe für die Vorhersage kann keiner leugnen, indes muss es nicht so kommen. Es kommt dann zu der Prognose von Herrn Manthey, wenn in den nächsten Wochen sämtliche Medien diese Negativblasen immer und immer wieder posaunen. Ich glaube an die Kraft der deutschen Medien. Es ist möglich, die jahrelangen teils unseriösen Machenschaften der Banken und die jetzigen Auswirkungen zu begrenzen.
Gott zum Gruße
Ralf E. Hansen

Artikel kommentieren

(wird nicht veröffentlicht)

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spam-Abwehr. Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Dirk Manthey
ist Herausgeber von MEEDIA. Er hat früher die Verlagsgruppe Milchstraße ("TV Spielfilm", "MAX", "Fit for Fun") gegründet und lebt heute in Kalifornien.

 

 

Drucken | Diese Seite weiterempfehlen | Mail an Meedia
    • ABOUT MEEDIA  •  
    • MAILS AN MEEDIA  •  
    • WERBEN AUF MEEDIA  •  
    • MEEDIA-IMPRESSUM  •  
    • MEEDIA-SITEMAP  •  
    • AGB  •  
    • JOBS