Macht macht jetzt in Coupons. Seit 1996 gehört der Netzpiloten-Gründer Wolfgang Macht zu den prägenden Köpfen der deutschen Web-Szene. Sein neues Projekt hört jetzt auf den Namen: Sparbon.de. "Wir starten heute Deutschlands größten Coupon-Club im Netz", geht Macht gegenüber MEEDIA gleich mal in die Offensive. Tatsächlich kann der Berliner seine Idee mit viel Kraft in den Markt drücken. Denn durch diverse Gewinnspiel-Kooperationen kann Macht für sein neues Start-up gleich rund zehn Millionen Unique Visitors erreichen.
Sparbon.de funktioniert denkbar einfach: Die Club-Mitglieder bekommen online Rabattmarken, die sie offline dann in Geschäften einlösen. "Zum Start konnten wir mehr als 500 Online-Shops, rund 50 Handelsketten und Einzelhändler überzeugen", erzählt Macht. Zu den Partnern gehören unter anderem Marken wie Daniel Hechter, Görtz, MyToys oder der ProMarkt. Noch befindet sich Sparbon.de in der Beta-Phase. Der offizielle Launch der Plattform ist für Februar 2010 geplant. Dann soll zur Vertriebsunterstützung auch eine groß angelegte TV-Kampagne starten.
Zumindest im Internet sind die Netzpiloten nicht die Ersten, die auf Rabattmarken setzen. "Im Web gibt es bereits einige Gutscheinanbieter für andere Online-Shops", sagt Macht. "Wir wollen die Menschen aber dazu bringen, dass sie mit ihren Coupons direkt in die Läden gehen. Das machen sie am Anfang mit ausgedruckten Coupons. Langfristig soll das natürlich über das Handy gehen." Damit hoffen die Berliner ein gewisses Alleinstellungsmerkmal zu haben. In Deutschland kennt Macht kein vergleichbares Angebot. Sein Vorbild ist das US-Start-up Coupons.com.
Finanzieren soll sich das Start-up über Beiträge der Club-Mitglieder, die für die Schnäppchen-Schnipsel zahlen sollen. "Wir haben uns für ein Abo-Modell entschieden. Dabei zahlen die Mitglieder fünf Euro pro Monat. Wir sind ganz gespannt, ob es uns gelingt, genügend Nutzer davon zu überzeugen, Mitglied in unserem Club zu werden."
Die Netzpiloten AG hat bereits eine bewegte Online-Geschichte hinter sich. Während der New Economy versuchte das Unternehmen ein Angebot zu etablieren, dass sich als Web-Guide verstand und thematisch geordnete Reisen durch das Internet anbot. Mit dem platzen der Web-Blasen mussten auch die Netzpiloten ihren Service stark runterfahren. Macht richtete die Firma neu aus und setzt seitdem auf Gewinnspiel-Services. In diesem Bereich arbeitet er unter anderem mit RTL.de oder Freenet zusammen und betreibt die Portale Gewinnspiele.de und Superwin.de. Passend zur Idee der Netzpiloten gibt es mittlerweile auch das redaktionelle Angebot der Blogpiloten.de.
07.12.09 13:26
Michael Haarburg
@Markus M vom Schnäppchendings:
Ich wäre ohne weitere Info mit Aussagen wie "eher dubios" mal sehr vorsichtig.
Lohnt sich Kommentarspam eigentlich noch heutzutage?
04.12.09 00:02
Markus M Web-Site
Für mcih ist das auch eher Werbung für ein eher dubioses Portal. Diese Infos gibt es im Netz i.d.R. umsonst...
03.12.09 23:15
Fabios Stelzer
also, warum bitte, ein kostenpflichtiges tool, wenn es die infos doch schon zuhauf im netz gibt. angefangen von gutscheinblogs über schnäppchenportale bis hin zu plugins wie einen gutscheinalarm, etc.
jetzt, wo es mit der geld-abzocke via gewinnspieleeintragservice nicht mehr klappt, die neuste masche?! na ich weiss nicht...
zumal der nutzer nicht mal zu sehen bekommt, was ihn für gutscheine erwarten. ist auch besser so, denn sonst würde er sofort sehen, dass es die gutscheine bereits auf vielen seiten im netz gibt.
lg
fabios
03.12.09 20:29
Wolfgang Macht Web-Site
Danke für die Hinweise Herr Lückerath. Packen Sie doch nicht gleich die große Keule aus ;) Ein bisschen beta-Schutz können wir noch gut brauchen. Wir nehmen uns die aufgezeigten Mängel gleich vor. Beste Grüße, Wolfgang Macht
03.12.09 19:32
Thomas Lückerath Web-Site
Ein erschreckend dubioses Portal, dieses sparbon.de. Wundert mich, dass man bei den Netzpiloten diese Methoden nötig hat.
1.) Abgesehen von den wie üblich irgendwo klein verlinkten AGBs wird man bei Beitritt in diesen "Club" nicht informiert, dass man gleich für ein Jahr Mitglied werden muss. Einzige Angabe ist "5 Euro im Monat". Das riecht nach Abzocke.
2.) Auf der Startseite steht plakativ ein Button a la "14 Tage testen". Auf der Anmeldeseite taucht das jedoch nirgends auf. Das weckt zusammen mit den verheimlichten Abo-Laufzeiten einen ganz ganz faden Beigeschmack.
lg,
thomas
03.12.09 17:39
meister propper
bei uns müsste so ein text als anzeige gekennzeichnet werden. gruß

Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.
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29.01.10 09:46
David H.
Wenn den Machern kein vergleichbares Angebot für Coupons zum Ausdrucken bekannt ist, kennen sie den Markt wohl nicht wirklich gut.