Es ist längst eine traurige Medienrealität: Viele Titel-Einstellungen oder Sparrunde werden von den Betroffenen oder den Gewerkschaften mit eigenen Webseiten begleitet. Das war bei der FTD, der Computer Bild oder jetzt auch bei der Westfälische Rundschau so. Unter rundschau-retten.de informiert die Deutsche Journalisten Union über alle neuen Entwicklungen rund um die WAZ-Zeitung, bei der die gesamte Redaktion entlassen werden soll.
Neben den Info-Aspekt setzt die Seite zudem noch auf einen Online-Petition. Auf der Homepage können sich die Besucher „solidarisch mit der Belegschaft der Westfälischen Rundschau“ zeigen und eine Petition unterschreiben, die von der WAZ-Gruppe fordert, ihre Pläne noch einmal zu überdenken.
Letzte Kommentare
23.01.13 10:11
Gottfried Lederle
@Karl K
"Solidarität" mit den WR-Betroffenen ist nirgends erkennbar. Nur Gewerkschaften, die mit haltlosen Versprechungen und Empörungs-Ritualen neue zahlende Mitglieder suchen.
"Solidarität" ist auch nicht zu erwarten. Denn der Ruf der Journalisten ist im Keller, ganz dicht bei korrupten Lügenpolitikern, als deren Kumpane viele Journalisten gelten. Die Vorstellung, Leser, Bürger und Redakteure könnten "Hand in Hand" für "ihre" Zeitung "auf die Strasse" gegen, ist grotesk. "Öffentliche" Meinung und "veröffentlichte" Meinung gehen immer weiter auseinander, weil sich vor allem junge Leute nicht von Journalisten (viele mit Parteibuch) bevormunden lassen wollen. Der Traum von der Einheitsfront gegen den bösen Kapitalismus führt zu nichts.
21.01.13 21:46
Karl K
Natürlich steht bei solch einem ungeheuerlich-rücksichtslosen Vorgang die
Bedrohung der realen Existenz der Betroffenen im Vordergrund.
Daß dies alles in einer Nacht- und Nebelaktion durchgezogen wurde,
flankiert mit einem Zensur-Maulkorb, zeigt aber auch, daß das über den Tag hinaus
Signal, Warnung und Drohung sein soll.
Das kann aber nur wirken, wenn ein wirksamer Gegendruck ausbleibt.
Niemand sollte die wachsende Bedeutung der netzstorms unterschätzen.
Auch das schamloseste Kapital ist personengetragen und damit bei aller hier erkennbarer Indolenz nicht unbeeindruckbar.
Deshalb halte ich Aktionen wie diese für unverzichtbar.
Sie weisen über die Solidarität hinaus und bilden einen
Gegenpart für zukünftige Vorgänge.
Denn umgekehrt würde das Fehlen als Schwäche, gar zynisch als Akzeptanz
gewertet.
19.01.13 14:56
claas hoogen
Webseiten sind günstig zu haben und schnell gemacht. So gaukeln luxuriös bezahlte Gewerkschaftsfunktionäre den Betroffenen bei WR, FR und Co. vor, man könne "etwas tun". Das ist weisse Salbe. Die wohlfeilen Betroffenheitsrituale und flammenden Proteste ändern nichts an den wirtschaftlichen Realitäten, auf die allein es ankommt. Mit Print überhaupt, aber vor allem mit der Weltanschauungspresse geht es nun einmal steil bergab.
Das Publikum zahlt nicht mehr für Bevormundung durch (zu 70% rotgrüne) Journalisten, es will keine "Einordner", "Meinungsführer" oder "Gatekeeper", sondern viel Information und dann selbst denken. Das nennt man Fortschritt.
Die auch nach Ansicht des DJV "sozialdemokratische" WR hat vom Markt die "Rote Karte" bekommen und muss den Platz verlassen. Neue "Spieler" (ohne Papier und ohne Parteibuch) laufen sich warm. Und das ist auch gut so.
18.01.13 16:37
Frank Bell
Liebe Kollegen von meedia. Ich weiß nicht, ob Ihr es wisst: Es gibt außer dem DJV auch die Deutsche Journalisten-Union (dju) in Verdi (seit 1952). Und die oben angesprochene Seite, auf der selbstverständlich auch DJV-Beiträge stehen, hat der dju-Mediensekretär von Verdi aus Düsseldorf, Christof Büttner, eingerichtet. Er betreut sie auch.
Ansonsten: Danke für Eure Berichterstattung.
18.01.13 14:26
Meinhard Zanger Web-Site
Sehr geehrte Damen und Herren!
Bitte überprüfen Sie den Link / die Website http://rundschau-retten.de
Er / Sie funktioniert nicht, bzw. die Site lädt sich tot.
MfG