Springer ist der erste deutsche Verlag: Zum offiziellen US-Marktstart des iPads bringt das Medienhaus eine neue "Kiosk"-Applikation in den App-Store. Mit dem Angebot lassen sich die Ausgaben der Welt, Welt Kompakt und Welt am Sonntag auf dem neuen Tablet-Rechner lesen – allerdings nur in den USA. Denn in Deutschland kommt das iPad erst später in den Handel. Zweite Einschränkung: Die App bieten noch keinerlei Interaktive- oder Bewegtbild-Inhalte. Sie zeigt lediglich eine PDF-Ausgabe der jeweiligen Zeitung.
Immerhin wurde für das iPad die Darstellung der Inhalte – laut Verlagsangeben –"weiter verbessert und eine einfache, benutzerfreundliche Navigation durch die einzelnen Seiten realisiert." Die digitalen Welt-Ausgaben gibt es nur als monatliches Abo (ab 7,99 Euro).
"Die Welt-Gruppe als Innovationsführer im Segment der Qualitätszeitungsmarken ist von Anfang an auf dem iPad vertreten. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, zum Marktstart unsere starken Zeitungsmarken als digitale Ausgaben auf dem iPad anzubieten", sagt Jan Bayer, Verlagsgeschäftsführer Welt-Gruppe. "Bereits bei der iPhone-App der Welt hat sich gezeigt, dass die PDF-Funktionalität ein sehr stark genutztes Angebot ist. Gleichzeitig arbeiten wir an weiteren innovativen Produkten, die sowohl zum Qualitätsanspruch der Welt-Gruppe passen als auch die besonderen multimedialen Möglichkeiten des iPad aufgreifen."
Letzte Kommentare
31.03.10 18:11
Max Mustermann
"Welt-Gruppe als Innovationsführer im Segment der Qualitätszeitungsmarken"
Muahahaa, sind die Pillen des Herrn Döpfner eigentlich noch im freien Verkauf, oder gibt es die nur in dunklen Spelunken? *lachtränen abwisch*
Im Ernst: 30 Euro für ein PDF-Abo? Das ist mal wieder typisch, einen auf dicke Hose machen und dann nichts gebacken bekommen. PDF, und das bei den Möglichkeiten.
Achja: "eine einfache, benutzerfreundliche Navigation durch die einzelnen Seiten" hat die Vorschau von OSX seit Jahren.
Diese Amateure...
31.03.10 15:03
Peter Berger Web-Site
Jetzt zeigt sich die Achillesferse der deutschen Verlage: Sie haben keine aktuellen Audio- oder Videoinhalte, die einen Mehrwert gegenüber der gedruckten Ausgabe erzeugen würden.
Reporter und Fotografen müssen lernen, mit Tönen und bewegten Bildern umzugehen. Simpler Text plus Foto reichen nicht mehr aus, um Verlagskassen in der Welt der iPads und WePads zu füllen.