Georgina ist aus dem Dschungelcamp geflogen. Dabei zeigt ein Blick auf ihre Facebook-Seite: Ginge es allein nach der Zahl der Anhänger, müsste Georgina mit ihren fast 80.000 Fans eine Titelfavoritin sein. Die meisten anderen Kandidaten sammeln deutlich weniger Likes. Aber die Entwicklung der Fanzahlen der 22-Jährigen lassen den Verdacht aufkommen, das jemand nachgeholfen hat. Wurden hier Fans aus Vietnam gekauft? Georginas Agentur weist die Schuld von sich - womöglich sei ein "Gönner" tätig geworden.
Dass Georgina gerne mal nachhilft, wenn etwas zu klein ist, weiß man spätestens, seit die Bild berichtet hat, dass der Rotschopf das Geld aus "Der Bachelor" lieber für eine Brust-OP statt für Mietschulden aufgewendet hat. Liegt es da so fern, sich vorzustellen, dass auch eine digitale Reichweitenvergrößerung nützlich wäre? Die Facebook-Fanzahlen der 22-Jährigen sind nämlich etwas verwunderlich. Tatsächlich wirken sie mächtig aufgeblasen. Etwa 80.000 Fans hat ihre Fan-Seite.
Ein Blick auf die Fan-Zahlen der anderen Dschungelkandidaten: Einige haben gar keine oder keine offizielle Seite. Der ehemalige DSDS-Kandidat Joey kommt mit seiner inoffiziellen Seite auf 126.000 Fans, doch der Rest muss sich Georgina geschlagen geben. Olivia: knapp unter 50.000 Fans, Patrick: etwa 46.000 Fans, Claudelle: nicht einmal 13.000 Fans. Und Fiona? Rund 21.000 Fans.
Aber Moment mal: Wieso ist Georgina dann raus? Ein genauerer Blick auf die Fanzahlen erklärt das vermeintliche Paradoxon. Die Stadt, aus der die meisten Leute kommen, die über Georgina reden, ist: Hanoi, Vietnam. Bei den anderen Dschungel-Kandidaten steht dort meist Berlin, bei Olivia Hamburg. Das ergibt Sinn. Aber Hanoi?
Und dann wäre da noch das merkwürdige Wachstum der Fans. Vor dem Dschungelcamp hatte Georgina noch eine mittlere vierstellige Zahl an Fans. Zu Beginn der Show wuchs die Fan-Zahl, wie zu erwarten. Aber dann: Zwischen dem 15. und 17. Januar gab es das digitale push-up, die Like-Zahl explodierte förmlich. Mehr als 50.000 neue Fans kommen hinzu, wie die offizielle Facebook-Statistik zur Seite zeigt. Danach geht es in kleineren Schritten weiter. Und nun sind es fast 80.000 Fans.
Klar, das Camp erzeugt Aufmerksamkeit, auch die anderen Bewohner gewinnen Fans hinzu, seit sie täglich im Quotenhit von RTL zu sehen sind. Aber ein solch enormes Wachstum, und noch dazu mit vielen Likes aus Südostasien – das riecht eher nach Follower-Kauf.
Die Fansite verweist in der Information auf die Berliner Agentur Medusa Entertainment. Auf eine Anfrage von MEEDIA gibt von dort die Auskunft, Georgina habe vor dem Camp Freunde beauftragt, die Seite zu pflegen. Im Hinblick auf die Fanzahlen heißt es: Nein, man habe keine Fans gekauft. Dass in den Like-Zahlen mitunter etwas nicht passt, sei jedoch schon aufgefallen, weshalb man sich sogar extra nicht mit den Werten gebrüstet habe.
Ein Mitarbeiter sagt: "Wir bieten nur die öffentliche Plattform, der Rest ist Sache der Fans." Von denen könnte jeder auch ohne Admin-Rechte mit Tricks die Fanzahlen hochgeschraubt haben. "Wir können nicht ausschließen, dass da ein Gönner aktiv geworden ist, dafür braucht man ja keine großen Fachkenntnisse." Den Fans sei so etwas zum Teil auf jeden Fall zuzutrauen. "Uns haben auch Mails erreicht, in denen Leute zeigten, dass sie 50 Mal für Georgina angerufen haben!"
Also sollen die Fans Fans gekauft haben. In Vietnam. Mag sein, Verrückte gibt es genug. Aber was sollte ein Fan davon haben? Profitiert nicht eher die Agentur als die Kandidatin? Und wenn die Agentur nur zuschaut, was passiert dann bitte, wenn die Vermarktung erst richtig los geht? Denn genau das wird im aktuellsten Facebook-Posting angekündigt. Darauf dürfe Deutschland "gespannt sein". Immerhin wirbt man hier um Booking-Anfragen.
In der Beschreibung heißt es zudem: "Deutschland braucht ein neues Glamoursternchen. Jemand mit Stil und Köpfchen. Jemand der echt ist. Deutschland braucht Georgina." Jemand der echt ist also. So echt wie die Oberweite. Und so echt wie die Fanzahl?
Letzte Kommentare
24.01.13 16:53
joe jobs tut es wohl doch geben
Sogenannte "Joe Jobs" wurden immer als Fiktion geschildert. Aktuell gibts aber eine Firma die wohl seriös belegt das irgendwer gekaufte Links (wohl auch aus Vietnam, Myanmar/Birma,...) auf ihre Webseite gelegt hat und sie infolgedessen bei Google runtergescored wurden.
Da jeder seit Guttenberg weiss, das die jungen Leute und auch Ad-Planner und Medien- und Werbe-Industrie oder RTL-News auf Facebook-Like-Zahlen usw. draufschauen und manche Leute sogenannte "Twitter-Tussis"(?) haben die dann Tweets vorlesen, kann man dem Gegner schaden oder seinen Marktwert mindern indem man offensichtliche fake-Likes für angeblich ein paar Dollars kauft. Früher hat man halt die Knie zerschlagen lassen (USA Eislaufen) oder die Zahncreme manipuliert (irgendeine andere Sportart)... .
Da man nicht weiss, wer es gekauft hat, müsste also Google beispielsweise bei einer Firma die nur in Deutschland agiert und nur eine deutsche Webseite hat, alle anders-sprachigen Links eher ignorieren oder weniger stark zählen. Ähnliches für Likes ohne Interaktion oder aus Ländern wo man sonst kein Standing hat und praktisch (ausser vielleicht bei YouTube) unbekannt ist und in der Presse und also auch dort in dem Land bei Google-news (sofern es dort nicht verboten wurde) nicht auftaucht.
Facebook hat es geschafft, nur noch halb so vielen Leuten Werbe-Mitteilungen zu schicken und gleichzeitig die Interaktionen (Käufe, Ansehen der Webseite des beworbenen Produktes,...) gleich zu halten. D.h. die Werbung nur noch an Leute zu schicken die vermutlich draufklicken und alle Nichtklicker wie ein Wahrsager praktisch korrekt vorherzusagen bzw. auszufiltern. Sowas ist einen Nobelpreis der Absatz/Marketing/Werbe-Wirtschaft (Meffert usw.) wert! Man sollte also die Likezahlen gewichten und Fake-Likes mit 0.000000001 MicroNanoPicoFemtoAtto-Promille werten. Und Facebook hätte das Knowhow dazu wie die Sache mit der zielgenauen Werbung zeigt.
Google hatte bei Link- und Adfarmen vor einigen Jahren keine hohe Motivation der Beseitigung. Mein google+-Mail-Account nutze ich nirgendwo. Ich habe 3 Anmeldemails von Google und 5 Spams darin. 5 Spams davon sind von Kanadischen Pharma-Firmen weswegen Google wohl auch schon mal Ärger hatte weil sie (in USA wohl unzulässige) kanadische Apotheken-Werbung aktiver oder wirksamer hätte bekämpfen können...
Es ist also eher Desinteresse wenn Spam und Unfug und Fakelikes bei google+ und Facebook nicht gefiltert wird weil diese Fakes heutzutage aktuell noch sehr einfach und trivial erfolgen wie auch aufgeflogene "Optimierungen" bei Wikipedia-Artikeln aufzeigen.
Jubel-Bewertungen bei Amazon erkennt man an der professionellen Schreibweise und laut US-Studie wegen der starken Fokussierung auf Negative Test-Ergebnisse problemlos: "Mein Smartphone hat auch nachts im Dunkeln empfang wenn ich es mit 2 Händen umfasse"(AntennaGate), "Mein Kleinstwagen kippt auch beim Hurrican nicht um"(Elchtest), "Der Akku hält 20 Stunden bei Youtube in Quad-HD und ich kann mit Skype und UMTS und EDGE jeweils einen Videochat mit meinen Verwandten führen während ich im ICE sitze und durch Deutschland fahre" (Kritik an kurzer Akkulaufzeit) ... . Schlechter zu erkennen sind gefälschte negative Berichte von der Konkurrenz. Oder es gibt wirklich bei allen von mir bestellten Produkten gefälschte Versionen aber ich habe immer die Originale bekommen. Früher waren die negativen Bewertungen mit die wertvollste Information bei Amazon-Produkten. Heute ist dem leider nicht mehr ganz so sehr der Fall. Ein Produkt mit gleich vielen schlechten 1*-Bewertungen und gleich vielen guten 5*-wertungen ist heutzutage eher ein Hinweis das die Gegner Anti-Werbung in Form negativer 1-Sterne-Rezensionen bezahlt haben. Die echten negativen Bewertungen muss man dann mühselig heraussuchen und sehen ob man mit den für manche Leute schrecklichen Nachteilen (wie z.b. fehlendes USB- oder HDMI-Kabel, keine SD-Karte mitgeliefert, Anleitung nur als PDF, Taster, Schalter und Beschriftungen nur für kleine Hände und gute Augen...) leben kann.
Die Joe Jobs waren bisher eher eine Legende oder rein potentielle Möglichkeit. Aber inzwischen existieren sie wohl wirklich. Leider reden die entsprechenden "Dienstleister" nicht über ihre Auftraggeber :-( auch wenn das oft offizielle Firmen sind die sich von Joe Jobs auf diese Weise abwenden könnten sobald jemand öffentlich erklärt, das er diese Likes nicht haben will.
Man müsste bei Facebook oder auch bei Google-Websuche eingeben können das man Fake-Like-Länder nicht in der Like-Statistik mitgezählt haben will. Sowas erhöht die Seriösität. Sowas kann man ja auch selber machen und die echteren/bereinigten Zahlen jede Woche auf die Homepage schreiben. Wenn das genug Firmen machen bietet Facebook es dann auch selber an.
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Wegen Titel-Favorismus ? Wie waren denn die Facebook-Likes beim letzten Dschungel-Camp auf die Kandidaten verteilt ? Sowas wäre auch mal eine nette Infografik. Auch für DSDS-Kandidaten-Vorhersage oder Bachelor-Vorhersagen.
24.01.13 16:09
Wilko Steinhagen Web-Site
Mal ganz davon abgesehen, dass die "Agentur" ein illegales Titelbild eingebaut hat. "Call to action" (in diesem Fall: ruft an!) ist auf Profil- und Titelbildern verboten.