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“Fetter, froschgesichtiger Freak im linken Medienzirkus”

Stern-Autor Röhl beschimpft Niggemeier

Der langjährige Stern-Autor Wolfgang Röhl hat in einem Blog-Artikel den Medienjournalisten Stefan Niggemeier und das von ihm mitgegründete Bildblog scharf kritisiert und beschimpft. Das Bildblog bezeichnet Röhl als “digitale Wärmstube für Korinthenkacker”. Niggemeier umschreibt er in einer Konjunktiv-Konstruktion als “froschgesichtigen Freak im linken Medienzirkus”. Röhl bezieht sich damit auf einen Bildblog-Beitrag zur neuerlichen Sarrazin-Debatte.

Das Bildblog hatte in dem Artikel “Islamhass ist für ‘Bild’ nicht der Rede wert” Verständnis für die kurdischstämmige Journalistin Mely Kiyak gezeigt. Diese hatte den umstrittenen Bestseller-Autor Thilo Sarrazin (“Deutschland braucht den Euro nicht”) in einer Kolumne der Frankfurter Rundschau als “lispelnde, stotternde, zuckende Menschen-Karikatur” bezeichnet. Sarrazins rechte Gesichtshälfte ist seit einer schweren Operation gelähmt, darum seine ungewöhnliche Mimik. Die Kolumnistin veröffentlichte nach einem Proteststurm wegen ihrer Kolumne eine “Klarstellung”, in der sie erklärte, Sarrazin nicht persönlich herabsetzen zu wollen.

Stern-Mann Röhl regt sich nun über die Berichterstattung des Bildblog zu der Sache auf und schreibt: “Mal angenommen, ich würde Stefan Niggemeier, das Idol aller Bildblogwarte, so umschreiben: ‘...ein fetter, froschgesichtiger Freak im linken Medienzirkus, eine groteske Medienmenschen-Karikatur, die immerzu das tut, was sie am besten kann: die niederträchtigsten, plattesten Vorurteile ideologisch verblendeter Vollidioten bedienen...’ ...würde dann der Bildblog auch mir (zugegeben, nicht kurdischstämmig) Bewährung geben?”

Nachdem er seine Gemeinheiten ausgegossen hat, schreibt Röhl: “Ich würde niemals solche Gemeinheiten über einen Menschen ausgießen, der sich mit Marietta Slomka, der Königin der Teleprompter, schon mal einen Preis für Verdienste ‘um die deutsche Sprache’ teilen musste.”

Röhl beschreibt Niggemeier als Medienjournalist beim Spiegel, der dort eine Kolumne verfasst (“Niggemeiers Medienlexikon”), “die es auf ‘Spiegel online’ nur schaffen würde, hielte man den dort diensttuenden Redakteuren eine Pistole an die Schläfe.” Auch das Bildblog selbst kommt bei Röhl nicht gut weg. Röhl über das Bildblog: “Der Blog ist, was er immer war. Eine digitale Wärmestube für Korinthenkacker, die nichts Gescheiteres mit ihrer Zeit auf Erden anzufangen wissen, als einem deutschen Krawallblatt nachzuweisen, dass es nicht die ‘New York Times’ ist.”

Röhl ist langjähriger Stern-Autor, er schreibt regelmäßig für die Website “Die Achse des Guten” und wurde auch von Stefan Niggemeier in dessen Blog schon kritisch gewürdigt: “Dann war da noch Wolfgang Röhl, der beim ‘Stern’ für das lautstarke Einrennen offener Türen zuständig ist.” Niggemeier selbst kommentierte Röhls Ausfälle bei Twitter folgendermaßen: “Wenn Stern-Autor Wolfgang Röhl sich so ärgert, müssen wir etwas richtig gemacht haben.” Man kennt sich, man schätzt sich ...nicht.

swi

01.06.2012
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    Letzte Kommentare

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    05.06.12 00:27

    Florian Flammenberg

    Um 23:32 schrieb "lil" u.a.:
    "»Niggi« hat wenigstens den Arsch in der Hose um »Krausi« ein Forum zu bieten, was die weltoffene und tolerante »taz« verpasst hat."
    Um 23:55 antwortete "Kalamität" in Kommentar Nr. 29:
    "»Arsch in der Hose« braucht Herr Niggemeier nicht, um den nicht gedruckten Artikel von Herrn Kraushaar zu veröffentlichen.
    Damit riskiert er doch nichts.
    Im Gegenteil: Er kann sich mal wieder als Held der Meinungsfreiheit stilisieren. Dabei erscheint es mir naheliegend, dass er dem Feddersen eins auswischen will, weil der als ESC-Experte anerkannt ist.
    »Niggi« gilt doch nur als lächerlicher Video-Blogger, der mit seinem Schoßhündchen »Lukas« beim europäischen Schnulzenfestival alberne Witzchen reißt."
    Keine 5 Minuten später mit Beginn der Geisterstunde war der Kommentar wie von Geisterhand verschwunden.

    04.06.12 23:29

    Nils Regell

    @Felix Pletner:
    Herr Niggemeier hat schon so manchen Kollegen bloßgestellt. Aber dass er in seinem Blog keine Kritik zulässt, trifft nicht zu.
    In seinem neuesten Artikel "Der homosexuelle Mann… und die Grenze der Toleranz bei der »taz«" lese ich z.B. mehrere kritische Kommentare.
    Nr. 24 um 22 Uhr 29 von Promotion II:
    Das Kammerspiel der Eitelkeit: Die Päpstin und ihr Kammerdiener.
    In den Hauptrollen: Ines Pohl und Elmar Kraushaar.
    Nebenrolle: Stefan Niggemeier.
    Chor: Niggis Fanboys.
    Nr. 25 um 22 Uhr 46:
    »Niggi«, der Streiter für Meinungsfreiheit und Toleranz von Kreuzberg bis Baku.
    Nr. 26 um 22 Uhr 51:
    »Niggi«, der Heuchler: Empört sich, weil die taz-Chefredakteurin einen Artikel nicht druckt. Löscht aber in seinem Blog ständig Kommentare und sperrt Kommentatoren.
    Nr. 27 um 22 Uhr 54:
    Der homosexuelle Mann… und die Grenzen der Toleranz bei dem »niggi«.
    Die letzten drei Kommentare stammen von mir. Ich wollte testen, ob Herr Niggemeier sie löscht.
    Aber warum sollte er? Das hat er doch gar nicht nötig. Er ist eine Institution im deutschen Journalismus, "Regell" ist einer von hunderttausenden anonymen Blogkommentatoren in Deutschland.

    04.06.12 19:58

    Felix Pleitner

    Na, bitte! Nach einer halben Stunde war der Kommentar Nr. 13 beim Niggemeier weg. Wobei ich in diesem Falle noch ein gewisses Verständnis entwickeln könnte, wenn Niggemeier nicht selber des öfteren Kollegen übel angehen würde.
    Aber auch völlig beleidigungsfreie Kommentare löscht Niggi laufend. Austeilen kann er, einstecken nicht.
    Aber sind wir nicht alle ein bisschen "niggi"?

    04.06.12 19:32

    Felix Pleitner

    Schönes Beispiel:
    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-homosexuelle-mann-und-die-grenze-der-toleranz-bei-der-taz/
    Mal sehen, wie lange der wirklich grenzwertige Kommentar Nr. 13 stehen bleibt, bzw. wann der Kommentator gesperrt wird.
    Da Niggemeier rund um die Uhr, flink wie ein Wiesel das Internet nach Reaktionen auf sein Schaffen durchsucht, kann es natürlich passieren, dass er in diesem Falle nicht instinktiv reagiert, sondern taktisch.
    Warten wir es ab.

    04.06.12 13:41

    Matz Sperling

    Es ist ärgerlich und frustrierend, wie jämmerlich sich Mely Kiyak in die Opferrolle stilisieren (läßt!?) und vor eigener Verantwortung flüchtet.
    Eine angebliche "Erklärung" ist online nirgendwo zu finden, außer auszugsweise zitiert im Bildblog..., was soll das denn sein!?
    Aber irgendwie typisch:
    Der linke Plebs, dem sie so gerne oportunistisch schmeichelt, reagiert nun mit einer Art Korpsgeist alter Kameraden, schlimmer noch, nämlich wie im Wahn einer Sekte, die in Sarrazin den Leibhaftigen sieht... und vorm Erscheinen des neuen Buchs hysterisch total durchdrehte!
    Jeder idiotische Vorwand und noch so dämliche Mails können nicht darüber hinwegtäuschen, daß nun ihre Redakteure wie vom ideologischen Hexenwahn besessen weiter poltern und damit nur beweisen, daß sie zu keinerlei Selbstkritiek fähig sind und ihren Realitätsverlust outen.
    Die Masche "Haltet den Dieb!" zieht nicht mehr, das ist falsch verstandene Solidarität, leider.

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