Es liest sich wie ein zu Papier gebrachter Kneipenscherz. Einer der Sorte, die erst nach der fünften Runde Pils so richtig lustig wird. Für die CDU war ein dumpfes Wortspiel aber offenbar gut genug, damit in Mecklenburg-Vorpommern in den Wahlkampf zu ziehen. Dort wirbt die Landtagsfraktion mit dem Slogan “C wie Zukunft”. Spitzenkandidat Lorenz Caffier steht dafür Pate. Im Web ist die Plakat-Offensive jetzt schon ein gefundenes Fressen für schadenfrohe User. Die sammeln schon neue "C wie..."-Slogans.
Auf der Webseite verkündet die Landtagsfraktion über die Maßen stolz: “Heute beginnt die landesweite Großflächenplakatierung. Es geht um die Zukunftfähigkeit unseres Landes. Dafür stehen Spitzenkandidat Lorenz Caffier und die CDU - C wie Zukunft!”
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Innerhalb kürzester Zeit macht sich eine Webseite über den missverstandenen Slogan lustig. Auf c-wie.de kann jeder eintragen, was für tolle Slogan à la “C wie...” ihm noch einfallen.
Und tatsächlich. Mittels Crowdsourcing bringen User einige Vorschläge zusammen: “C wie Zyankali”, “C wie abgecupferte Doctorarbeit” oder “C wie Zahnbürste”. Wir progonostizieren spätestens bis Ende der Woche dieser "Campagne den completten Controllverlust".
Letzte Kommentare
05.08.11 09:44
Thomas D
"C" wie corrupt,
"C" wie catastrophal,
"C" wie cerebral incompetent/incontinent,
"C" wie ... einfach nur bescheuert!
27.07.11 15:41
Arno Nym
@ Wolfram Axthelm
"Landesgeschäftsstelle"! Da fehlt ein S - wie Eskimo...
27.07.11 00:34
wolfram axthelm
Ein bemerkenswert schlecht recherierter Beitrag. Keineswegs wirbt die CDU-Landtagsfraktion mit einer Plakataktion im Landtagswahlkampf. Dies würde sofort den Landesrechnungshof auf den Plan rufen. Wie von der Landes-CDU via Pressemitteilung und auf der Website www.cdu-mv.de informiert, organisiert natürlich die Landesgeschäftstelle den Wahlkampf und gibt auch das Startsignal für die Plakatkampagnen.
Trotzdem finden wir das Plakat natürlich gelungen.
Wolfram Axthelm, Pressesprecher CDU Landtag MV
25.07.11 16:57
Horst-Folker Nollenberger
F wie Merkel
25.07.11 16:23
Nett und Kewl
Danke. Solche Crowdsourcings braucht man. Oder halt eine zentrale Seite für diverse demokratische konstruktive Volksverbesserungszwecke.
Die Leser jammern schon, in ihren Tageszeitungen wären zu viele Tippfehler (unabsichtlich=Schlamperei) oder sogar Rechtschreibfehler (Unkenntnis=schlechte Bildung). Bald werden auch Politiker-Reden u.ä. von so etwas strotzen. Falls meine Vermutung der deutschen Durchdummung stimmen sollte.
Das Bundesland hat zwar m.W. nur 60% Internetnutzer, aber das reicht ja wohl... .