Soviel Humor hätten Microsoft nur die Wenigsten zugetraut. Denn eigentlich ist der Softwarekonzern auf die Rolle des grauen, leicht trotteligen Spießers, wie wir ihn in der berühmten "Get a Mac"-Kampagne von Apple kennenlernten, festgelegt. Im Clinch mit Google holt Microsoft zum lustigen Tiefschlag aus. In zwei sehr bösen und direkten Clips attackiert der Windows- und Office-Konzern seinen Web-Konkurrenten ordentlich. Das Schöne dabei: Die Zuschauer werden von den Videos aufs Beste unterhalten.

Der Gmail-Man liest die Post eines Kunden
Bislang veröffentlichte Microsoft zwei Filme. In dem ersten Clip wird der Briefträger Gmail-Man vorgestellt. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er in alle Briefe reinschnuppert und über seine Kunden alles weiß.

Für diesen Mister Google sind die Kunden nur Laborratten
Im zweiten Clip wird Google als schmieriger Softwareentwickler dargestellt, der seinen Kunden nicht gerade verlässliche Produkte andrehen will. Mr. Google erinnert dabei stark an eine zwielichtige Version von "Mad Men"-Starwerber Don Draper. Die Botschaft ist klar: Wer innerhalb seiner Company zu sehr auf Google-Produkte setzt, schwebt in höchster Gefahr, dass etwas schiefgeht. Denn im Grunde seien für die Suchmaschine alle Kunden nur Laborratten.
Letzte Kommentare
26.02.12 16:52
Stephan Backert
Das macht Microsoft sehr geschickt - über Googles youtube.
26.02.12 14:44
duplo dupont
hi marc,
woher kommt deine annahme? scheint wohl eher deine private meinung zu sein. fakt ist, das sehr wohl in den usa solche werbung gut ankommt... perfekt messbar derzeit beim wahlkampf in den usa... außerdem greift microsoft nicht einen "fehler" bei google an, sondern deren grundsätzliche geschäftspolitik- und das machen sie sehr geschickt, humorvoll und intelligent.
24.02.12 16:47
Marc-Nicolas Oerke
ein No-Go... seine Kommunikationsstrategie auf die vermeidlichen Fehler des Wettbewerbs auszurichten, ist immer ein Zeichen von absoluter Schwäche.
Darüber hinaus bewirbt man dadurch den Wettbewerber und verstärkt somit dessen Wahrnehmung beim Konsumenten.
LG
Marc